Karlsruhe Open Data für Karlsruhe: "Startup-Szene könnte beflügelt werden"

Die Kult-Fraktion zeigt sich erfreut, dass die Stadt Karlsruhe die Notwendigkeit von Open Data erkannt habe. Auf schriftliche Anfrage der Fraktion bestätigte jetzt Oberbürgermeister Frank Mentrup, dass das Thema Open Data in allen städtischen Ämtern systematisch angegangen werde, so eine Pressemeldung.

Zur besseren Koordination der neuen Aufgaben und Maßnahmen schuf die Verwaltung bereits im Februar eine Planstelle. Die Fraktion ist sich sicher, dass die Verfügbarkeit von Open Data die Karlsruher Gründerszene unterstütze und für das gerade beschlossene IT-Gründerzentrum eine sinnvolle Ergänzung darstelle.

Mit dem Smartphone die Müllabholung planen

Beispiele aus anderen Ländern und Kommunen würden zeigen, dass offene und frei zugängliche Daten eine lebendige Start-Up-Szene, wie sie in Karlsruhe existiere, beflügeln und den Wirtschaftsstandort stärken würde. "Die Daten, von denen wir hier reden, sind Allgemeingut, ohne persönlichen Bezug", betont Kult-Stadtrat Uwe Lancier von der Piraten-Partei. Die breite Verwendung offener Daten ermögliche einen höheren Informationsstand bei Bürgerinnen und Bürger, eine stärkere Beteiligung an städtischen Themen, sowie eine größere Akzeptanz von Regierungshandeln.

Lancier nennt Beispiele: etwa das Übertragen von Abholterminen der Abfalltonne in einen Kalender auf dem Smartphone oder zum Ausdrucken. Ein anderes Open-Data-Beispiel sind online verfügbare Bebauungspläne. Auch Unternehmen können diese städtischen Daten unentgeltlich nutzen.

Kult empfiehlt, schon in der städtischen Pilotphase erste Datensätze zu veröffentlichen. Durch ein derart transparentes Vorgehen werde die Bevölkerung früh in den Prozess miteinbezogen und die Stadt könne bei etwaigen Problemen nachjustieren.

Stadtrat Lancier ist überzeugt: "Frühes Feedback verbessert die Umsetzung und die Akzeptanz von Open Data." Open Data in der Stadtverwaltung sei an das baden-württembergische E-Government-Gesetz sowie an das Landesinformationsfreiheitsgesetz gebunden. Ein Aspekt dieser Gesetze betreffe die Bereitstellung städtischer Informationen. Daten aus der Verwaltung sollen in maschinenlesbarer Form so veröffentlicht werden, dass jeder darauf zugreifen und diese nutzen könne.
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