Karlsruhe Positive Quartalsbilanz: EnBW profitiert von Stillstand im Kraftwerk Philippsburg

Die EnBW ist nach eigenen Angaben gut in das neue Jahr gestartet: Im ersten Quartal 2018 erzielte die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit 21.425 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 6,3 Milliarden Euro und damit ein operatives Ergebnis von rund 687 Millionen Euro. Dies entspricht für das erste Quartal einem Plus von 33,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (513 Mio. Euro).

Die deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses in den ersten drei Monaten 2018 gegenüber dem Vorjahr ist wesentlich dem Effekt aus dem außerplanmäßigen Stillstand von Block 2 des Kraftwerks Philippsburg in 2017 geschuldet. Dieser hatte das Vorjahresquartal stark belastet. Das berichtet der Karlsruher Stromkonzern in einer Pressemeldung. Hinzu kommt die erstmals ganzjährige Vollkonsolidierung der VNG, die in 2017 erst ab dem 2. Quartal enthalten ist. Beides wird sich jedoch im weiteren Jahresverlauf relativieren. Bereinigt um temporäre Effekte läge das operative Ergebnis rund 2 Prozent über Vorjahr.

Finanzvorstand Thomas Kusterer: "Nach der Ergebniswende, die wir uns für das Jahr 2017 vorgenommen und auch geliefert haben, wollen wir diesen positiven Trend weiter fortsetzen. Bereits im ersten Quartal 2018 haben alle Geschäftsbereiche ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Daher bestätigen wir unsere Prognose für das laufende Geschäftsjahr, die von einem leicht ansteigenden operativen Ergebnis von zwischen 0 bis 5 Prozent über Vorjahr ausgeht."

EnBW arbeitet weiter am größten Offshore-Windparkprojekt

Das auf die Aktionäre der EnBW AG entfallende Konzernergebnis ging von rund 380 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf aktuell 138 Millionen Euro für das erste Quartal 2018 deutlich zurück. Dies ist wesentlich auf den Verkauf der Anteile des Offshore Windparks Hohe See im Vorjahr, sowie auf höhere Ergebnisse aus der Veräußerung von Wertpapieren zurückzuführen, die im Vorjahr zur Vorbereitung der Zahlung an den KFK-Fonds (Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs) realisiert wurden. Das Ergebnis je Aktie beträgt damit 0,51 Euro nach 1,41 Euro im Vorjahreszeitraum.

Die Investitionen des EnBW-Konzerns haben sich im ersten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahreswert verringert, da sich die Investitionen für den Bau des Offshore Windparks Hohe See in die Folgequartale verschoben haben. Der Bau des ersten EnBW Nordsee Windparks startete am 12. April mit der Installation der Fundamente. Im September soll mit dem Bau des benachbarten Windparks Albatros begonnen werden. Zusammen werden die beiden Parks dann das größte Offshore-Windparkprojekt in Deutschland sein, das aktuell gebaut wird.

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