Heidelberg/Karlsbad SRH: Kein Zusammenhang zwischen Tarifverhandlungen und Personalabbau

In einer Stellungnahme hat die Leitung der SRH-Kliniken einen Zusammenhang zwischen den laufenden Tarifverhandlungen und der "Personalbedarfsermittlung" zurück gewiesen. Gleichzeitig bestätigt sie jedoch, dass aus Sicht eines von ihr in Auftrag gegebenen Gutachtens im Klinikum Langensteinbach 60 Mitarbeiter zu viel beschäftigt werden.

ka-news zitiert die Stellungnahme der SRH-Geschäftsführung im Wortlaut:

"Die Personalbedarfsermittlung im SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach hat keinen Zusammenhang mit den auf Konzernebene geführten Tarifverhandlungen der SRH Kliniken GmbH für das nicht-ärztliche Personal. Entsprechende öffentliche Spekulationen einer Betriebsrätin weist die Geschäftsführung der SRH Kliniken GmbH zurück.

Anlass der Spekulationen ist ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand AG. Diese hatte untersucht, welche Auswirkungen die gesetzliche Einführung des Fallpauschalen-Systems (DRG) und der Wunsch der Patienten nach ambulanten Behandlungen auf die Personalbemessung im SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach hat. Vergleichbare Untersuchungen wurden auch an den anderen SRH Kliniken durchgeführt und dienen der Ermittlung eines angemessenen Personalbedarfs.

Nach Meinung der Gutachter werden im SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach derzeit etwa 60 Beschäftigte mehr eingesetzt, als für vergleichbare Leistungen in Referenzkrankenhäusern benötigt werden. Das SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach ist wie alle Krankenhäuser zum sparsamen und wirtschaftlichen Umgang mit dem Klinikbudget verpflichtet. Die Gutachter hatten in einem internen und vertraulichen Gespräch ihre Erhebungen der Krankenhausleitung und dem Betriebsrat vorgetragen. Die Betriebsrätin hat aus diesem Bericht unautorisiert und unvollständig Zahlen in die Öffentlichkeit getragen, bevor mit der Geschäftsführung über die Folgerungen aus der Gutachtermeinung gesprochen wurde.

Die Geschäftsführung wird ungeachtet dessen mit allen Beteiligten intensive Gespräche darüber führen, welche Konsequenzen aus dem Gutachten zu ziehen sind und danach die erforderlichen Maßnahmen treffen."
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