Karlsruhe Stolz auf das Flaggschiff

In Feierlaune: Die Technologiefabrik Karlsruhe ist 25 Jahre alt (Foto: pr)
Die Technologiefabrik Karlsruhe (TEFAK) ist stolze 25 Jahre alt. Zu diesem Jubiläum wurde im Rahmen einer Pressekonferenz in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geblickt und ein positives Fazit gezogen. "Die Zusammenarbeit mit der Stadt Karlsruhe läuft sehr gut", lobte Bürgermeisterin Margret Mergen beim Treffen in der Industrie- und Handelskammer (IHK).

"Dass sich die damalige Landesregierung unter Ministerpräsident Lothar Späth angesichts des Strukturwandels in den 80er Jahren für die Einrichtung von Technologiezentren in Baden-Württemberg aussprach, war eine richtungsweisende Entscheidung für den Technologiestandort. Wir sind stolz darauf, dass wir in Karlsruhe mit der Technologiefabrik hierfür das Flaggschiff schaffen konnten", so Mergen. Zeitgleich mit der Gründung des VDI/VDE-Zentrums in Berlin handelte es sich bei der TEFAK um das erste bundesdeutsche Projekt dieser Art. Kernpunkt der neuen Technologiepolitik war und ist die Intensivierung der Zusammenarbeit junger wachstums- und technologieorientierter Unternehmen mit Wirtschaft, Universität, Hochschule und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

"Kein Anlass, sich nun gelassen zurückzulehnen"

Mergen hatte viel Lob im Gepäck
(Archivfoto: ka-news)
Bereits zehn Jahre später befanden sich schon 65 Unternehmen in der TEFAK. Bis 1994 hatten bereits 30 Unternehmen die Einrichtung wieder verlassen und sich in der Technologieregion Karlsruhe erfolgreich angesiedelt. Wie erfolgreich der neu eingeschlagene Weg war, zeigt die Statistik: 97 Prozent der bis heute rund 260 in der Technologiefabrik betreuten Existenzgründer konnten den Schritt in die Selbstständigkeit erfolgreich meistern. Durch diese Unternehmen wurden im Laufe der Jahre über 5.000 qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Zu ihnen zählen so namhafte Firmen wie Init, Palas, Funkinform, Netpioneer und SAC.

"Dass die Steuergelder im Bereich der Gründer- und Innovationsförderung sinnvoll angelegt sind beweist die Tatsache, dass den städtischen Investitionen von rund einer Million DM inzwischen nach Berechnungen der IHK kumulierte Steuerrückflüsse in Höhe von rund zehn Millionen Euro gegenüber stehen. Das ist aber für die Akteure kein Anlass, sich nun gelassen zurückzulehnen", so Mergen. Denn heute stellten sich den Innovationszentren und Wirtschaftsstandorten in Deutschland auf Grund der rasant wachsenden Globalisierung neue Herausforderungen.

Talente in Karlsruhe halten

Zentren und Standorte müssten heute so aufgestellt und vernetzt sein, dass sie im internationalen Wettstreit um die "High Potentials" bestehen können. Regionale Netzwerke sowie international aufgestellte Cluster für den Wissens- und Technologietransfer, die weltweite Vermarktung sowie die Anbahnung von Kooperationen würden heute den Nährboden zur erfolgreichen Rekrutierung kreativer, innovativer und mit Ideenreichtum ausgestatteter Unternehmenspersönlichkeiten von morgen bilden, erklärte die Bürgermeisterin.

"Karlsruhe verfügt, nicht zuletzt dank der Technologiefabrik, über solche Unternehmerpersönlichkeiten. Gepaart mit unserer Kompetenz in der Informationstechnologie war dies die Basis für die Herausbildung eines Branchen-Clusters, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Aktuell ist es diesem Cluster nun gelungen, mit seinem Konzept zur "iRegion Karlsruhe" im Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter die zwölf Finalisten zu gelangen (ka-news berichtete)." Mit der "iRegion Karlsruhe" und mit dem in Karlsruhe initiierten europäischen Netzwerk "CLOE - Clusters linked over Europe" seien die Voraussetzungen geschaffen, um Talente aus der Eliteuniversität und dem Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) hier in Karlsruhe und damit auch in der Technologiefabrik zu halten, so Mergen.

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