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Karlsruhe Quote sinkt weiter: Wieder weniger Arbeitslose in Karlsruhe

Der Arbeitsmarkt in und um Karlsruhe floriert: Das sind gute Aussichten für Arbeitssuchende und Auszubildende. Auch die landesweiten Zahlen spiegeln das Stimmungsbild auf dem Arbeitsmarkt wider.

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Der Arbeitsmarkt im Gebiet rund um Karlsruhe hat sich auch im Oktober weiter entspannt. Im Bezirk der Bundesagentur für Arbeit im Raum Karlsruhe-Rastatt waren demnach insgesamt 19.196 Personen ohne Arbeit und damit 670 weniger als noch im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank im Oktober auf ein 20-Jahres-Tief von 3,4 Prozent und liegt damit unter dem Vorjahresniveau.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist auf 5.325 Personen zurückgegangen, was laut Arbeitsagentur dem niedrigsten Stand seit über 10 Jahren entspricht. Auch bei der Anzahl der Personen die Arbeitslosengeld II beziehen, gab es demnach einen überdurchschnittlich hohen Rückgang. Insgesamt 10.510 Personen beziehen jetzt die Grundsicherungsleistungen. Das sind laut Agentur für Arbeit 432 weniger als im September.

"Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit lässt erkennen, dass unser regionaler Arbeitsmarkt sich nach wie vor positiv entwickelt und in einer äußerst stabilen Verfassung ist", wird Michaela Frei, die operative Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt in einer Pressemitteilung zitiert.

Zwar habe die Arbeitskräftenachfrage im Oktober im Vergleich zum Vormonat etwas nachgelassen, bleibe laut Arbeitsagentur jedoch auf hohem Niveau. Unternehmen hätten demnach im Oktober 2.279 neue Arbeitsstellen zur Besetzung gemeldet und damit nur 65 weniger als im September. Das Gesamtangebot hat sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 404 Stellen auf 8.541 verfügbare Stellen erhöht.

Ausbildungsmarkt bietet breite Möglichkeiten

Auch der Ausbildungsmarkt zeigt sich laut Agentur für Arbeit im Bezirk Rastatt-Karlsruhe weiterhin stabil. Rein rechnerisch waren die Chancen auf einen Ausbildungsplatz in diesem Jahr erneut überdurchschnittlich gut, da die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen deutlich höher war als die Anzahl an Bewerbern. Die Unternehmen meldeten 6.723 offene Stellen für Auszubildende. Während des Beratungsjahres ( 1. Oktober bis 30. September) suchten 5.548 junge Leute mit Hilfe der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt einen Ausbildungsplatz.

648 gemeldete Ausbildungsstellen blieben zum Ende des Ausbildungsjahres unbesetzt und damit 175 mehr als im Vorjahr. Als Gründe nennt die Bundesagentur zum einen die geringere Zahl an Schulabgängern als noch im Vorjahr, zum anderen erfüllten einige Bewerber nicht die notwendigen Voraussetzungen der Arbeitgeber. Als weitere Gründe nennt die Arbeitsagentur dass sich Jugendliche oft nur auf eine begrenzte Anzahl von Berufen konzentrieren und das beim ein oder anderen Beruf an den Rahmenbedingungen gearbeitet werden müsse, um dessen Attraktivität aus Sicht der Bewerber zu erhöhen.

"Vollbeschäftigung" in vielen Regionen im Land in Sicht

Nicht nur die Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt kann mit gesunkenen Arbeitslosenzahlen aufmachen. Der Trend vom goldenen Oktober auf dem Arbeitsmarkt lässt sich auch mit Blick auf den landesweiten Arbeitsmarkt erkennen. Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich in einer Pressemitteilung ihres Ressorts optimistisch, in weiten Teilen von Baden-Württemberg bald von einer Vollbeschäftigung reden zu können.

"Der Oktober hat sich am baden-württembergischen Arbeitsmarkt als ausgesprochen goldener Oktober erwiesen. Die Arbeitslosenzahlen sind auf den niedrigsten Stand seit Oktober 1991 gefallen", so die Minsterin. Die Prognosen der Arbeitsmarktforscher ließen auch für 2018 einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit und einen weiteren Beschäftigungsanstieg erwarten. Damit könne das Land weiter optimistisch in die Zukunft blicken.

Auch die derzeitige Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent stimmt die Ministerin zuversichtlich, bald in weiten Teilen des Landes eine Vollbeschäftigung zu haben. Die liegt für Arbeitsmarktforscher bei einer Arbeitslosenquote zwischen zwei und drei Prozent. Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit hätten vor allem junge Menschen unter 25 Jahren profitiert. "Mit einer Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent sei die Quote des Vorjahres (2,9 Prozent) noch einmal unterschritten worden, erklärt Hoffmeister-Kraut.

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Kommentare (35)
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  •   yokohama
    (3154 Beiträge)

    03.11.2017 14:31 Uhr
    Das arbeitslose Afd-Prekariat
    tritt gerne nach unten.

    Afd beliebteste Partei bei Arbeitslosen in Baden-Württemberg, 32 % Stimmenanteil:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article153514296/AfD-wandelt-sich-von-Professoren-zur-Prekariats-Partei.html
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  •   Mili
    (415 Beiträge)

    03.11.2017 12:16 Uhr
    Hast Du ne Endlosschleife
    in Deinem Output ?
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (594 Beiträge)

    03.11.2017 14:07 Uhr
    Ists ein schlecht prigrammierter social bot?
    Macht ganz den Eindruck.
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  •   fahrbahnteiler
    (254 Beiträge)

    03.11.2017 13:28 Uhr
    Analog
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere Netiquette und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Rundbau-Gespenst
    (9709 Beiträge)

    03.11.2017 05:55 Uhr
    glaube keiner Statistik,
    die Du nicht selbst geschönt hast!

    Wie viele der vermittelten Personen sind vollzeitbeschäftigt und/oder durch das zu erwartende Salär soweit gesattelt, dass für sie keine ALG II-Beibezahlung geleistet werden muß?

    Wie viele der aus der Statistik gefallenen Personen sind in eine Maßnahme zur Qualifikation Langzeitarbeitsloser o.ä., oder sind nun in Rente?

    Hier liegt der Hund begraben!
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  •   zahlenbeutler
    (1063 Beiträge)

    03.11.2017 10:15 Uhr
    Statisitik
    in der Arbeitslosenstatistik zählen als nicht arbeitslos, z.B. , alle über 58 Jahre, alle, die in irgendeiner Maßnahme sind, alle, die am Tag der Erhebung krank gemeldet waren, die ein 1-Job haben usw.
    Der ehemalige Wirtschaftsminister Clement ( SPD) hat mal zu Beginn von Hartz-IV gesagt, jeder, der etwas regelmäßig verdient, und sei es nur 1 € im Monat, ist nicht arbeitslos und gehört so nicht als arbeitslos gezählt
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  •   ka-lex
    (1519 Beiträge)

    02.11.2017 19:25 Uhr
    Die allmonatliche Publikumsverarsche
    "Lügen mit Zahlen"! traurig
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  •   yokohama
    (3154 Beiträge)

    02.11.2017 21:23 Uhr
    Wo sind sie denn
    die vermeintlichen Arbeitslosen? Ich kenne keinen.
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  •   Propagandahilfskraft
    (1099 Beiträge)

    04.11.2017 16:32 Uhr
    Wenn Du niemanden kennst ...
    ... dann kannst Du auch keine Arbeitslosen kennen. Sehr wahrscheinlich befindest Du Dich in einer Filterblase, in der sich nur wenige Menschen wohlfühlen. Die gefällt wohl nicht mal den Hartzern. Das sollte Dir schwer zu denken geben, denn immerhin ist im bundesdeutschen Schnitt etwa jede 5te Erwerbsperson ohne Erwerbseinkommen was dem klassischen Begriffs der Arbeitslosigkeit entspricht. Daten dazu gibt es vom statistischen Bundesamt (Destatis): Arbeitskräfteerhebung und dann noch in der Genesis-Datenbank.

    Und die Redaktion hat wieder mal geschlampt. Aus der registrierten Arbeitslosigkeit nach SGB-III wurde Menschen ohne Einkommen gemacht. Das sind zwei vollkommen verschiedene Dinge und die Menschen ohne Einkommen muss man sich aus den Daten von Destatis holen. 2016 waren rund 8½ Mio. von 45½ Erwerbspersonen (Destatis nennt diese Kernerwerbspersonen) ohne Erwerbseinkommen, also Arbeitslose. Quote 19%. Vollbeschäftigung sieht anders aus!
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  •   yokohama
    (3154 Beiträge)

    05.11.2017 01:31 Uhr
    In meinem
    Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis in Deutschland sind etwa 100 Personen im erwerbsfähigen Alter - d. h. Kinder, Senioren, Studenten und Azubis nicht einberechnet. Von der absoluten Mehrheit ist mir die aktuelle berufliche Tätigkeit bekannt, darunter ist niemand nach anerkannter Definition arbeitslos. Von zwei Personen weiß ich, dass sie Hausfrauen und Mütter ohne Einkommen an der Seite eines männlichen Alleinverdienenden sind, der Rest geht einem Beruf nach. In welchen seltsamen Kreisen Sie verkehren ist mir nicht bekannt.
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