Karlsruhe Karlsruher Tourismus-Bilanz

Die Bettenauslastung liegt in Karlsruhe zwischen 42 und 43 Prozent
(Foto: ka-news)
Wirtschaftsbürgermeisterin Margret Mergen konnte gestern die bislang beste Tourismusbilanz für Karlsruhe vorstellen: Seit 2002 steigen die Ankünfte und Übernachtungen den "Beherbergungsbetrieben" (mit mehr als acht Betten) in der Fächerstadt kontinuierlich. Insgesamt 425.396 Gäste aus dem In- und Ausland und 777.716 Übernachtungstage meldeten die Hoteliers im vergangenen Jahr an die Statistikstelle beim Amt für Stadtentwicklung.

Gegenüber dem Jahr 2006 kamen sechs Prozent mehr Gäste. Das entspricht einem Plus von 24.010 Ankünften, die Zahl der Übernachtungen erhöhte sich um 14.763. Nimmt man die Übernachtungen in Jugendherbergen und im Campingbereich hinzu, gab es sogar über 817.000 Übernachtungen in Karlsruhe. Die Zahl der Übernachtungen läge schätzungsweise nochmal ein Drittel höher, wenn man die Übernachtungen aus der Region mit hinzurechnen würde.

Gäste blieben durchschnittlich knapp zwei Tage

Es kommen mehr, aber sie bleiben nicht lange - Fazit der gestrigen Bilanzpressekonferenz (Foto: ka-news)
Der Zuwachs bei den Ankünften ging zu 86 Prozent und damit hauptsächlich auf das Konto inländischer Gäste: Rund 342.000 Gäste aus Deutschland standen rund 83.000 Gästen aus dem Ausland gegenüber. Anders sieht die Situation bei den Übernachtungen aus. Hier geht das Plus von 14.763 Übernachtungen zu 66,2 Prozent auf das Konto ausländischer Gäste. Seit 2002 hat sich die Zahl der Gäste aus dem In- und Ausland deutlich erhöht. Vor allem bei den ausländischen Gästen konnten nach 2003 die Ankünfte und Übernachtungen gesteigert werden.

Das Aufkommen deutscher Gäste hat sich kontinuierlich nach oben entwickelt, die Verweildauer dabei jedoch verkürzt. Aus einem Zuwachs von 24.010 Ankünften gegenüber 2006 und nur 14.763 zusätzlichen Übernachtungen im gleichen Zeitraum ergibt eine im Schnitt deutlich kürzere Verweildauer als in den Jahren zuvor. Gäste aus Deutschland blieben 2007 durchschnittlich 1,8 Tage, Gäste aus dem Ausland im Schnitt 2,0 Tage und somit etwas länger in Karlsruhe.

Auslastungsquote bei Betten lag bei rund 40 Prozent

Auch das Novotel am Kongresszentrum kann sich über gute Übernachtungszahlen freuen (Foto: ka-news)
Vor allem Geschäftsreisende, Tagungs- und Kongressteilnehmer übernachten nach Erfahrung der Hoteliers in der Fächerstadt, bleiben aber meist nur kurz. Entsprechend gering beläuft sich die durchschnittliche Verweildauer, die gegenüber 2006 leicht nachgab, angesichts der gestiegenen Übernachtungszahlen sich jedoch nicht negativ auf die Bettenauslastung der Betriebe auswirkte. Im zurückliegenden Jahr lag die Auslastungsquote in allen vier Quartalen bei rund 40 Prozent und darüber.

Rund 60 Prozent der Übernachtungsgäste steigen in Hotels ab, der Rest verteilt sich auf Hotel garni (zirka 28 Prozent) und Gasthöfe (zirka zwölf Prozent). An der Relation hat sich trotz des gestiegenen Gästeaufkommens seit Jahren nichts geändert. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Karlsruher Hotels mit 264.510 Ankünften einen neuen Gästerekord. Gegenüber 2006 bedeutet dies eine Steigerung um 5,9 Prozent. In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Hotelgäste in örtlichen Beherbergungsbetrieben um insgesamt 39 Prozent erhöht.

Bürgermeisterin Mergen möchte neues Hotel haben

Kaum zugenommen hat demgegenüber die Zahl der Übernachtungen in Hotelbetrieben, deren Zahl im zurückliegenden Jahr 2007 nur um 499 anstieg, aber seit fünf Jahren um insgesamt 112.666. Die Bettenauslastung der Karlsruher Hotelbetriebe pendelte sich in den letzten Jahren zwischen 42 und 43 Prozent ein und liegt damit deutlich höher als noch vor fünf Jahren (33,8 Prozent). Bei der Interpretation ist zu beachten, dass es sich hierbei nur um Bettenauslastung und nicht um Zimmerauslastung handelt. Letztere dürfte deutlich höher ausfallen, indem vielfach Doppelzimmer als Einzelzimmer gebucht werden können.

Betrachtet man die Entwicklung der Übernachtungszahlen nach Segmenten, haben die Betriebe der Vier- und mehr Sterne-Kategorie in den letzten fünf Jahren prozentual den größten Zuwachs erfahren. Deren Übernachtungen stiegen um mehr als 30 Prozent. Daher sprach sich Bürgermeisterin Mergen für ein zusätzliches, höherwertiges Hotel aus. Gegenüber dem Vorjahr wurden 2007 insgesamt deutlich mehr Übernachtungen von Gästen aus europäischen Staaten wie Frankreich, Irland, den Niederlanden und der Schweiz registriert. Besonders hohe Zunahmen gab es bei Gästen aus Kanada, Indien, den USA, Brasilien sowie aus diversen afrikanischen und asiatischen Staaten. Bei den Übernachtungszahlen liegen die US-Amerikaner mit knapp 18.000 Übernachtungen an der Spitze.

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