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Karlsruhe Areal hinterm Hauptbahnhof: Kaufvertrag für "Filetstück" unterschrieben

Über Jahre hat sich auf dem Areal hinter dem Hauptbahnhof, auch "Filetstück" genannt, wenig getan. Im April konnte die Stadt dann verkünden, einen Investor gefunden zu haben. Käufer wird der Vorstandsvorsitzende der United Internet AG, Ralph Dommermuth. Am Mittwochabend wurde nun ein weiterer Schritt in Richtung Bebauung getan.

Wie Oberbürgermeister Frank Mentrup bei einem Pressegespräch am Donnerstag mitteilt, wurde am gestrigen Mittwoch der Kaufvertrag für das Grundstück Hauptbahnhof Süd beurkundet. Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz hatte zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Entwicklungsfirma SKET, Ralph Dommermuth, den Kaufvertrag vor dem Notar in Montabaur unterschrieben. 

Neues Bürogebäude hinter dem Hauptbahnhof 

Bis 2020 will Dommermuth, Gesellschafter und Vorstandsvorsitzender des Internetproviders United Internet AG, der unter anderem auch 1&1 angehört, auf rund 22.000 Quadratmetern Fläche bauen. Der Investor plant hinter dem Hauptbahnhof in einem ersten Bauabschnitt den Bau von Büroflächen nebst Tiefgaragenstellplätze für etwa 1.500 Arbeitsplätze zu beiden Seiten des Bahnhofsvorplatzes Süd. 

Das Alte Heizkraftwerk soll in eine Betriebskantine umgebaut werden. Es ist vorgesehen, die Büros an Unternehmen der IT-Branche zu vermieten. In einem weiteren Bauabschnitt ist ein Wohnhochhaus mit rund 8.000 Quadratmeter Fläche vorgesehen.

Stadt muss zeitig Vorbereitungen treffen

Karlsruhes Oberbürgermeister Mentrup zeigt sich erfreut darüber, dass die Tinte unter dem Kaufvertrag nun trocken ist. "Wir haben damit einen großen Schritt getan", erklärt er im Gespräch mit ka-news. Erst die Unterzeichnung der Verträge schaffe für beide Seiten Rechtssicherheit. 

Die Stadt muss nun allerdings die Bebauung zeitnah angehen. Konkret muss das Baufeld vorbereitet werden, es müssen Ersatzflächen für die wegfallenden Parkplätze hinter dem Hauptbahnhof gefunden sowie die Verkehrsführung am östlichen Teil auf Höhe der Schwarzwaldstraße überdacht werden.

Für die Stadt Karlsruhe ist die Realisierung der Bebauung im Hauptbahnhof Süd nach eigener Aussage ein wichtiger und großer Schritt in der Gesamtentwicklung des Areals südlich des Hauptbahnhofs, zu dem auch die Entwicklung des Fernbusterminals gehört und die Nutzungen weiterer städtischer und privater Freiflächen.

Die ganze Historie des "Filetstücks" können Sie bei ka-news nachlesen. 

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  •   lynx1984
    (3305 Beiträge)

    27.07.2017 17:47 Uhr
    das ist klar
    warum das getan wird.
    Inbesondere kann man das Grundstück & die Immobilie immer behalten - egal wie es dem Unternehmen ergeht. Auch vererben zu gleichen Teilen lässt sich später mal ein Grundstück sehr viel leichter als ein Unternehmen.
    Beachtlich deswegen weil man als Privatperson auch erst mal das Geld auf der Seite haben muss für solch ein Grundstück.
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  •   kommentar4711
    (2591 Beiträge)

    27.07.2017 21:59 Uhr
    Antwort auf "das ist klar"
    Dommermuth hat so viel Geld durch den Verkauf von 1&1 Aktien, der wird nicht wissen wohin damit.
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  •   silberahorn
    (10372 Beiträge)

    28.07.2017 04:58 Uhr
    Und wenn er anständig ist,
    mischt er sich hoffentlich tatsächlich in Politik ein, wenn sie unanständig wird. Wenn ich Geld hätte würde ich es machen!
    Mein Begriff von Anstand ist in einigen Punkten noch sehr archa̱isch: du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen. Das sind lauter Punkte, die man unserem OB noch einmal erklären könnte, damit auch er es versteht.
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  •   IchKA
    (835 Beiträge)

    27.07.2017 16:55 Uhr
    Ein Skandal ist das
    Den Karlsruher Bürgern so ein Riesending einer 0815 Architektur vorzusetzen und das ohne jeglichen Wettbewerb mit dem vorgeschobenen Grund "Zeitprobleme". Die Marschrichtung von Dommermuth war ganz klar: Also entweder ihr akzeptiert den Entwürf meines Bruders (Architekt), oder es wird wieder nichts mit dem Geschäft. Das diese Hintergrundkonstellation weder von der BNN noch von Ka-News aufgeriffen wird ist beschämend.
    Für die Gebäude am Botanischen Garten des KIT gibt es offensichtlich ebenfalls Zeitprobleme. Auch dort kein Wettbewerb. Neubau einer Baufirma an der Ludwig-Ehrhard Allee ebenfalls ohne Wettbewerb. Eigentlich müsste man gegen diese illegale Praktiken Klage erheben und diesem Gemauschel ein Ende bereiten.
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  •   Karlsrator
    (2747 Beiträge)

    27.07.2017 17:14 Uhr
    ?
    Ein privates Unternehmen kauft ein Grundstück und stellt ein Haus hin. Da bedarf es keines Wettbewerbs und da gibt's daher auch keinen Skandal. Nicht einmal ein Skandälchen. .

    Im Übrigen: Was hätt's denn für eine Architektur sein sollen zwischen Südtangente und Hauptbahnhof. Vielleicht Rokoko mit handgeschnitztem Nippes?
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  •   IchKA
    (835 Beiträge)

    27.07.2017 18:55 Uhr
    Nein Karlsrator kein Rokoko
    sondern einfach nur wirklich stadtbildprägende Architektur an dieser wichtigen Stelle. Nennen Sie doch mal Beispiele von Ihrer Meinung nach gelungener Architektur der letzten Jahre damit man Ihren Geschmack verorten kann.
    Und sagen Sie doch mal, wo es wirklich gut geworden ist, was nach dem Abriss von denkmalgeschützten Gebäuden entstanden ist ? Außerdem kann ich mir gar nicht vorstellen, dass Sie damit den gescheiterten Einheitsbrei der L. Erhard Allee meinen könnten.
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  •   lynx1984
    (3305 Beiträge)

    27.07.2017 17:13 Uhr
    es ist
    ja nicht nur so dass hier ein Stadtprägendes Gebäude ohne Architekturwettbewerb erstellt wird, sondern auch zahlreiche Einschränkungen auf alle Karlsruher Bürger und Nutzer des HBF hinzu kommen.
    Alleine die wegfallenden Parkplätze hinter dem HBF werden dazu führen, dass deutlich weniger Personen an dieser Stelle den Übergang zwischen Individualverkehr und ÖPNV vollziehen können. Sprich vor dem HBF ist dann vielleicht wieder Park-Chaos und hinten wieder tote Hose und weite Wege. Insbesondere am Wochenende oder Abends wenn ausgestorbene Büroräume dort sicherlich nicht gerade den sichersten Eindruck vermitteln, wenn Passgiere zwischen Bus- und Bahn dort entlang wechseln müssen.
    => Planung für ein Unternehmen und nicht für die Bürger Karlsruhes.
    Wer sich gefragt hatte warum der Busterminal so unnötig weit weg vom HBF kommt hat nun die Antwort darauf. Andere Städte verknüpfen den ÖPNV - Karlsruhe baut Blockaden dazwischen.
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    27.07.2017 17:08 Uhr
    KIT
    ist was anderes, aber warum sollte man verpflichtet sein für private Bauten (und das sind Bauten von Unternehmen nun mal) einen Wettbewerb oder eine Ausschreibung machen müssen?

    Wenn du dir ein Haus baust suchst du dir doch auch deinen Architekten, den Bauunternehmer und die Handwerker aus. Du kannst natürlich zum Preisvergleich verschiedene Angebote erstellen lassen, aber wenn du entsprechende Leute kennst, denen vertraust und die zu deiner Zufriedenheit arbeiten - pfffh.
    Aber soweit kommts wahrscheinlich noch, dass ich den Bau meines EFH europaweit ausschreiben muss...

    Und gemauschelt wird so oder so, immer.
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  •   IchKA
    (835 Beiträge)

    27.07.2017 20:11 Uhr
    Aber Ozeiger
    es handelt sich doch um öffentliches Baugelände und nicht um ein Grundstücksgeschäft zwischen Privatleuten.
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    27.07.2017 22:27 Uhr
    Aber jetzt
    gehört es einem Privatmann und der kann entsprechend der Konditionen die vereinbart wurden und natürlich unter Beachtung der geltenden Bauvorschriften damit machen was er will.
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