Karlsruhe/Mannheim Neue Anklage im Fall der Badenia-"Schrottimmobilien"

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen den ehemaligen Finanzvorstand der Deutsche Bausparkasse Badenia, Elmar A., Anklage erhoben.

Er muss sich vor der Wirtschaftskammer des Landgerichts Mannheim wegen des Verdachts auf Untreue in fünf besonders schweren Fällen verantworten.

Während seiner Tätigkeit als Finanzvorstand der Badenia, von 1993 bis 2001, soll die Badenia überteuerte Darlehen für überteuerte Wohnungen (siehe auch: "Schrottimmobilien: Erneutes Urteil gegen Badenia") gewährt haben. Der heute 62 Jahre alte Ex-Finanzvorstand soll diese festgesetzt haben. "Dadurch waren die von der Badenia vergebenen Darlehen nicht ausreichend gesichert", so die Staatsanwaltschaft in einer Pressmitteilung. Nachdem ein Großteil der Wohnungserwerber die Darlehensforderungen nicht mehr begleichen konnte, habe die Badenia Ausfälle in Höhe von knapp drei Millionen Euro verkraften müssen.

Daneben wird dem ehemaligen Finanzvorstand zur Last gelegt, im Zeitraum von Dezember 1999 bis Juli 2000 Unternehmen der Heinen & Biege Gruppe trotz Kenntnis von deren finanziellen Krise ungesicherte Darlehen in Form von sogenannten "Provisionsvorschusszahlungen" gewährt zu haben, die nach der Insolvenz dieser Unternehmen nicht mehr getilgt wurden. Hierdurch sei der Badenia ein weiterer Schaden in Höhe von  über 350.000 Euro entstanden.

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