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Karlsruhe Masterplan Grünwinkel: Gewerbegebiet soll schöner werden

Das Gewerbegebiet am Westbahnhof Grünwinkel soll attraktiver werden - nicht nur optisch, sondern auch wirtschaftlich. Die Idee: Zusammen mit den Unternehmen soll ein nachhaltiger und innovativer "Masterplan" entwickelt werden, der in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden soll. Bei einem Pressetermin erklärten die Verantwortlichen, welche Pläne sie für das Gewerbequartier haben.

150 Unternehmen auf rund 78 Hektar: Im Westen der Fächerstadt befindet sich das Gewerbegebiet am Westbahnhof Grünwinkel. Dort soll sich in den kommenden Jahres einiges ändern: Ressourcenoptimiertes Gewerbeflächenmanagement durch Kooperation im Gewerbequartier Grünwinkel (REGEKO) - das ist der Name eines Projekts, welches das Gewerbegebiet verschönern soll.

Fast 200.000 Euro Fördermittel für Projekt

Die Wirtschaftsförderung, das Stadtbauamt und die Karlsruher Fächer GmbH haben sich in dieser Kooperation zusammengeschlossen. Das Ziel der Kooperation ist es, einen "Masterplan" für das Gewerbegebiet zu entwickeln.

Dafür hat die Kooperation die finanziellen Mittel beim Land und dem Forschungsprogramm ExWoSt-Forschungsprogramm "Nachhaltige Weiterentwicklung von Gewerbegebieten" des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung beantragt. Mit Erfolg: Für die Erstellung des Masterplans wurden bereits rund 40.000 Euro zugesichert, die Zuwendung für die einzelnen Maßnahmen liegt zwischen 100.000 und 150.000 Euro. Bis Ende 2016 trägt das Land die entstehenden Kosten, im Anschluss übernimmt das Bundesinstitut die Finanzierung.

"Grünwinkel kann Vorbild für Gewerbegebiete werden"

Die entscheidende Frage lautet: Was brauchen die Menschen im Gewerbegebiet Grünwinkel? Mit dieser Frage setzt sich Barbara Rettenmaier von der Karlsruher Fächer GmbH auseinander. Sie hat bereits an der Optimierung des "Alten Schlachthofs" mitgewirkt und soll auch nach Grünwinkel frischen Wind bringen. "Es soll dort auch Spaß machen zu arbeiten", erklärt die Prokuristin beim Pressetermin.

ReGeKo
OB Frank Mentrup und Frau Anke Karmann-Woessner, Leiterin Stadtplanungsamt Karlsruhe | Bild: ka-news

Deswegen sei die Kommunikation mit den Firmen so von entscheidender Bedeutung. Diese wüssten, ob beispielsweise ein Kindergarten auf dem Gelände benötigt wird oder nicht. Ein weiteres Ziel der Kooperation: Leer stehende Gebäude sollen künftig wieder genutzt und aufgewertet werden. Eine Flächen- und Ressourcenanalyse soll dabei helfen, Ressourcen einzusparen und Flächen optimal zu nutzen.

Doch es soll nicht nur bauliche Verbesserungen geben: Auch die im Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen sollen sich vernetzen, damit Synergien entstehen können. "Lernt man sich dann kennen, macht man schnell Geschäfte zusammen", so Veronika Wolf, Geschäftsführerin der Zero Emission GmbH. Das ermögliche kurze Transportwege und stärke die Identifikation mit dem Gelände. "Ob die Unternehmen sich weiterentwickeln möchten, wird das Projekt zeigen", sagt Michael Kaiser, Direktor der Wirtschaftsförderung. Laut den Initiatoren haben sich für die Auftaktveranstaltung bereits ein Drittel der Unternehmen angemeldet.

Wie die einzelnen Maßnahmen für das Gewerbequartier Grünwinkel konkret aussehen sollen, steht bislang noch nicht fest. Ende des Jahres soll der fertige Masterplan vorgestellt werden. Bis dahin wollen Stadt, die Fächer GmbH und die Wirtschaftsförderung zusammen mit den teilnehmenden Unternehmen Maßnahmen erstellen, die das Arbeiten auf dem Gelände attraktiver machen sollen. Oberbürgermeister Frank Mentrup ist am Dienstag guter Dinge: Das Gewerbegebiet Grünwinkel könnte Vorbild für weitere Gewerbeflächen in Karlsruhe sein.

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Kommentare (2)
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  •   hajmo
    (4133 Beiträge)

    06.04.2016 17:33 Uhr
    150 Unternehmen auf rund 78 Quadratmetern:
    Da kann es sich ja wohl nur um Briefkastenfirmen handeln.
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  •   redaktion
    (1062 Beiträge)

    06.04.2016 19:39 Uhr
    @hajmo
    Ja, wäre schon etwas eng. Danke für den Hinweis!
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