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Karlsruhe Hoepfner will bei Produktion von Desinfektionsmittel helfen

Die Brauerei Hoepfner stellt sich dieser Tage ebenfalls auf die aktuelle Lage ein: In der Bierburg könnte bald Alkohol für die Herstellung von Desinfektionsmitteln produziert werden.

Bundesweit stellen Unternehmen ihre Produktionen um: Textilhersteller produzieren Atemschutzmasken und bei Chemiekonzernen läuft Desinfektionsmittel vom Fließband. Jüngst beliefern auch Schnapsbrennereien lokale Krankenhäuser mit Alkohol, damit diese Desinfektionsmittel herstellen können.

In Karlsruhe reagiert die Brauerei Hoepfner auf die neue Situation und befindet sich in Überlegungen, wie man bei der Herstellung von Desinfektionsmitteln unterstützend tätig sein könnte. 

Alkohol in Vorstufe produzieren

Grundlegend fällt bei der Produktion von alkoholfreiem Bier Restalkohol an, der weiterverwendet werden könnte. Das wäre allerdings bei Hoepfner nicht der Fall: "Wir haben keine Entalkoholisierungsanlage, das heißt bei uns entsteht kein überflüssiger Alkohol", so Unternehmenssprecherin Dagmar Zimmermann.

Stattdessen könnte in der Bierburg die Produktion umgestellt werden: In der Vorstufe könnte Alkohol produziert werden, welcher anderenorts weiter bearbeitet werden müssten - und im destillierten Zustand von einer Firma zur Produktion von Flächendesinfektionsmittel (Ethanol) verwendet werden könnte.

Weitere Überlegung zur Produktion von Backhefe

Für diese Zusammenarbeit ist man in der Hoepfnerburg derzeit mit zwei größeren Unternehmen im Gespräch und wartet auf Rückmeldung.

Eine weitere Idee in der Bierburg betrifft den alltäglichen Bereich.  "Wir stellen Überlegungen an, wie man den derzeitigen Mangel an Backhefe, auffangen könne, denn Backhefe ist obergärige Hefe",  so Produktionsleiter Marco Fix.

Backhefe gehört zu den Produkten, die in den vergangenen Tagen wie Mehl und Klopapier oft in den Supermärkten vergriffen waren. Spruchreif sei in dieser Richtung allerdings noch nichts, heißt es in Gesprächen. Es sei noch eine erste Idee.

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