Karlsruhe/Pforzheim "Studis coachen Mittelständler": Hochschulprojekt fördert Digitalisierung

Die Digitalisierung stellt die Wirtschaft vor große Herausforderungen - gleichzeitig bietet sie aber auch neue Möglichkeiten. Hier setzt das Projekt "Studis coachen Mittelständler" der Hochschule Karlsruhe an: Es bringt Erfahrungswissen der Unternehmen mit neuen Ideen der Studierenden als "Digital Natives" zusammen.

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Unter dem Motto "Studis coachen Mittelständler" bearbeiten Studierende reale, praxisnahe Problemstellungen, die direkt aus den Unternehmen stammen. Eine "Win-Win-Situation" für beide Seiten, wie es in einer Pressemeldung zur Veranstaltung heißt: Die Studierenden erproben und schulen nach Angaben des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst ihr unternehmerisches und vernetztes Denken. Sie lernen neue Lösungsstrategien kennen und profitieren vom Erfahrungsschatz der Unternehmen. Die mittelständischen Unternehmen gewinnen neue Ideen und Perspektiven, um sich erfolgreich weiterzuentwickeln.

"An unseren Hochschulen entstehen jeden Tag gute Ideen. Es ist daher genauso naheliegend wie zum gemeinsamen Vorteil, Studierende und Unternehmen zusammenzubringen. Gerade der Austausch zwischen den Ideen der jungen Generation und dem praktischen Erfahrungsschatz der Unternehmen ist der Schlüssel zum Erfolg - insbesondere in Zeiten raschen Wandels", sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am vergangenen Freitag in Karlsruhe anlässlich ihrer Teilnahme an einem Workshop "Studis coachen Mittelständler" mit dem Unternehmen Witzenmann aus Pforzheim.

Mittelstand kann digitale Geschäftsmodelle testen

"Die Methode Design Thinking, die hier Anwendung findet, ist enorm spannend: Die Studierenden kommen in hautnahen Kontakt mit den realen und aktuellen Problemen der Wirtschaft. Der Mittelstand erhält die Möglichkeit, unterstützt durch die Wirtschaft, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln und zu testen", so die Ministerin weiter.

Zudem üben sich die Studierenden laut Ministerium in Methoden und machen Erfahrungen, die auch für die Gründung eines eigenen Unternehmens zentral sind - "ein vielversprechender Weg, um die Gründerkultur im Land zu stärken und die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft durch frische Ideen für die Zukunft sicherzustellen", betonte Bauer.

Experimentierfreude und Kooperationsbereitschaft

"Unternehmen müssen die Herausforderungen der Digitalen Transformation aktiv annehmen und die neuen Technologien vor allem chancenorientiert betrachten", sagte Philip Paschen, Geschäftsführer der Witzenmann-Gruppe.

Für Unternehmen wie die Witzenmann-Gruppe bedeute dies, auch den digitalen Wandel erfolgreich zu meistern und so Mitarbeitern und Eigentümern die nächste langfristige Perspektive zu eröffnen. Experimentierfreude, Kooperationsbereitschaft und undogmatische Offenheit seien daher Grundvoraussetzungen, um diese erfolgreich in die DNA des eigenen Unternehmens zu integrieren.

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