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Stutensee Wohnraum für rund 600 Menschen: Neubaugebiet in Stutensee geplant

Die Region Mittlerer Oberrhein gehört laut Regionalverband zu den Wachstumsregionen, in denen der Bedarf an bezahlbarem, zentral gelegenem Wohnraum stetig zunimmt. Neubauflächen seien insbesondere in Karlsruhe und seinem engeren Umland rar.

Die Stadt Stutensee diskutiere darum eine Erweiterung des Stadtteiles Büchig nach Norden in den angrenzenden Lachwald. Das Gebiet entspräche den Bedürfnissen der Wohnraumsuchenden. "Bezahlbarer Wohnraum, wie ihn alle wünschen, kann hier beispielhaft realisiert werden", erklärt Verbandsdirektor Gerd Hager. Stadtbahnnähe, hohe Wohnqualität mit guter Nahversorgung und soziale Durchmischung seien attraktive Voraussetzungen.

Neubaugebiet als Ausnahmefall

Das beabsichtigte Neubaugebiet liegt in einer sogenannten Grünzäsur zwischen Blankenloch und Büchig. Diese zwischen Siedlungen gelegenen Freiräume dürften in der Regel nicht bebaut werden. Sie ermöglichen unter anderem die Vernetzung von Lebensräumen von Pflanzen und Tieren.

"Deshalb ist ein solcher Ausnahmefall nur unter besonderen Voraussetzungen diskutabel", erklärt Hager. Die verbleibende Fläche dürfe ihre funktionsfähige Größe nicht unterschreiten. Dem sollte ein umfängliches Ausgleichskonzept zugrunde liegen, das auch die umliegenden Freiräume unter den Aspekten Biotop- und Artenschutz sowie Freizeit- und Erholungsnutzung einbezieht.

Siedlungsdichte durch Bauformenvielfalt

Die bauliche Entwicklung müsse laut Hager Modellcharakter mit Vorbildfunktion haben. "Unser Anspruch liegt hier bei mindestens 100 Einwohnern pro Hektar, das wäre Wohnraum für rund 600 Neubürger". Voraussetzung sei eine flächensparende, nachfragegerechte Siedlungsdichte durch gemischte Bauformen, also Einfamilien- und Doppelhäuser genauso wie Geschosswohnungsbauten mit Mietobjekten. Aufgrund von unterschiedlichen Preislagen soll eine soziale Durchmischung gewährleistet sein.

Dateiname : Karte Wohngebiet am Lachwald
Dateigröße : 442.79 KBytes.
Datum : 03.04.2017 16:06
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  •   Susann
    (4 Beiträge)

    06.04.2017 10:51 Uhr
    Bedauerlicherweise
    ist das wirklich nicht von der Hand zu weisen. In der Diskussion wird seitens der Stadt aber immer nur von dem armen Polizeibeamten im mittleren Dienst, der armen Krankenschwester und der armen Oma gesprochen, die da billig wohnen sollten. Doch die würden genauso gern, wenn nicht gar lieber in Friedrichstal etc . wohnen, während die von dir angesprochenen Menschen, unbedingt so nah wie möglich an einer Stadt wohnen wollen. Deshalb können viele ländliche Bereiche, z.B. im badischen Odenwald keine, bzw. im Kreis Limbach eine einzige Flüchtlingsfamilie, bei ca. 40 leer- und zurVerfügung stehenden Wohnungen, vermelden.
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  •   Leergutmafia
    (429 Beiträge)

    05.04.2017 17:40 Uhr
    Ja klar
    Fakenews aus dem Rathaus...
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    05.04.2017 17:23 Uhr
    Warum
    sollten das fake news sein? Das ist nur logisch. Der Landkreis kriegt Zuweisungen und die muss er unterbringen. Und Wohnungen gibts keine. Also?
    Da wird der eine andere vielleicht noch staunen wo in Zukunft überall gebaut werden darf. Weder diese sogenannte Grünzäsur noch Naturschutzgebiete noch abgeschlossene Bebauungspläne sind für alle Zeiten in Stein gemeisselt.
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    05.04.2017 15:06 Uhr
    Und es ist
    generell zu bezweifeln, dass man einen Einfamilienhausstandort wie Büchig Interesse an sozialer Durchmischung hat. Also ich hätts nicht wenn ich da wohnen würde.
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