Stuttgart/Karlsruhe Zukunftsweisende Ideen: Land zeichnet zwei Karlsruher Unternehmen aus

„Mit dem Innovationspreis prämieren wir zukunftsweisende Ideen, die unsere mittelständischen Unternehmen jedes Jahr umsetzen und auf den Markt bringen", so die Wirtschaftsministerin des Landes Nicole Hofmeister-Kraut bei der Preisverleihung am Mittwoch.

"Mit dem Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg prämieren wir zukunftsweisende Ideen, die unsere mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg jedes Jahr umsetzen und auf den Markt bringen. Wir wollen damit die außergewöhnlichen Ideen unserer Wirtschaft im Land auch nach außen sichtbar machen", sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Verleihung des Innovationspreises am Mittwoch Stuttgart.

Der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Landes-Innovationspreis, der "Dr. Rudolf-Eberle-Preis", wird bereits zum 32. Mal verliehen. Mit dem Preis werden mittelständische Unternehmen für herausragende Entwicklungen und Anwendungen neuer Technologien ausgezeichnet. Preisträger in diesem Jahr ist unter anderem das Karlsruher Unternehmen Vincent Systems GmbH. Eine Anerkennung ging zudem an die Karlsruher Flexlog GmbH.

Kleinste, leichteste und leistungsfähigste Handprothese der Welt

Die  Vincent Systems  erhielt 25.000 Euro für ihre Bionische Handprothese. Mit der neu entwickelten künstlichen Hand ist es erstmals möglich, eine prothetische Versorgung für nahezu alle Altersklassen, Größen und Formen der Hand zu gestalten.

Kern der Innovation ist die weltweit kleinste, leichteste und leistungsfähigste bionische Handprothese, die über die Muskelsignale des Prothesenträgers elektronisch gesteuert werden kann. Die Handprothese ist in unterschiedlichen Größen und auch als Baukastensystem für die Versorgung von Teilen der Hand verfügbar, wenn es beispielsweise darum geht, nur den Daumen oder einzelne Finger zu ersetzen.

Fördermodule nach dem Lego-Modell

Das aus dem Karlsruher Institut für Technologie ausgegründete Unternehmen Flexlog hat sich zum Ziel gesetzt, komplexe Fördertechnik-Systeme so einfach wie möglich zu gestalten. Mit der Entwicklung dezentraler Steuerungs- und Materialflusssysteme konnte dieses Ziel erreicht werden.

Das Konzept dabei ist denkbar einfach: Einzelne Fördermodule werden wie Lego-Bausteine zusammengesteckt und miteinander verbunden. Aufbauen, erweitern, anpassen oder austauschen einzelner Komponenten wird durch den Einsatz der vernetzten Steuermodule kinderleicht.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut gratulierte Preisträgern. "Die hohe Qualität unter den eingereichten Bewerbungen aus den unterschiedlichsten Branchen ist ein Beleg für die Innovationsfähigkeit der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg. Alle Ausgezeichneten tragen mit ihren herausragenden Ideen dazu bei, dass Baden-Württemberg die bundesweit führende Innovations- und Wirtschaftsregion ist und bleibt", so die Ministerin.

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