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Karlsruhe Nachfrage aus dem Ausland lässt nach: Bei Michelin in Karlsruhe werden Stellen abgebaut

Bei Michelin Reifenwerke in Karlsruhe werden Stellen gestrichen. Das bestätigt die Unternehmenskommunikation gegenüber ka-news. Die genaue Zahl der Entlassungen blieb offen, ein Insider berichtet gegenüber diesem Medium aber von rund 80 Mitarbeitern, die gehen müssen.

Beim Reifenhersteller "Michelin" in Karlsruhe gibt es personelle Umstrukturierungen. Das hat der Konzern gegenüber ka-news bestätigt. Zuvor hatte ein Insider der Redaktion von den Entlassungen berichtet. "Die Geschäftsführung der Michelin Reifenwerke in Karlsruhe hat gemeinsam mit den Sozialpartnern entschieden, die Reifenfertigung von einem 4-Schicht-System in ein 3-Schicht-System umzustrukturieren", heißt es nun von offizieller Seite.

"Diese Maßnahme dient der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und orientiert sich gleichzeitig an den veränderten Märkte", so die Stellungnahme weiter. In Karlsruhe würden vor allem Reifen gefertigt, die für den Export vorgesehen sind. Hier sei die Nachfrage zunehmend gesunken. Mit der Umstrukturierung solle die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb des Konzerns gesteigert werden.

Bis zu 80 Mitarbeiter sollen betroffen sein

Zu dieser Steigerung gehört laut der Sprecherin auch die "Anpassung von Arbeitsstellen". Das würde vor allem Leiharbeiter betreffen, die freigesetzt werden. "Zu inhaltlichen Details der Maßnahme und zu Geschäftszahlen nehmen wir keine Stellung", heißt es abschließend.

Der ka-Reporter, der anonym bleiben möchte, scheint aber Details zu kennen: Er spricht davon, dass bis zu 80 Mitarbeiter entlassen werden. "Es geht auch um viele Leiharbeiter, die schon Jahre für Michelin gearbeitet haben", berichtet er weiter.

Auch Konkurrenz ist von veränderter Nachfrage betroffen

Der Stellenabbau bei Michelin erinnert an eine ähnliche Situation beim Konkurrenten Goodyear. Ende 2016 wurde bekannt, dass das Werk in Philippsburg geschlossen wird. Auch hier wurde als Begründung eine veränderte Nachfrage angegeben. Dort haben rund 890 Mitarbeiter ihren Job verloren.

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  •   freigeist
    (469 Beiträge)

    01.11.2018 16:28 Uhr
    "Anpassung von Arbeitsstellen"
    da geht es wohl mehr um Gewinnmaximierung.Immer wieder erstaunlich welche Worte so ein Management für den Rauswurf von Mitarbeitern erfindet.
    Vor vielen Jahren hat man schon einmal jede Menge an Mitarbeitern billig entsorgt,man hat ihnen die Wahl gelassen,entweder gehen oder in die ach so schnell gegründete Zeitarbeitsfirma ProServe zu wechseln,natürlich für einiges weniger an Gehalt.Und wie es der Zufall will,auch noch auf dem eigenen Gelände,oh die Firma gehört ja Michelin.
    Man läßt leute,dort meist in der Logstik in Schichten arbeiten und bezahlt mal gerade knapp über Mindestlohn.Und jetzt scheint das auch schon Zuviel zu sein.Schöne neue Arbeitswelt.
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  •   glaubnetalles
    (174 Beiträge)

    06.11.2018 09:31 Uhr
    Ach
    ja, der böse Unternehmer, oder der böse Kapitalist! Beide sind nicht per se böse! Böse sind die Menschen die die Regeln zu lassen.
    Ich bin kein Freund dieses Systems. Sorge bereitet vor allem wie weit wird die Demokratie von großen Kapitalgesellschaften beeinflusst. Wie weit wird ein sozialer Ausgleich in einer arbeitsteiligen Welt geschaffen.
    Die Unternehmen müssen nun mal dafür sorgen, dass ein Mehrwert geschaffen wird, sonst sind sie irgendwann nix mehr wert.
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  •   Kiwi
    (178 Beiträge)

    25.10.2018 19:12 Uhr
    Michelin-Männchen
    Das Michelin-Männchen grüßt recht freundlich wenn ich das so mache habe ich ruck--zuck ein Verfahren am Bein
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  •   Lucky
    (1 Beiträge)

    20.10.2018 08:01 Uhr
    Kann man
    Ja da kann man nix machen ich finde Leiharbeit gehört weg ein guter bekannter macht das gerade durch er hat gestern dann mal erfahren daß er bei Michelin nicht mehr gebraucht wird und soll wohl an eine andere Stelle und er war auch schon fast 4 Jahre dabei aber so ist das und die 18 Monate das ist wohl der größte Mist da passiert nix wie man sieht bei ihm war eine September vorbei
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  •   sodbrenner59
    (138 Beiträge)

    15.11.2018 18:18 Uhr
    Alter Falter..
    ...gibt es bei Dir auch PUNKT und Komma??? Da bekommt man ja Augenkrebs!!!
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  •   Brownie
    (920 Beiträge)

    01.11.2018 19:18 Uhr
    Diese moderne Skalvenhaltung vulgo Leiharbeit
    haben wir der rot-grünen Schröder-Fischer Regierung zu verdanken. Und ist in diesen strammen Parteikadern ein Umdenken in Sicht? Im Gegenteil, die Gesellschaft soll und wird mit zusätzlichen Billigarbeitskräften geflutet werden.
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  •   glaubnetalles
    (174 Beiträge)

    19.10.2018 13:29 Uhr
    Wenn man
    die deutsche Autoindustrie so niedermacht wie gegenwärtig kommt das dabei raus.
    Oder glaubt jemand das ganze Autobashing wirkt sich nicht auf die Gesamtwirtschaft aus?
    Das gleich gilt für das überzogene EEG und Ausstieg aus konventioneller Energieversorgung!
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  •   andip
    (9155 Beiträge)

    19.10.2018 15:32 Uhr
    ??
    Was hat der Export von Reifen ins Ausland mit der deutschen Autoindustrie zu tun?
    Oder gar die Art der Energieversorgung?
    Doch wohl überhaupt nichts.
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  •   Freigeist1
    (663 Beiträge)

    22.10.2018 17:18 Uhr
    Die dt. Autoindustrie hat sich durch viele konsequente
    Entscheidungen in die falsche Richtung (schwerere, schnellere, klobigere Pkws und SUVs; alte Antriebe; kreative Dieselabgasreinigung) selbst in eine schwierige Wettbewerbssituation gebracht. Konservative Politiker leisten und leisteten Beihilfe. Gut gemeint (für die Anteilseigner der Autokonzerne; gegen die Umwelt) - war auch hier genau falsch. Viele Menschen erkennen, wer seit Jahren Weitsicht bewiesen hat, aber zum Schaden aller nicht gehört wurde - und wählen GRÜN. Die Leute lassen sich eben eher ungern dauerhaft veräppeln.
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  •   glaubnetalles
    (174 Beiträge)

    30.10.2018 10:25 Uhr
    Und
    Du weißt was die richtige Richtung ist?
    Typisch Grüne Bevormundung! Überlass das den Menschen wie sie sich entscheiden bzw. was sie brauchen.
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