Stuttgart Unbefristete Streiks bei den Busfahrern möglich: Tarifverhandlungen für private Busfirmen sind gescheitert

Die Gewerkschaft Verdi hat ein neues Angebot der Arbeitgeber in den Verhandlungen für die privaten Busfirmen in Baden-Württemberg abgelehnt. Verdi will nach mehreren Warnstreikrunden nun Urabstimmungen in den Betrieben vorbereiten, wie die Gewerkschaft am Montagabend mitteilte.

Damit wären unbefristete Streiks möglich. "Was heute auf dem Tisch lag, war so nicht abschlussfähig», sagte Verdi-Verhandlungsführer Andreas Schackert. "Denn: mit diesem Angebot würde sich die Lücke zum kommunalen Nahverkehr weiter vergrößern statt verkleinern."

Der Busverband hatte zuletzt sein Angebot angepasst. Statt 5,8 Prozent Lohnplus bei einer Laufzeit von drei Jahren, lagen nun 5,3 Prozent für zwei Jahre auf dem Tisch. Verdi hingegen bewegte sich nur auf 5,6 Prozent bei 24 Monaten Laufzeit - die ursprüngliche Forderung hatte bei 5,8 Prozent für ein Jahr gelegen. Verdi-Verhandlungsführer Schackert betonte, man sei jederzeit gesprächsbereit, wenn die Arbeitgeber nachbessern wollten. Sein Gegenüber beim Busverband, Eberhard Geiger, betonte hingegen, man könnte den Forderungen nicht weiter nachgeben. Einen neuen Verhandlungstermin gibt es vorerst nicht.

In den vergangenen Wochen hatte die Gewerkschaft zu Warnstreiks in zahlreichen Städten Baden-Württembergs aufgerufen. Vielerorts wurde der komplette Linienverkehr lahmgelegt. Laut Verdi sind von den Verhandlungen rund 9000 Beschäftigte privater Busunternehmen betroffen. In Baden-Württemberg haben die meisten Kommunen private Firmen für den Busverkehr beauftragt.

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