Karlsruhe Kundgebung in Karlsruhe: Warnstreiks in der privaten Energiewirtschaft

Am Montag ruft die Gewerkschaft Verdi tausende Arbeitnehmer in der privaten Energiewirtschaft zum Warnstreif auf. Bei der EnBW in Karlsruhe soll es eine landesweite Kundgebung geben.

Verdi erwartet nach eigenen Angaben mindestens 5.000 Streikende, die zu einer zentralen Kundgebung nach Karlsruhe zur EnBW mit rund 80 Bussen anreisen werden. Die Kundgebung soll um 11 Uhr vor der EnBW-Zentrale in der Durlacher Allee beginnen. Dort werden dann am Nachmittag die Verhandlungen in dritter Runde fortgesetzt.

Verdi fordert 5,9 Prozent mehr Geld für die rund 17.000 Beschäftigten in der privaten Energiewirtschaft bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 80 Euro pro Monat steigen. In der zweiten Verhandlungsrunde am 15. Januar haben die Arbeitgeber zwischen dem 1.1.2018 und 31.3.2019 2,3 Prozent angeboten, was laut Verdi auf das Jahr bezogen 1,9 Prozent entspräche. Außerdem zwischen dem 1.4. und 31.12.2019 eine weitere Anhebung um 1,5 Prozent.

Für Verdi-Verhandlungsführer Stefan Hamm kommt dieses Angebot einer Provokation gleich. Es decke gerade mal die Inflationsrate, so Hamm. "Die Beschäftigten werden sich so billig nicht abspeisen lassen." Ein erster Warnstreik soll den Arbeitgebern deshalb verdeutlichen, dass die Beschäftigten hinter den Forderungen stehen. Betroffen sind neben dem EnBW Konzern rund zwanzig weitere Unternehmen mit insgesamt etwa 17.000 Beschäftigten.

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