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Karlsruhe Neubau an der Durlacher Allee: dm-Zentrale wächst, Rohbau bereits fertig

Keine zwei Jahre sind seit dem Spatenstich für die neue dm-Zentrale vergangen, da steht auch schon der Rohbau an der Durlacher Allee. Auf mehr als 40.000 Quadratmetern Fläche soll aus bisher sieben Standorten des Drogeriekonzerns ein einziger, großer werden. Angepeilter Umzug: Sommer 2019.

Es sieht alles etwas altbacken aus, wer vor der bisherigen dm-Zentrale an der Carl-Metz-Straße im Westen der Stadt steht, wird kaum daran denken, dass sich hier der größte Drogeriekonzern Europas versteckt. Das soll sich ändern. Ab dem Sommer 2019 werden aus den bisher sieben Büro-Standorten, die dm in Karlsruhe hat, ein einziger gemacht werden: Der Neubau an der Durlacher Allee ist schon weit fortgeschritten. Und die Dimensionen sind beeindruckend: Die neue Zentrale ist fast so groß wie das Karlsruher Schloss - fast 150 Meter misst das Gebäude in der Länge, 80 Meter in der Breite. 

dm-Zentrale Baustellenführung
Die Fassade ist fast so lang wie das Schloss. Hier entsteht vier Mal so viel Platz wie an der alten Zentrale. | Bild: Paul Needham

Kleine Verzögerung im Zeitplan nicht weiter schlimm

Auch wenn hier noch alles Baustelle ist, Vorsitzender der Geschäftsführung, Erich Harsch, kann sich schon gut vorstellen, wie es später mal alles aussehen soll. Nach dem Spatenstich im Sommer 2016 liegt das 120 Millionen Euro-Projekt bisher voll im Zeitplan. "Bis auf eine kleine Verzögerung wegen einer langen Starkregenphase liegen wir voll im Plan und es läuft alles sehr gut", sagt der dm-Chef im Gespräch mit ka-news bei einer Führung über die riesige Baustelle. 

Bei den Kosten für das Mammut-Projekt, die belaufen sich immerhin auf 120 Millionen Euro, die dm in den Standort Karlsruhe investiert, liegt ebenfalls alles im vorgegebenen Rahmen. "Wir haben sogar noch eine kleine Reserve, falls unerwartete Dinge aufkommen werden - insofern glaube ich, haben wir einen rühmlichen Unterschied zu manch anderen Großbaustellen in Karlsruhe!" 

Überraschungen auf dem Bauplatz

An der Durlacher Allee entstehen aber nicht nur moderne und helle Büroräume, sondern auch ein Parkhaus mit 800 Stellplätzen sowie eine Fahrradgarage für die Mitarbeiter. All das sind Vorgaben von der Stadt Karlsruhe. Damit will der Drogerieriese aber auch für seine Mitarbeiter attraktiv bleiben. 

dm-Zentrale Baustellenführung
Hier entsteht die Fahrradgarage und dahinter das große Parkhaus. Beides wird später begrünt. | Bild: Paul Needham

Wo sich nun viergeschossige Bürogebäude in Wabenstruktur emporrecken, war lange Zeit ein ungenutztes Gelände. Jedoch gab es beim Bau auch Hindernisse, mit denen nicht zu rechnen waren. Neben der Sondierung nach Blindgängern - glücklicherweise wurden keine entdeckt - fand sich hier ein pflanzliches Problem. "Wir haben eine seltene Pflanze hier gefunden, den Japanischen Staudenknöterich. Der liegt nun in sieben Metern Tiefe in einem Bergstollen, weil er hier großflächig entfernt werden musste. Denn er wird wie ein Ölunfall eingestuft", sagt Tobias Rößler, Projektverantwortlicher für den Neubau der dm-Zentrale, gegenüber ka-news.

dm-Zentrale Baustellenführung
Viele Innenhöfe für viel Licht. Die sind auch schon grün. | Bild: Paul Needham

Ab Sommer 2019 sollen hier also etwa 1.600 Mitarbeiter von dm ihre Büros finden - einige auch mit bestem Blick auf den Durlacher Turmberg. Nur in der unteren Etage kann man sich schon vorstellen, wie es später mal aussehen kann. Auch wenn der Bodenbelag noch fehlt, die Beleuchtung ist teilweise schon da, die Innenhöfe in den Waben sind bereits grün, Teile der mit recycelten Ziegeln verkleideten Außenwand sind schon fertig.

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Kommentare (3)
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  •   ruejo
    (127 Beiträge)

    01.05.2018 17:54 Uhr
    sogar noch kleine Reserven bei den Baukosten!
    Daran erkennt man den Unterschied bei Projekten der Privatwirtschaft und Projekten der öffentlichen Hand!
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  •   chris
    (666 Beiträge)

    01.05.2018 15:42 Uhr
    Japanischer Staudenknöterich ist kein echter Badener!
    https://de.wikipedia.org/wiki/Japanischer_Staudenkn%C3%B6terich

    Eigentlich eingeschlepptes Unkraut würde der Volksmund sagen. Nun ja, was es nicht alles gibt.
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  •   mueck
    (10737 Beiträge)

    02.05.2018 11:23 Uhr
    Deswegen
    die erwähnte Behandlung als "Ölunfall" und Verbringung unter die Erde, passt zum Kapitel Bekämpfung in der WP.
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