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Stutensee Nach Bürgerentscheid: Entsteht in Stutensee trotzdem neuer Wohnraum?

Der Lachwald in Stutensee wird nicht für ein neues Wohngebiet abgeholzt. Das haben die Bürger im Februar entschieden. Doch jetzt bleibt eine Frage: Wird in Stutensee möglicherweise an einer anderen Stelle für Wohnraum gebaut?

Insgesamt 7.267 Bürger hatten am 18. Februar mit "Ja" gegen eine Bebauung des Lachwald-Gebietes in Stutensee-Büchig gestimmt. 2.733 Bürger stimmten mit "Nein". Das Ergebnis war eindeutig, das neue Wohngebiet für bis zu 600 Bürger im Lachwald Vergangenheit.

Über einen Monat später stellt sich nun vor allem eine Frage: Ist in Stutensee an anderer Stelle geplant, Wohnraum zu schaffen? Die Antwort ist im Großen und Ganzen simple: Ja, bestätigt Lukas Lang von der Stadt Stutensee gegenüber ka-news: Der Gemeinderat habe 2017 beschlossen, eine kommunale Wohnraumsteuerung anzustreben. "Dieser Beschluss hat nach wie vor Bestand und dessen Realisierung wird derzeit auch weiterverfolgt", erklärt Lang.

Was sind die Alternativen?

In welcher Form sich die weitere Entwicklung abzeichne, werde sich in den kommenden Monaten ergeben. Dabei spielen laut Lang vor allem die Anregungen der Bürger, aber auch die Gespräche mit dem Regional- und Nachbarschaftsverband sowie die Beratungen des Gemeinderats eine große Rolle.

Doch wo wären in Stutensee geeignete Flächen vorhanden? "Für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans 2030 sind in allen Stadtteilen weitere mögliche Flächen, die für eine Wohnbebauung in Frage kommen, berücksichtigt", heißt es gegenüber ka-news weiter. Allerdings seien diese möglichen Flächen größtenteils in privater Hand, weswegen eine ähnliche Bebauung wie im Lachwald unter Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft allein schon aufgrund der Eigentumsverhältnisse, nicht zu realisieren sein wird.

In der vergangenen Sitzung des Gemeinderats äußerte sich Baubürgermeister Sylvia Tröger aber zu einem entscheidenden Punkt in dieser Sache: Sie erklärte, dass die Verwaltung vorschlägt, über die Fläche "Lachwald II" hinaus die gesamte Flächenkulisse im Stadtteil Blankenloch mit Büchig aus dem Verfahren zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans herausgenommen wird.

Ehemaliges "Lehmann-Areal" wird bebaut

Genauere Informationen zu alternativen Flächen gab die Stadt Stutensee gegenüber ka-news nicht bekannt. Aber eines ist bereits jetzt schon sicher: An einer konkreten Stelle in Stutensee sind die Arbeiten für neuen Wohnraum und für eine nachhaltige Innenentwicklung bereits in vollem Gange. Im Stadtteil Blankenloch laufen seit einigen Wochen die Abbrucharbeiten auf dem ehemaligen Gelände des Autohauses "Lehmann".

"Auf dem zirka 6.200 Quadratmeter großen Areal entstehen zwei Mehrfamilienhäuser mit zirka 25 Wohneinheiten sowie 12 Reihenhäuser," informiert die Stadt in einer entsprechenden Bericht an die Presse. Das neue Wohngebiet soll laut Stadt durch ein barrierefreies Fußwegenetz insbesondere den Bedürfnissen von Senioren und Familien mit Kindern gerecht werden. Geplant sei, die dortigen Bauarbeiten Ende 2019 abzuschließen.

Baustelle Blankenloch - ehemaliges "Lehmann"-Gelände
Auf der Fläche des ehemaligen Autohauses "Lehmann" entstehen in Kürze Wohnquartiere in Zusammenarbeit mit einem Investor. Derzeit laufen noch die Abbrucharbeiten der Bestandsbauten. | Bild: Stadt Stutensee

Aber: Dieser Bauplan steht in keinem Verhältnis zu den ursprünglichen Aussichten im Lachwald. Dort sollte bekanntlich Wohnraum für bis zu 600 Einwohner entstehen. Einen weiteren Wermutstropfen neben dem "Lehmann"-Gelände gibt es aber: Auch auf dem "Neise-Areal" in Blankenloch soll bezahlbarer Wohnraum mit Hilfe eines Investorenkonzepts entstehen. Insgesamt sollen dort 150 Wohneinheiten in drei- bis viergeschossigen Gebäuden ausgewiesen werden.

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  •   Kruppstahl
    (1031 Beiträge)

    25.03.2018 15:12 Uhr
    Die stutenseer Rathäusler haben nichts gelernt.
    Ist man vor dem Bürgerentscheid mit den Einwohnern umgegangen wie mit einer lästigen Plage, setzt sich die Überheblichkeit auch nach der Wahlklatsche fort.
    Beim Neise Areal hat man einfach das Geländer der ev. Kirchengemeinde mitverplant. Dieses steht weder zum Verkauf, noch gehört es der Stadt. Frau Tröger hat sich mit ihrem Verhalten wieder einmal besonders hervorgetan.
    Frau Tröger, bitte treten Sie endlich zurück!
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  •   Kruppstahl
    (1031 Beiträge)

    25.03.2018 15:13 Uhr
    Nicht das Geländer, sondern das Gelände...
    grinsen
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