Karlsruhe Karlsruher Spiele-Schmiede: Wie Gameforge zur Weltspitze aufstieg

Die Karlsruher Gameforge AG ist eines der erfolgreichsten Unternehmen im Bereich Free-to-Play Online-Games weltweit. Vor 15 Jahren wurde das erste Game der Spielefirma entwickelt - heute zählt das Unternehmen über 450 Millionen registrierte Spieler. ka-news blickt auf die Geschichte der Karlsruher Game-Schmiede.

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Vor 15 Jahren entwickelte Firmengründer und heutiger Gameforge-CEO Alexander Rösner das erste Browserspiel der Karlsruher Gamer-Firma "OGame" und legte damit den Grundstein für eines der weltweit erfolgreichsten Unternehmen im Bereich Free-to-Play Online-Games.

Bereits ein Jahr später, im Dezember 2003, gründete Rösner zusammen mit Klaas Kersting das Unternehmen Gameforge - das für viele Menschen als Pionier im Bereich der Online-Games gesehen wird. Die damalige rasante Verbreitung des Internets leistete seinen Teil, um das neue Segment in der Spiele-Industrie zu etablieren.

Drei Jahre später brachte Gameforge das mittlerweile erfolgreichste Massively Multiplayer Onlinegame (MMO) Europas, "Metin2", nach Deutschland. Mit dem Erfolg des Spiels wuchsen sowohl die Spielerzahlen als auch das Unternehmen selbst. Außerdem wurde die die Gameforge GmbH zur Gameforge AG umgewandelt. Im Folgejahr knackte das Unternehmen erstmals die 100-Mitarbeiter-Marke und 2008 bot Gameforge bereits die doppelte Zahl an Arbeitsplätzen an. Außerdem zog das Unternehmen in den Karlsruher Technologiepark, wo sich auch heute noch der Hauptsitz der Firma befindet.

Erster Rückschlag

Gameforge erweiterte über die Jahre sein Portfolio mit zahlreichen bekannte Marken der Spieleindustrie, darunter die preisgekrönten Rollenspiele "AION Free-to-Play" und "TERA". Zudem räumt Gameforge zahlreiche nationale und internationale Preise ab. Einer der größten Erfolge war der Gewinn des Technology Pioneer 2009-Award des Weltwirtschaftsforums.

Den ersten großen Rückschlag musste Gameforge im letzten Jahr hinnehmen. Der 2012 gestartete Versuch, neben der etablierten Browser-Games-Branche auch in der Mobile-Game-Sparte Fuß zu fassen scheiterte. Gameforge musste sich die Niederlage eingestehen und baute die Firmenstrutur um. Dazu gehörte auch der komplette Rückzug aus dem Markt für Mobile-Games und die Einstellung der Entwicklung von Smartphone- und Tablet-Spiele am Standort Karlsruhe. Außerdem wurden rund 90 Mitarbeiter entlassen.

15 Jahre "OGame"

Heute liegt der Fokus des Unternehmens wieder rein auf den Browser-Spielen, hauptsächlich im Free-to-Play-Bereich. Während die Firma selbst erst Ende des nächsten Jahres ihr 15-jähriges Jubiläum feiern wird, wurde das erste Spiel "OGame" bereits in diesem Jahr 15 Jahre alt. Das Weltraum-Strategie-Spiel erschien am 3. Oktober 2002, wurde nach kurzer Zeit zum Massenphänomen und erreicht auch bis heute noch über 70 Millionen Menschen weltweit. Insgesamt hat Gameforge 23 Spiele in mehr als 55 Sprachen veröffentlicht und über 450 Millionen registrierte Spieler.

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