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Pforzheim Versandriese Amazon: Standort Pforzheim rüstet sich für Weihnachtsgeschäft

Ob Haushaltsartikel, Klamotten oder Bücher - beim Versandhändler Amazon wird scheinbar jeder fündig. Wir haben uns angeschaut, wie sich der Versandriese in seinem Logistikzentrum in Pforzheim auf Weihnachten vorbereitet.

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Weihnachten steht vor der Tür - das merken auch all diejenigen Unternehmen, die durch das weihnachtliche Geschäft in verschiedenen Bereichen aufrüsten. So auch der Online-Versandhändler Amazon: Für den 24. Dezember und die Weihnachts-Feiertage wurden im 110.000 Quadratmeter großem Logistikzentrum in Pforzheim 500 Saisonarbeitskräfte zusätzlich eingestellt, berichtet der Standortleiter Alexander Bruggner bei einem Pressegespräch. "Normalerweise sind wird ungefähr 1.200 Mitarbeiter - jetzt sind es 1.700."

Doch nicht nur in dieser Sache musste in Pforzheim aufgestockt werden: "Insgesamt sind aktuell über drei Millionen Artikel in unserem Logistikzentrum untergebracht", erklärt Bruggner weiter. Das sei eine erstmalige Rekordzahl - das Zentrum sei dadurch zu 100 Prozent ausgelastet. Begonnen habe diese Einlagerung bereits schon im September diesen Jahres.

 

100.000 Artikel laufen täglich über Versandtische

Weiter erklärt der Standortleiter, dass von diesen drei Millionen Artikeln jeden Tag rund 100.000 Artikel an die Kunden ausgeliefert werden. Besonders beliebt sei bei den Kunden momentan ein Bier-Adventskalender, der insgesamt 24 verschiedene Bierarten beinhaltet.

Am Standort Pforzheim verpacken die Mitarbeiter aber auch ganz gewöhnliche Ware wie Bücher oder Kinderspielzeug. Da das Logistikzentrum allerdings auf größere Produkte wie Fernseher oder ähnliches spezialisiert ist, kann es auch schon einmal zu ungewöhnlichen Bestellungen kommen: "Wir haben auch schon ein Kanu von hier aus verschickt", schmunzelt Bruggner.

Im Weihnachtsgeschäft im vergangenen Jahr wurden für die Verpackung von Geschenken am Standort Pforzheim insgesamt rund 2.000 Meter Geschenkpapier auf zehn Packtischen verwendet. Tendenz für die Zahlen in diesem Jahr: Steigend.

Alexander Bruggner zum aktuellen Weihnachtsgeschäft:

 

Tarifkonflikt mit Verdi hält weiter an

Während des Weihnachtsgeschäftes laufen allerdings die Diskussionen um den Tarifkonflikt mit Verdi weiter. Bei Amazon wird nach eigener Aussage an sechs Tagen die Woche im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet. Die Bezahlung dieser Arbeit sollte nach Meinung von Verdi tariflich sein und den Konditionen des Einzel- und Versandhandels entsprechen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird immer wieder mehrtägig an verschiedenen Standorten in Deutschland gestreikt.

Der Standort Pforzheim (Stundenlohn: 10,61 Euro) sei von den niedrigen Löhnen besonders betroffen: Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet, seien deutschlandweit lediglich in Leipzig (10,52 Euro pro Stunde) die Löhne für einen Amazon-Mitarbeiter niedriger. "Damit zahle Amazon nur so viel wie nötig, um Beschäftigte auf dem Arbeitsmarkt rekrutieren zu können, sagte der Verdi-Landesfachbereichsleiter für Handel, Bernhard Franke," so die dpa.

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Kommentare (29)
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  •   Malerdoerfler
    (3670 Beiträge)

    03.12.2017 16:09 Uhr
    Amazon
    Wenn einer am Weihnachstgeschäft verdient, dann .......
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  •   cc91
    (135 Beiträge)

    02.12.2017 12:29 Uhr
    Natürlich ist der gesetzliche Mindestlohn zu gering
    Aber eine Packertätigkeit bei Ama ist nunmal eine gänzlich unqualifizierte Arbeit. Und sie hat auch nichts mit Einzel- und Versandhandel zu tun, von daher ist Verdi wie so oft absolut lächerlich. Ama ist ein ganz normales, äußerst kundenfreundliches Unternehmen und dass sie die großen Schwächen im Steuersystem ausnutzen, kann man ihnen nicht wirklich vorwerfen - jeder würde das tun. Ich habe auch keinerlei Mitleid mit Einzelhandel, der sich nicht anpassen kann. Eine wirklich gute Beratung habe ich in "Fachgeschäften" noch nie bekommen. Wenn freiwerdende Gewerbeflächen in Wohnraum umgewidmet werden würden, hätte ein Geschäftesterben auch positive Effekte.
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  •   EmilyHobhouse
    (995 Beiträge)

    02.12.2017 21:55 Uhr
    Bücher
    Für mich sind z.B. Bücher sehr wichtig und deshalb verschenke ich auch gerne Bücher. Ich mache mir sehr viele Gedanken darüber wem ich was für ein Buch schenke. Natürlich könnte ich im Internet nach Büchern suchen und die dann dort bestellen aber ich würde nie einen so großen Überblick über die in Frage kommenden Bücher bekommen, wie wenn ich in einer guten Buchhandlung mich von einem guten Buchhändler beraten lassen würde. Ich kann mich natürlich beraten lassen und anschließend das Buch bei Amazon bestellen, oder nimm einen Wein oder eine Wandfarbe oder irgend einen Sattel für das Fahrrad.....dann wäre das aber nichts weiter als ein asozialer Beratungsdiebstahl. Es gibt überall schlechte und gute Geschäfte wenn du noch nie gut beraten wurdest, liegt es vermutlich an dir.
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  •   Route66
    (859 Beiträge)

    02.12.2017 21:38 Uhr
    wie überheblich
    Der Einzelhandel hat mittlerweile kaum noch gut ausgebildetes Fachpersonal, weil er es sich nicht mehr leisten kann. Warum? Weil der schlaue Sparfuchs sich erst im Fachgeschäft ausgiebig beraten lässt und dann online kauft, er kann dort so ziemlich alles günstiger kaufen. Wer ist also Schuld dran, dass es kaum noch Fachpersonal gibt? Aber dann jammern.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (657 Beiträge)

    03.12.2017 21:43 Uhr
    ich machs immer andersrum.
    Ich guck zuerst bei amazon und anderen Onlineportalen was passen würde und suche dann einen Händler in der Nähe, der den Artikel hat. Gerne unterstütze und fördere ich den Handel in meiner Nachbarschaft.

    Leider finde ich nur sehr selten genau diesen gesuchten Artikel in einen der Karlsruher Läden. Und wenn sie es bestellen könnten, dann muss ich zu den üblichen Ladenzeiten, zu denen ich selbst arbeite, mich nochmal ins Gewühl stürzen.

    Also da bestelle ich das lieber und lasse es mir zu einer Packstation oder besser noch zu einem Shop in der Nachbarschaft schicken.

    Eine wirklich fachkundige Beratung, die es mit den Tipps und Hinweisen im Internet aufnehmen kann, gab es früher so gut wie nie und heute auch nur sehr selten. Die Beratung im Einzelhandel zielt darauf ab, den Lagerbestand an den Kunden zu verkaufen und nicht gut zu beraten.
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  •   yokohama
    (3179 Beiträge)

    03.12.2017 00:04 Uhr
    Ich machs
    genau anders rum. Die Renzensionen über ein Buch oder Produkt auf Amazon lesen (die ja durchaus aussagekräftig sind), das Teil dann aber im lokalen Handel oder in einem anderen Onlineshop bestellen (oft günstiger, wenn etwas teurer, auch nicht schlimm). Von mir kriegen die kein Geld.
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  •   betablocker
    (932 Beiträge)

    03.12.2017 01:15 Uhr
    Ok,
    ausnahmsweise(!) sind wir uns mal fast einig. Ich lese ebenfalls die Rezensionen und auch Beurteilung vieler anderer Artikel bei amazon. Oft sogar nachdem ich ein Buch gelesen habe, nur aus Interesse wie es andere so fanden. Aber ich bestelle grundsätzlich im Buchladen. Sofern es sich nicht um auflagenschwache oder besonders spezielle Bücher handelt ist es in der Regel am nächsten Tag da. Das schafft amazon schonmal nicht.
    Natürlich kommts für den Kunden auch darauf an ob er einen Buchladen in der Nähe hat oder sowieso jeden Tag zB auf dem Arbeitsweg dran vorbeikommt. Eine Frage der Zeit und des Komforts.
    Beim Onlinehandel kommt hinzu, dass die natürlich tagsüber liefern, wenn der Werktätige nicht zuhause ist. Dann muss es entweder der Nachbar annehmen (das ist gelegentlich mal ok, aber wenn mein Nachbar jeden zweiten Tag was zu mir liefern lassen würde würde mich das irgendwann nerven).
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  •   betablocker
    (932 Beiträge)

    03.12.2017 01:25 Uhr
    Dann findet
    der Kunde einen Zettel im Kasten, was einen weiteren Liefertag bedeutet. Und je nachdem wers bringt muss man dann zur Post, zu irgendeiner Packstation oder zur Abholstation des Lieferdienstes. Da bedankt sich dann der Daxlander der sein Fedex Paket an der Roßweid (also quasi fast in Bruchsal) abholen darf. Nur wann? Eben, die haben natürlich auch nur auf während man selbst bei der Arbeit ist. Lieferung ist toll bei Möbeln, Weissware, sperrigem Baumaterial oder auch Fernsehern. Die wiegen zwar nix mehr, bei der heutigen Durchschnittsgrösse von 50-60 Zoll passen die aber auch nicht mehr in einen Kleinwagen.
    Ich bin den ganzen Tag daheim, aber die überwiegende Mehrheit hat diesen Luxus eben nicht.
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  •   betablocker
    (932 Beiträge)

    02.12.2017 17:47 Uhr
    In welchen
    Fachgeschäften warst du denn?
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  •   Scheuerleiste
    (156 Beiträge)

    02.12.2017 19:06 Uhr
    Natürlich in
    @ betablocker
    denen mit Fachpersonal, wo sonst!;-)
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