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Karlsruhe Stellenabbau bei Karlsruher Spielefirma: Gameforge entlässt rund 90 Mitarbeiter

Karlsruhe ist eines der Aushängeschilder für die nationale IT-Branche. Doch die Situation ist nicht überall so rosig. Wie die Karlsruher Gaming-Firma "Gameforge" mitteilt, müsse eine umfassende Restrukturierung vorgenommen werden. Für ein Fünftel der Belegschaft bedeutet diese Maßnahme die Kündigung. Das berichtet die Firma in einer Pressemeldung.

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Der Games-Anbieter "Gameforge" gibt in einer Pressemeldung die umfassendste Restrukturierung der bisherigen Firmengeschichte bekannt: "In einem über die nächsten Wochen und Monate laufenden Prozess wird sich das Unternehmen vollständig aus dem Markt für Mobile-Games zurückziehen, die entsprechende Spieleentwicklung am Standort Karlsruhe einstellen und sich voll auf das Publishing von PC-Titeln fokussieren", heißt es von Seiten der Firma.

Damit gehe weitreichende Anpassungen der Organisation einher, die alle Bereiche betreffen und auch den Abbau von Arbeitsplätzen, zu einem wesentlichen Teil in der Mobile-Games-Division, zur Folge habe. Insgesamt seien nahezu ein Fünftel aller Arbeitsplätze am Standort Karlsruhe betroffen. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um rund 90 Mitarbeiter.

"Im PC-Markt haben sich in den letzten Jahren interessante Opportunitäten ergeben, während der Mobil-Games-Markt sehr viel härter und unbeweglicher geworden ist", sagt Alexander Rösner, Gründer und CEO der Gameforge AG.

"Wir waren weniger erfolgreich als erwartet und ziehen jetzt die Konsequenzen, indem wir uns in allen Bereichen neu aufstellen. Ich bedauere sehr, dass das mit einem Abbau von Stellen zusammen geht, bin aber sicher, dass uns dieser Schnitt zukunftsfähiger macht. Die freigestellten Kollegen werden umfassend und großzügig bei ihrer Suche nach neuen Jobs unterstützt", so der Gründer weiter.

Hintergrund

Mit über 20 Titeln und über 450 Millionen registrierten Spielern ist Gameforge der führende Anbieter von Free-to-Play Massively Multiplayer Onlinegames (MMOs) in der westlichen Hemisphäre. Mit Hauptsitz in Karlsruhe bietet die Unternehmensgruppe Spiele in über 75 Ländern an. Das Portfolio umfasst zahlreiche bekannte Marken der Spieleindustrie, darunter client-basierte Titel wie Orcs Must Die! Unchained, HEX: Shards of Fate, die preisgekrönten Rollenspiele AION Free-to-Play und TERA sowie Europas erfolgreichstes MMO, Metin2. Künftig erweitern das kompetitive RTS Dropzone und das actionreiche Anime-MMORPG SoulWorker das umfangreiche Sortiment; beliebte Browser-Spiele wie OGame und Ikariam runden das Angebot ab.

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  •   Magna
    (1 Beiträge)

    28.10.2016 13:09 Uhr
    Tatsächlich unterhaltsam :-)
    Gerechtfertigt und verdient !

    Bei einer solchen Firmenpolitik braucht man sich über solche Folgen nicht wundern.
    Gemeforge vergisst nur allzu gern mal das es sich bei ihren Spielern um potenzielle *Kunden* handelt. Ja genau, diese seltsamen Leute die euer Gehalt bezahlen grinsen Genau die sind das. Ein komisches Volk, nicht wahr ?!
    So genug der Ironie.
    Bedauerlicher Weise ist die Firma an ihrer Situation ganz klar selbst schuld und hat kein Mitleid verdient. Wer meint seine Kunden bis zum Ende melken zu müssen wie eine Wollmilchsau muss sich da über die Konsequenzen nicht wundern.
    Im allgemeinen Höhenflug wurde es eben schlicht und ergreifend mal eben vergessen auf Kundenwünsche und Bedürfnisse einzugehen, wie das andere Firmen eben so machen. Schon sehr verwunderlich das es dann zu solchen Ereignissen kommen kann. Ach war das unerwartet.
    Andere Firmen machen das komischer Weise so und wissen über ihr eigenes Produkt meist bestens bescheid. Seltsam das dies hier bisher nicht möglich war.
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  •   ckckck
    (420 Beiträge)

    27.10.2016 07:06 Uhr
    vor kurzem noch händeringend Leute gesucht
    haben die nicht noch vor kurzem Leute gesucht, sogar mit Straßenbahnwerbung? Echt Assi, wie manche "Manager" mit dem Gut "Mensch" umgehen.
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  •   kommentar4711
    (1468 Beiträge)

    27.10.2016 08:16 Uhr
    Yeap!
    Yeap, haben sie. Auch mit Ständen z. B. auf dem Fest. Und das Geld wurde rausgehauen mit XXL Firmenevents bei denen man auch schon mal die ganze Company in den Flieger Richtung Mittelmeer gesetzt hat. Ist aber typisch für Firmen die extrem schnell gewachsen sind und denen das Geld quasi mit Schubkarren vor die Tür gekippt wird, da gibt es dann keine Unternehmensstruktur, kein Controlling dem frühzeitig auffällt das etwas in die falsche Richtung läuft, und wenn dann die Kohle ausbleibt hat man mangels durchdachter Strukturen keine andere Möglichkeit außer mit der Kettensäge durch die HR Akten zu gehen...

    Erinnert ein Bischen an die Schlagzeilen die Goodgame aus Hamburg in den letzten 2 Jahren gemacht hat.
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  •   Malerdoerfler
    (3644 Beiträge)

    26.10.2016 21:19 Uhr
    Naja
    Vielleicht ist es ein Gesundschrumpfen.
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  •   kommentar4711
    (1468 Beiträge)

    27.10.2016 13:56 Uhr
    Gesundschrumpfen
    Nun ja, im letzten veröffentlichten Geschäftsbericht ist von 347 Mitarbeitern die Rede. 90 davon entlassen sind mal eben 26% der Belegschaft. Das ist kein "gesundschrumpfen", das ist einmal mit dem Rasenmäher durch die Firma gefahren. Das spricht eindeutig dafür, dass die Firma wirklich große Probleme hat.

    So eine enorme Entlassungswelle führt meist auch dazu, dass sich die besten Köpfe der Firma was neues suchen werden, auch wenn sie nicht von dieser ENtlassungswelle direkt betroffen sind.
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  •   kommentar4711
    (1468 Beiträge)

    26.10.2016 16:16 Uhr
    Keine Echte Überaschung
    Überrascht mich nicht wirklich, das war absehbar dass dieser Markt nicht ewig so weiter läuft. Und wenn man sieht wie GF das Geld teils auf den Putz gehauen hat war auch logisch dass die ersten Probleme gleich zu Entlassungen führen müssen.
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  •   Irgendwas_mit_Medien
    (604 Beiträge)

    26.10.2016 17:33 Uhr
    Auch das wird der Hyperei durch jung und dynamisch erscheinen wollenden
    ...Provinzgrößen aus Politik und Wirtschaft, die auf alles aufspringen, was innovativ schöngeschwätzt wird, keinen Abbruch tun.
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  •   bier2
    (619 Beiträge)

    26.10.2016 19:28 Uhr
    Spiele ist Firlefanz
    da gibt es in KA Firmen die zukunftsicherer sind, aber nicht so cool wie ein Spielehersteller...
    z.B. INIT, CAS, PTV Group, 1&1 usw...
    oder in der Nähe SEW, Bosch, Luck usw.
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  •   kommentar4711
    (1468 Beiträge)

    27.10.2016 08:12 Uhr
    Antwort auf Spiele ist Firlefanz
    Wobei bei den aufgezählten IT Firmen wenige dabei sind, die für mich noch für eine Bewerbung in Frage kommen. Habe da leider die Erfahrung gemacht (von den aufgezählten konkret bei 1&1 und CAS), dass diese zwar wirklich ein super Arbeitsumfeld bieten und man sich sehr wohl fühlt, die Gehälter und das Thema Gehaltsentwicklung aber einfach nur eine Frechheit sind.
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  •   Heiligergeist
    (31 Beiträge)

    27.10.2016 12:09 Uhr
    1&1 ...
    ist die schlechteste Firma in Deutschland. Versuch mal dort einen Betriebsrat zu gründen, dann biste sofort fristlos gefeuert. Vor Gericht werden dann andere Mitarbeite zum lügen gezwungen.
    Ist auch wirklich so, Bekannter hat dies alles mitgemacht.
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