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München/Berlin Klimaschützer gegen Siemenstechnik für Bergwerk

Siemens steht wegen einer geplanten Lieferung für ein Kohlebergwerk in Australien in der Kritik. Heute protestieren in München Klimaaktivisten dagegen und in Berlin will Konzernchef Kaeser darüber mit Aktivisten von Fridays for Future sprechen. Lenkt er ein?

Das Ringen um die umstrittene Lieferung einer Siemens-Signalanlage für ein Kohlebergwerk in Australien geht in die Schlussrunde.

Heute demonstriert die Klimaschutzbewegung Fridays for Future vor Büros des Unternehmens in mehreren deutschen Städten - unter anderem ab 12 Uhr vor der Konzernzentrale in München. Zudem treffen sich Siemens-Chef Joe Kaeser und Luisa Neubauer, Aktivistin bei Fridays for Future. Der Konzern hatte am Donnerstag eine Einladung an die Klimaaktivistin bestätigt.

Hintergrund der Debatte ist ein Auftrag zur Lieferung einer Zugsignalanlage für eine geplante riesige Kohlemine in Australien, den Siemens erhalten hat. Klimaschützer fordern von Siemens, auf das Geschäft zu verzichten. Nach Protesten hatte Konzernchef Kaeser Mitte Dezember angekündigt, den Auftrag auf den Prüfstand zu stellen. Die Entscheidung könnte noch in dieser Woche fallen, wie aus dem Unternehmensumfeld zu hören ist. Kreisen zufolge hat das Geschäft ein Volumen von rund 20 Millionen Euro.

Neubauer sagte der «Augsburger Allgemeinen» (Freitag), dass Siemens Klimaneutralität anstrebe und zugleich das in Australien geplante Großprojekt mit Technik ausrüsten wolle, sei ein eklatanter Widerspruch, der durch nichts zu rechtfertigen sei: "Als Konzern, der verstanden hat - oder vorgibt, zu verstehen, was die menschengemachte Klimakrise bedeutet - ist es nicht zu rechtfertigen, an einem Projekt wie der Adani-Mine festzuhalten."

Von Siemens hieß es zu dem für Freitag geplanten Gespräch: "Wir nehmen das Thema sehr ernst und nehmen uns die notwendige Zeit, unterschiedliche Perspektiven zu hören und zu diskutieren."

Nick Heubeck von Fridays for Future bewertete das Gesprächsangebot des Konzerns und die Chancen, etwas zu bewirken, positiv. "Wir haben so einen massiven Druck in Deutschland und Australien, dass ich mir bei einem Volumen von 20 Millionen Euro gut vorstellen kann, dass Siemens die in unseren Augen vernünftige Entscheidung trifft."

Der indische Industriekonzern Adani will in Australien eines der größten Kohlebergwerke der Welt aufbauen, das aus fünf Untertageminen und sechs Tagebaustätten bis zu 60 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr fördern soll. Das Projekt wird von Umweltschützern seit Jahren bekämpft.

In Deutschland sind für Freitag laut Heubeck rund 30 Aktionen von Fridays for Future geplant, die allerdings nicht alle einen direkten Bezug zu Siemens haben. Vor Büros des Konzerns soll es ihm zufolge am Freitag unter anderem in München, Erlangen, Augsburg, Erfurt, Konstanz, Kassel, Mannheim und Dortmund Aktionen geben.

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Kommentare (11)
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  •   kritiker_2014
    (363 Beiträge)

    11.01.2020 13:27 Uhr
    Das
    +++Posting wurde gesperrt+++
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  •   kritiker_2014
    (363 Beiträge)

    10.01.2020 23:21 Uhr
    Die ist
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   schlaule2
    (84 Beiträge)

    10.01.2020 16:00 Uhr
    Nicht liefern die Signalanlage
    Zugstrecke abbauen und 1000LKW einsetzen, fertig...das funktioniert dann wenigstens.
    Die sind bestimmt froh keine deutsche Signalanlage haben zu müssen. Tut bei uns ja auch häufig nicht.
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  •   Micha
    (40 Beiträge)

    10.01.2020 12:40 Uhr
    Das geht Deutschland nix an.
    Wenn die Australier eine Bergwerk wollen, dann liefern wir Ihnen die nötigen Produkte. Machen wir das nicht kommt eine andere Firma und macht das Geschäft. Wer sind wir, daß wir Australien vorschreiben wollen, auf welche Energieform sie zu setzen haben.
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  •   Avatar
    (301 Beiträge)

    10.01.2020 15:47 Uhr
    Ja genauso
    wie wir überall hin Kriegswaffen liefern. Ist doch egal, Hauptsache die Kasse stimmt.
    Was juckt es uns schon wieviele Menschen damit ermordet werden.
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  •   mueck
    (11228 Beiträge)

    10.01.2020 15:40 Uhr
    Das geh Australien nix an
    wenn wir diese Firma dran erinnern, was sie als Grundsatz beschlossen hat (Klimaneutralität anstreben) und wie man diesen Beschluss NICHT umsetzen sollte ...
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  •   Ullermann
    (119 Beiträge)

    10.01.2020 12:12 Uhr
    Das nicht von heute auf morgen ...
    ... auf Klimaneutral umgestellt werden kann kapieren diese Klimaschützer wohl nicht.
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  •   kritiker_2014
    (363 Beiträge)

    10.01.2020 15:01 Uhr
    Woher auch,
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   schmidmi
    (2161 Beiträge)

    10.01.2020 17:51 Uhr
    Da ist der Chef von Siemens
    wohl etwas schlauer als so manche hiesigen Kommentatoren....
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  •   Avatar
    (301 Beiträge)

    10.01.2020 15:48 Uhr
    Wussten Sie eigentlich
    wie intelligent Greta ist? Und welche Zeugnisnoten sie hat? Nein? Das kann man googeln und dann mal sein eigenes Zeugnis anschauen und dann in die Ecke zum schämen gehen.
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