Karlsruhe Betrieb am Baden-Airpark geht weiter, aber: "Die Reisetätigkeit wird selbst zum Erliegen kommen"

Der Flugverkehr in Baden-Württemberg wird vorerst weiter aufrecht erhalten werden. Das teilt das Verkehrsministerium mit. Dem Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden wird das aber wohl nicht helfen: Geschäftsführer Manfred Jung rechnet damit, dass die Nachfrage von Passagieren bis Mitte kommender Woche gegen Null sinkt.

Angesichts der immer weiter steigenden Zahl von Corona-Infizierten soll die Einreise an den Flughafen im Land stärker kontrolliert werden. Den Flugverkehr selbst wolle man - entgegen anderslautender Berichte - aber nicht stoppen.

In den Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden gehen Passagiere mit ihrem Gepäck.
Der Flugbetrieb am Baden-Airpark geht erst einmal weiter. | Bild: Uli Deck/Archiv

Vielmehr wolle man den aktuell Reisenden die Rückkehr nach Hause ermöglichen, sodass Landesverkehrsministerium in einer Pressemeldung. Für einen Stop bedürfe es zudem einer entsprechenden Anordnung der Gesundheitsbehörden.

"Im April rechnen wir mit etwa 100 Gästen"

Den Flugverkehr zu unterbinden sei jedoch gar nicht nötig, so Manfred Jung, Geschäftsführer des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden, auf Nachfrage von ka-news.de. "Im April letzten Jahres hatten wir rund 100.000 Gäste. Dieses Jahr rechnen wir mit um die 100. Die Reisetätigkeit wird selbst zum Erliegen kommen."

Manfred Jung, Geschäftsführer Flughafen Karlsruhe Baden-Baden
Manfred Jung, Geschäftsführer Flughafen Karlsruhe Baden-Baden | Bild: ps

Bis spätestens Mitte kommender Woche rechnet er, dass die Nachfrage von Flügen gegen Null gehen wird. "Derzeit sind wir daher eher damit beschäftigt, die Spanien-Urlauber zurückzuholen und russische Gäste zurück nach Moskau zu fliegen", so Jung weiter. 

Betrieb am Baden-Airpark geht weiter - wenn nötig im Notfallmodus

Doch egal wie es kommen wird: Ganz einstellen wird der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden seinen Betrieb nicht. "Wir haben eine Betriebspflicht, denn wir führen ja beispielsweise auch Organtransporte und Frachtflüge medizinischer Geräte durch. Auch eine Polizei-Hubschrauberstaffel ist hier stationiert", sagt der Flughafen-Chef gegenüber ka-news.de.

Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. | Bild: ps/Baden-Airpark

Hier werde es also auch weiterhin Nachfragen geben. Um diesen gewachsen zu sein, sei man gerade dabei, einen Notbetrieb aufzubauen, indem jede Abteilung in kleinere Einsatzgruppen gegliedert wird. "Es ist ein Betrieb auf kleinster Flamme. Aber die für die Infrastruktur wichtige Einrichtung Flughafen muss schließlich funktionieren", so Geschäftsführer Manfred Jung abschließend. 

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