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Karlsruhe Pilotprojekt in Karlsruhe: Land fördert autonom fahrende Busse

Das Verkehrsministerium fördert die Erprobung von automatisiert fahrenden Bussen mit insgesamt einer Million Euro anhand von Pilotprojekten. Teil dieser Projekte ist auch das Forschungszentrum für Informatik (FZI) Karlsruhe.

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"Automatisiertes Fahren ist eine Chance für den Busverkehr, weil Busse so flexibler und preisgünstiger fahren können. Dies wollen wir anhand von Pilotprojekten erproben, um die richtigen Rahmenbedingungen schaffen zu können", so Uwe Lahl, Amtschef und Ministerialdirektor im Verkehrsministerium anlässlich der Förderzusage über rund eine Million Euro.

Hintergrund ist die Digitalisierungsstrategie des Landes, in der dieses Thema Bestandteil ist. "Damit wollen wir die Zukunft des autonomen Fahrens auch im ÖPNV entwickeln und gestalteten", so der Ministerialdirektor weiter.

Das Projektkonsortium besteht aus den Städten Stuttgart und Ludwigsburg, der Stuttgarter Straßenbahn AG, dem Verband deutscher Verkehrsunternehmen, der e-mobil BW GmbH, dem Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen der Universität Stuttgart, dem Forschungszentrum für Informatik Karlsruhe, dem Testfeld autonomes Fahren Baden-Württemberg, der Daimler AG und der EvoBus GmbH.

Paket 1: Präsentationen, Erklärungen, Gespräche

Innerhalb von drei Jahren soll automatisierter Busverkehr anhand von drei Kernpaketen praxisnah erprobt werden. Bürger und künftige Fahrgäste sind dabei eingeladen, in den Dialog zu treten. Ihnen soll im Arbeitspaket 1 zum Beispiel mit Hilfe von Präsentationen, Erklärungen, Gesprächen in einem mobilen Schulungszentrum und mit einem echtem Testbus im Sinne einer Roadshow automatisierte Mobilität im ÖPNV erfahrbar und sichtbar gemacht und zur Diskussion gestellt werden.

Das Konsortium will die Nutzerinteressen besser kennen lernen, um künftige Angebote automatisierte Fahrzeuge im ÖPNV passgenau zu gestalten, etwa über Befragungen. Das Arbeitspaket 1 wird im Frühjahr 2018 auf seine Reise gehen.

Paket 2: Technik auf Herz und Nieren geprüft

Parallel dazu wird im Arbeitspaket 2 die Technik auf Herz und Nieren geprüft und erprobt. Ein Standardbus der SSB soll vollautomatisiert regelmäßige Arbeitsvorgänge im Betriebshof absolvieren, beispielsweise das Rangieren und die Fahrt durch die Waschstraße. Wichtig wird sein, wie die Technik auf unvorhergesehene Einflüsse, wie querende Personen, reagieren kann. Eine Übertragung auf alle größeren Busverkehrsbetriebe ist künftig denkbar.

Paket 3: Betrieb im öffentlichen Raum

Im 3. Arbeitspaket soll erstmals auf einer Zusatzbuslinie im öffentlichen Raum und im realen Fahrgastbetrieb ein erweitertes ÖPNV-Angebot für eine Testzeit im Gewerbegebiet westlich des Bahnhofs Ludwigsburg betrieben werden. So soll die Akzeptanz der Fahrgäste im Hinblick auf Fahrkomfort, Sicherheitsgefühl und Ticketpreise ermittelt und bewertet werden.

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Kommentare (4)
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  •   Leergutmafia
    (281 Beiträge)

    06.01.2018 03:02 Uhr
    Die haben doch alle den Schuß nicht gehört.
    Wenn wir alles nur noch digitalisieren und entmenschlichen, sind wir angreifbarer denn je.
    Hat jemand den Tatort gesehen, in dem ein Autonomes Kfz gehackt wurde?
    Wir sollten den Weg auf den Boden der Tatsachen wieder finden. Dieser Automatisierungshype schadet nur allen.
    Mensch soll Mensch bleiben! Mit all seinen Fehlern. Das macht ihn menschlich.
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  •   myopinions
    (826 Beiträge)

    05.01.2018 17:23 Uhr
    ...................wenn in diese Geisterbusse
    dann aber keiner einsteigt, wird sich das Problem der arbeitslosen Busfahrer ganz schnell erledigen!
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  •   Nachteule
    (442 Beiträge)

    05.01.2018 10:31 Uhr
    Tolle Sache !!!
    Und die arbeitslosen Busfahrer bezahlt dann das Arbeitsamt...
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (736 Beiträge)

    05.01.2018 18:26 Uhr
    Busfahrer ....
    Sehr verdächtig.
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