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Karlsruhe L'Oréal will umziehen: Wird der Wirtschaftsstandort Karlsruhe geschwächt?

Mit der angekündigten Abwanderung des Logistikzentrums der Firma L`Oréal aus Karlsruhe verliert die Stadt neben einem großen Gewerbesteuerzahler einen renommierten Arbeitsplatz im Oberzentrum. Das befürchtet die CDU-Fraktion.

Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion Karlsruhe, Tilman Pfannkuch, ist der Auffassung, dass der Wegzug des Logistikzentrums aus Karlsruhe nicht ohne Folgen für die Stadtpolitik bleiben darf. "Wenn eine große Firma einen Teil ihres Unternehmens verlagert ist dies nicht das Ende der wirtschaftlichen Entwicklung Karlsruhes. Der Stadtpolitik muss aber durch einen solchen Vorgang klar werden, dass nicht jeder Wegzug eines Unternehmens durch den Zuzug anderer und kleinerer Unternehmen ausgeglichen werden kann. Dabei geht es nicht nur um die Zahl und Qualität der Arbeitsplätze, sondern auch um mögliche Gewerbesteuereinnahmen."

Die CDU-Fraktion ist daher der Ansicht, dass sich die Stadtpolitik in den kommenden Jahren verstärkt dem Thema der wirtschaftlichen Entwicklung Karlsruhes auseinandersetzen muss. Diese Entwicklung der Stadt Karlsruhe entscheidet sich aus Sicht der CDU-Fraktion nicht allein durch die Ausweisung adäquater Gewerbeflächen, allerdings ist diese auch nicht zu vernachlässigen und in einen guten Mix der Wirtschaftsförderungsstrategie einzubetten.

Thorsten Ehlgötz, der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, fordert die Stadtverwaltung auf sich für einen Erhalt des Stammsitzes des Konzerns in Karlsruhe einzusetzen. "Ich bedauere den geplanten Wegzug des Logistikzentrums von L'Oréal in Karlsruhe-Hagsfeld. Wir erwarten von der Verwaltungsspitze, dass unverzüglich Verhandlungen über den Erhalt der Hertz-Straße geführt werden. Auch wünsche ich mir, dass im Zuge der Standortverlagerung alle Arbeitsplätze des Logistikzentrums auch am neuen Standort erhalten bleiben."

Aus Sicht der CDU-Fraktion ergibt sich daher die Notwendigkeit den Wirtschaftsstandort Karlsruhe, gerade wegen der Sparanstrengungen beim städtischen Haushalt in den kommenden Jahre, zu sichern und auszubauen. Deutlich zeigt sich wieder der erhebliche Mangel an geeigneten Gewerbegrundstücken in Karlsruhe.

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Kommentare (12)
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  •   malerdoerfler
    (6056 Beiträge)

    20.12.2016 16:22 Uhr
    Also der Aufschrei
    hält sich aber echt in Grenzen hier.
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  •   todi01
    (1152 Beiträge)

    16.12.2016 17:52 Uhr
    Naaa
    War doch nicht so clever, den Gewerbesteuerhebesatz zu erhöhen. Bravo! Ich finde es völlig richtig, dass solche Fehlentscheidungen auch zu Konsequenzen führen.
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  •   malerdoerfler
    (6056 Beiträge)

    16.12.2016 23:54 Uhr
    Dann werden jetzt doch sicher
    auch einige Wohnungen frei, oder?
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  •   freigeist
    (610 Beiträge)

    16.12.2016 16:56 Uhr
    wurde nicht gerade
    ein neues Hochregallager in der Hertz-Str gebaut
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  •   Nacional
    (541 Beiträge)

    16.12.2016 15:09 Uhr
    zuviel Pressluft inhaliert
    Thorsten Ehlgötz+Tilman Pfannkuch CDU-Fraktion....,
    die Experten für weitere ungenutzte und die Landschaft verschandelnde 350 m Logistik-Hallen in Hagsfeld.
    Ihre Namen reichen einem schon, mehr braucht man zu diesen "Experten" doch gar nicht schreiben....
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  • unbekannt
    (3017 Beiträge)

    16.12.2016 14:44 Uhr
    wenn die wirklich
    "nur" nach Muggensturm / Rastatt umziehen, dann ists sicherlich nicht die Verkehrsanbindung als Hauptgrund. Schilda schiesst sich mal wieder mit seinem absurd hohen Gewerbesteuerhebesatz selbst ab. Über 5 Jahre gerechnet, rentiert sich alleine das in jedem Falle mit dem Umzug. Was sonst noch an Bonbons lockt, steht auf einem anderen Blatt. Karlsruhe ...viel vor und absolut nichts dahinter
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  •   silberahorn
    (10434 Beiträge)

    16.12.2016 15:23 Uhr
    Woran man erkennen könnte,
    wer die Möglichkeit zu solchen Einsparungen hat. Die Gewerbesteuer zu erhöhen, das war auch nicht gerade das, was ich sinnvoll fand. Aber auf der anderen Seite sieht man dadurch auch ganz gut, wer sich gebunden und etwas verantwortlich für die Stadt fühlt. Muggensturm ist für die Arbeitnehmer eher kein Problem, weil die Anbindung zum neuen Arbeitsplatz gut ist.
    Es mag auch noch andere Gründe geben dorthin zu gehen. Vor allem: Ist ein Logistikzentrum denn der Stammsitz? Sitzt der nicht in der Nordstadt? Aha, das steht doch auch, dass man sich um den "Erhalt der Hertz-Straße" bemühen sollte. War das schon ein Thema?

    Irgendwie scheint man da wieder eine Mixtur vorzunehmen, damit CDU vorne dran stehen kann.
    Aber umgekehrt machen das die anderen Parteien auch mal gerne und der Wähler hinkt meistens nach, wenn es darum geht die Zusammenhänge zu sehen.
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    16.12.2016 14:39 Uhr
    Vermutlich
    will man nach Frankreich oder gar irgendwo in den Osten übersiedeln um das Tierschutzgesetz zu umgehen. Das ist kein Verlust.
    Wieviel Leute arbeiten schon in einem Hochregallager? Die bringen wir auch anderswo unter. Und Dank der boomenden Kreativwirtschaft, Start Ups und IT fliessen weiter Trilliarden an Gewerbesteuer in die Stadtkasse.
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  •   fuzzynervzwerg
    (1148 Beiträge)

    16.12.2016 14:05 Uhr
    Naja,
    wenn es sich, wie im ersten Satz steht, nur um einen einzigen Arbeitsplatz handelt, wird Karlsruhe das gerade noch verkraften können. grinsen
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  •   Crackerjack
    (1418 Beiträge)

    16.12.2016 17:32 Uhr
    Aufpassen
    Humor ist hier ein Schimpfwort.
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