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Karlsruhe Neuer Name, neuer Laden: Karlsruhe strukturiert Marketing um

Karlsruhe stellt sich bei Marketing und Event neu auf: Die Stadtmarketing GmbH wird zum 1. Januar 2018 aufgelöst - die Aufgaben werden auf die Stadt Karlsruhe sowie die beiden städtischen Gesellschaften KTG und KEG verteilt. Das ist neu: Ein Marktingladen auf der Kaiserstraße und die "Karlsruhe Marketing und Event GmbH".

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Stadtmarketing ist ab 2018 Chefsache: Das strategische Marketing wird in Dezernat 1 bei Oberbürgermeister Frank Mentrup angegliedert. Unterstützt wird die Imagepflege der Fächerstadt zusätzlich von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe und den städtischen Firmen Karlsruhe Tourismus (KTG) GmbH sowie Karlsruhe Event (KEG) GmbH. Im Zuge der Umstrukturierung soll die KEG einen neuen Namen erhalten: Karlsruhe Marketing und Event (KME) GmbH. Alle Änderungen stehen am Dienstag, 21. November im Karlsruher Gemeinderat als Beschlussvorlage zur Abstimmung.

KEG wird KME

Das Ziel der Umstrukturierung: Das städtische Marketing soll schlanker und einheitlicher werden. Der Anlass: Zum 31. März dieses Jahres verließ Stadtmarketing-Chef Norbert Käthler das Unternehmen. Seitdem und bis zum 31. Dezember bilden Martin Wacker (Geschäftsführer KEG) und Klaus Hoffmann (Geschäftsführer KTG) die Interims-Doppelspitze. Im Juli entschieden sich Stadtverwaltung und Gemeinderat zur Umstrukturierung - aus drei städtischen Gesellschaften sollten künftig zwei werden.

Die Karlsruhe Event GmbH wird im Zuge der Umgestaltung einen Namenszusatz erhalten: Marketing. Hierfür muss der Gesellschaftsvertrag der KEG angepasst werden: Künftig wird die KEG als KME - Karlsruhe Marketing und Event GmbH - auftreten. Die gemeinderätliche Kommission der KEG wird aufgelöst - an ihre Stelle tritt ein Aufsichtsrat. Dieser ist laut städtische Unterlagen personenidentisch mit dem KTG-Aufsichtsrat, zusätzlich soll der Geschäftsführer des Stadtjugendausschuss (Mitgesellschafter bei der KEG) beratendes Aufsichtsratsmitglied werden. 

Bestandteil der neuen Marketingstrategie ist ein Ladengeschäft nach Vorbild des KA300-Ladens: Dieser soll als "Schaufenster Marketing" am Standort Kaiserstraße/Ecke Karlstraße eingerichtet werden. Die KTG wird sich künftig ebenfalls an diesem Standort finden. Sie soll von der Beiertheimer Allee umziehen.

Stadtmarketing wird aufgelöst

Betriebliche Kündigungen gibt es mit dem Umstrukturierungsprozess nicht. Alle Stadtmarketing-Mitarbeiter konnten ihren Aufgabenbereichen entsprechend auf die Stadt Karlsruhe, KEG und KTG verteilt werden. Die Stadtmarketing GmbH wird mit Ablauf des 31. Dezember aufgelöst. Alle Mitarbeiter treten zum 1. Januar 2018 ihre neuen Stellen bei KTG, KEG oder der Stadt Karlsruhe an.

Das Stadtmarketing ist noch Veranstalter der Weihnachtsstadt und Eiszeit 2017/2018, hat die Durchführung aber bereits auf die KEG übertragen. Zum 1. Januar wird die "Stadtmarketing Karlsruhe GmbH in Liquidation" die Abwicklung des Gesellschaftsvermögens und verbleibende Aufgaben unter Liquidator Klaus Hoffmann durchführen.

Die ausführlichen Gemeinderatsunterlagen gibt es auf der Homepage der Stadt Karlsruhe: https://web3.karlsruhe.de/Gemeinderat/ris/bi/to0040.php?__ksinr=4624

Aktualisierung, 21. November

Mit 38 Ja -Stimmen,und drei Enthaltungen stimmt der Gemeinderat mehrheitlich der aktuellen Beschlussvorlage zu.

ka-news-Hintergrund

Beschlossen wurde die Umstrukturierung im Juli 2017 - jetzt steht der konkrete Plan zur Umsetzung auf der Tagesordnung des Gemeinderats. "Grundsätzliche Ziele waren eine stärkere, schlüssigere, gesamtstädtische Marketingstrategie zu entwickeln, vor allem die Strukturen dafür zu schaffen, Synergieeffekte zwischen den Gesellschaften zu erarbeiten und auch die Zahl der Gesellschaften zu reduzieren", so Mentrup in der Gemeinderatssitzung im Juli. Zum 1. Januar sollen alle Aufgaben des Stadtmarketings auf die Stadt Karlsruhe sowie die KEG und KTG folgendermaßen verteilt sein:

KTG: Vermarktung Thema Kultur (2018 Kampagne "Kultur in Karlsruhe"geplant), Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (unter anderem Übernahme Social Media-Kanäle und Homepage)

KEG: Citymanagement und Kooperationsmarketing (Leiter Citymanagement: Sascha Binoth), Eiszeit und Weihnachtsstadt, Konzentration operatives Marketing

Stadt Karlsruhe: übernimmt Wissenschaftsbüro (Aufgaben: Wissenschaftsfestival Effekte, die Erstwohnsitzkampagne, das Famlab, Karlsruhe-digital oder die Wohnraumkampagne für Studenten). Dieses wird bei Wirtschaftsförderung angegliedert, untersteht Dezernat 4. Schaffung einer Koordinierungsstelle "Strategisches Marketing" mit Stabsstellenfunktion im Dezernat 1.

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Kommentare (11)
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  •   ramius
    (137 Beiträge)

    21.11.2017 15:05 Uhr
    So ein Quark
    Was ist dass denn für ein Quark?
    Man verteilt von 3 Gesellschaften nun auf KEG, KTG und tata als 3. auf die Stadt Karlsruhe. Wo ist da eine Verschlankung? Für wie blöde werde ich als Bürger da mal wieder verkauft?
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  •   betablocker
    (932 Beiträge)

    21.11.2017 10:00 Uhr
    Wenn in
    der Wirtschaft neu strukturiert oder umfirmiert oder aufgelöst und neugegründet wird steht meistens das Wasser bis zur Stirn und eine Anzahl von Gläubigern (nicht Gläubigen) vor der Tür...
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  •   mein-senf
    (870 Beiträge)

    21.11.2017 10:37 Uhr
    ja so ist das .... nuuur
    bei der Stadt kann sowas nicht passieren, wenn man Pleite ist holt man Nachschlag beim Bürger und schon passt es wieder.

    Was das SM anging wurde es Zeit, dass dem Unwesen von Herrn Käthler und dessen Entourage ein Ende gesetzt wurde .
    Ob das neue Konzept mit " Super Wacker " besser ist, wird sich zeigen , die Hoffnung stirbt, wie immer, zuletzt
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  •   andip
    (8303 Beiträge)

    21.11.2017 15:55 Uhr
    Aha
    Und wieso macht man das als eine GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung?
    Wenn die pleite gehen, gibt es das, was als Gesellschaftskapital vorhanden ist und nichts mehr.
    Auch nicht, wenn die Stadt einer der Gesellschafter ist.
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  •   mein-senf
    (870 Beiträge)

    21.11.2017 16:37 Uhr
    ja so ist das ,
    wenn das Stammkapital + die Forderungen die Verbindlichkeiten abdeckt, aber ab dem Zeitpunkt, ab dem die GmbH überschuldet ist , kommt man wegen Insolvenzverschleppung dran, es sei denn man legt Kapital nach. BWL 1. Klasse.
    Is also nix mit, machsch Gmbh, mit Haufen Verbindlichkeiten , nix Forderungen und haftesch du bloss mit Stammkapital.
    Das war ja auch schon fast so weit , und die Stadt hatte dann kräftig nachgelegt um dem Herrn
    " Geschäftsführer " die Haut zu retten, weils der das scheinbar nicht im Griff hatte...
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  •   karlsruher1955
    (896 Beiträge)

    21.11.2017 03:07 Uhr
    Zur Überschrift
    es werden Posten neu verteilt, neue geschaffen, Gelder verpulvert und ansonsten wird alles beim Alten bleiben. Mit was
    will sich der Herr OB denn noch alles selbst beschäftigen ?
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  •   JimmyBluebutton
    (680 Beiträge)

    20.11.2017 18:49 Uhr
    Und was macht diese TKKG dann so?
    Dem Artikel nach klingt das wie eine Verschmelzung zweier Konzerne, die gemeinsam ein einziges Ziel verfolgen.
    Welches dann wäre.., ähm..., hmmm..., ich meld mich dann nochmal.
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  •   kommentar4711
    (1483 Beiträge)

    20.11.2017 18:52 Uhr
    Antwort auf "Und was macht diese TKKG dann so?"
    Zumal: Wenn es denn die erste Umstrukturierung wäre. Aber wie oft hat man da in den letzten 5 Jahren Zuständigkeiten hin- und her geschoben? Mindestens im Jahrestakt, oder? Davon abgesehen: Ich mag Martin Wacker echt und er hat viel gutes für die Stadt getan. Aber übernimmt er sich nicht so langsam?
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  •   Shmuel_K
    (207 Beiträge)

    20.11.2017 18:55 Uhr
    Was heißt hier "so langsam"?
    ...
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  •   Shmuel_K
    (207 Beiträge)

    20.11.2017 18:23 Uhr
    Interessant
    "Dieser soll als "Schaufenster Marketing" am Standort Kaiserstraße/Ecke Karlstraße eingerichtet werden. "

    Da kommen nur 2 Läden in Frage. Der jetzige T-Punkt oder der gegenüberliegende S. Oliver.
    Bin mal gespannt, wer von den beiden das Feld räumen wird.
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