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Karlsruhe Projekt "RegioMove" startet: KVV will Carsharing und Leihfahrräder integrieren

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) will sich im kommenden Jahre von einem klassischen Verkehrsverbund zu einem Mobilitätsverbund entwickeln. So sollen beispielsweise Carsharing und Leihfahrräder in das KVV-Angebot aufgenommen werden. Das teilt der Verkehrsverbund in einer Pressemitteilung mit.

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Am Freitag, 1. Dezember, fällt der offizielle Startschuss für das Projekt "RegioMove", mit einem Gesamtvolumen von rund 6,6 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fördert "RegioMove" mit rund 4,9 Millionen Euro. Ab Dezember stehen die ersten Schritte zur konkreten Umsetzung des Projekts auf der Agenda der beteiligten Partner.

Gemeinsame Plattform geplant

Im Rahmen von RegioMove sollen bestehende Mobilitätsangebote im KVV-Gebiet sowie im Gebiet der Technologieregion Karlsruhe (TRK) künftig miteinander vernetzt werden, teilt der KVV mit. Neben den Bus- und Bahnverbindungen sollen in den kommenden Jahren unter anderem Carsharing- und Leihfahrradanbieter in das System integriert werden. Es werde angestrebt, mehrere Mobilitätsanbieter auf einer gemeinsamen Plattform zusammenzuführen und so den gestiegenen Kundenbedürfnissen Rechnung zu tragen.

"Zur Stärkung der Mobilität in der Region sollen in den kommenden Jahren die unterschiedlichen Mobilitätsangebote an Knotenpunkten - sogenannten "Ports" - ausgebaut werden," so der KVV weiter. An diesen "Ports", die an ausgewählten Standorten der Region platziert werden, können Fahrgäste in Zukunft unkompliziert zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wählen und wechseln.

Standort- und Bedarfsanalyse im Verbundgebiet

In den kommenden Monaten wird es nach Angaben des KVV unter anderem darum gehen, eine umfangreiche Standort- und Bedarfsanalyse im Verbundgebiet durchzuführen. Als Ergebnis dieser Untersuchung sollen optimale Standorte für die "Ports" ermittelt werden. Zudem soll die IT-Struktur der erforderlichen Buchungs- und Planungsplattform entwickelt und ein umfassendes Konzept mit Blick auf die Themen Tarife und Verträge im Mobilitätsverbund erarbeitet werden.

"Das Mobilitätsangebot, das in naher Zukunft über "RegioMove" zur Verfügung stehen soll, stellt einen echten Mehrwert für unsere Fahrgäste im Verbundgebiet dar. Unterschiedliche Mobilitätsangebote können dann unkompliziert miteinander verknüpft werden - komfortabel aus einer Hand", so KVV-Geschäftsführer Alexander Pischon.

Informationen zu den Konsortialpartnern

Als Partner sind an der Umsetzung des Projekts "RegioMove" neben KVV und Regionalverband Mittlerer Oberrhein (RVMO) das KIT, die Hochschule Karlsruhe, das FZI Forschungszentrum Informatik, die raumobil GmbH, die PTV Group, die Init GmbH, Stadtmobil CarSharing, die Stadt Karlsruhe und der Landkreis Rastatt beteiligt. Das Projekt "RegioMove" wurde im Jahr 2015 als eines von insgesamt 21 Leuchtturmprojekten im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWin prämiert.

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Kommentare (2)
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  •   ktuag
    (1 Beiträge)

    01.12.2017 08:53 Uhr
    Service
    Das Ziel ist dann, dass auch auf anderen Gebieten (außerhalb von Bus und Bahn) der Service verschlechtert wird?!
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  •   dipfele
    (4240 Beiträge)

    01.12.2017 05:00 Uhr
    Jetzt fehlt nur noch.....
    ..... die Citymaut. Mit den Einnahmenkönnten dann die Fahrpreise gesenkt werden, als Anreiz CO2 und NOx einzusparen. Obendrein gäbe es weniger Hektik.
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