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Karlsruhe Karlsruher Mobilitätsfestival: Künftiger U-Strab Tunnel stößt auf großes Interesse

Über 40.000 Besucher kamen am Wochenende zum Mobilitätsfestival auf den Karlsruher Marktplatz und in die zukünftigen unterirdischen Haltestellen des Straßen- und Stadtbahntunnels.

Menschen aller Altersklassen nutzten die besondere Gelegenheit, den Tunnelabschnitt zwischen Europaplatz und Marktplatz so zu sehen, wie es nicht alle Tage möglich ist. Auf dem Marktplatz gab es eine Menge Informations- und Mitmachangebote für die Besucher.

Laut Veranstalter, der Karlsruher Marketing und Event GmbH (KME), waren über 40.000 Besucher am Samstag und Sonntag beim Mobilitätsfestival Karlsruhe. Vor allem die Tunnelbesichtigungen stießen auf enormes Interesse. "Wir sind fest entschlossen, Baden-Württemberg zum Vorreiter einer nachhaltigen Mobilität der Zukunft zu machen. Karlsruhe leistet dazu einen großartigen Beitrag", sagte Verkehrsminister Winfried Hermann zu Beginn des Mobilitätsfestivals.

Die Besucher konnten den Rohbau des unterirdischen Straßenbahntunnels zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Vor allem der Besucheransturm am Sonntagnachmittag habe alle Erwartungen übertroffen. Auch Oberbürgermeister Mentrup zog eine erfreuliche Bilanz. Es mache ihn stolz zu sehen, wie neugierig und interessiert die Bürger und Bürgerinnen seien, so das Stadtoberhaupt. "Die Menschen sind sehr gespannt darauf zu erfahren, wie unser Karlsruhe von morgen aussehen wird", so Mentrup weiter.

Über 2.200 Radler waren unterwegs

Rund 2.200 Fahrradfahrer nutzten die einmalige Gelegenheit, mit dem Fahrrad durch den Karlsruher Untergrund zu radeln. Viele weitere tausend Menschen schauten sich den Tunnelabschnitt zwischen Europaplatz und Marktplatz und die zugehörigen künftigen Haltestellen, die im Rohbau fertiggestellt sind, zu Fuß an.

Für mobilitätseingeschränkte Menschen waren die Tore zur künftigen Haltestelle "Durlacher Tor" geöffnet, und viele nahmen das Angebot gerne wahr. Auf dem Marktplatz informierten sich die Menschen über die neuesten Trends im Bereich Mobilität, dazu konnten Probefahrten auf Draisinen, Lastenräder und Longboards Probe gefahren werden.

Die Radtour im Video:

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Kommentare (20)
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  •   udoh
    (1706 Beiträge)

    19.06.2018 15:03 Uhr
    bei 300.000 EUR der Meter kann man ja schon ein großes Loch erwarten
    Wenn man sich bewußt macht, dass Bau so teuer ist dass jeder Schritt (umgerechnet) ca. 100.000 EUR abgeht ist das schon der Hammer!
    Viele haben offensichtlich erst jetzt bemerkt welche Höhenunterschiede auf sie warten wenn sie in der Innenstadt "schnell mal aus der Bahn was einkaufen wollen". Also das was bei den Wegen vielleicht doch lieber während der Fahrt im Internet bestellen werden.
    Das Beste ist aber der nicht tot zu bekommende Spruch "Wenn alles mal fertig ist grinsen wird alles ganz doll" ---
    VIEL KOSTEN und WENIG NÜTZEN würde ich da ergänzen!
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  •   mkeller017
    (22 Beiträge)

    19.06.2018 17:43 Uhr
    Schnell was einkaufen
    Ja genau ich fahre natürlich in die Innenstadt um mal eben schnell was einzukaufen.
    Ich glaube dafür sind doch eher die Supermärkte außerhalb gedacht mit großen Parkplätzen oder
    machst du deine Großeinkäufe mit der Bahn?
    Man geht in die Innenstadt um sich einen schönen Tag zu machen und die Innenstadt wird deutlich schöner wenn die Fussgängerzone Straßenbahnbefreit ist und die Rolltreppe, die mich 20 Sekunden meines wertvollen Lebens kosten wird werde ich auch noch überstehen.
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  •   Bahnnutzer100
    (163 Beiträge)

    19.06.2018 12:41 Uhr
    Zwei Linien bleiben oben!
    Nach Realisierung der straßenbahnfreien Fußgängerzone werden die Stadtteile im Bereich der Karlstraße und die Stadtteile im Bereich der Rüppurrer Straße keine direkten Verbindungen zur Innenstadt haben, sondern nur noch Umsteigeverbindungen. Die Fahrgäste dieser Stadtteile müssen dann von der ebenerdigen Straßenbahn in die U-Bahn umsteigen. Attraktiv ist anders!
    Die Verbände PRO BAHN, VCD und die Bürgeraktion Umweltschutz (BUZO) haben deshalb vorgeschlagen weiterhin eine direkte Straßenbahnlinie aus der Rüppurrer Straße über den Kronenplatz in Richtung Marktplatz und Herrenstraße (Westen), sowie aus der Karlstraße über den Europaplatz in Richtung Herrenstraße und Marktplatz (Osten) zu führen. Damit könnten alle Schwachstellen des zukünftigen Liniennetzes beseitigt werden.
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  •   dipfele
    (4680 Beiträge)

    20.06.2018 14:02 Uhr
    Aber gerade durch den Umsteigezwang.....
    ….. werden die Fahrgäste oben bleiben und per Fuss die FuZo zusätzlich beleben. Die Verwaltung hat sich schon was dabei gedacht.
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  •   Freigeist1
    (550 Beiträge)

    19.06.2018 21:53 Uhr
    Ja, zwei oberirdische Linien, die Karl- und
    Rüpurrer Str. anbinden und verbinden - das wäre für alle ein großer Vorteil. Die Stadtteile Südweststadt und Südstadt/-Ost gehören zu den bevölkerungsreichsten in KA und DÜRFEN nicht abgehängt werden. Auch wenn man z.B. nur "kurz" vom Kronenplatz zum Marktplatz möchte, ist das ideal. Der Mehrwert wäre enorm, die Nachteile minimal. Auch wäre das Netz insgesamt viel flexibler, Pannen, Unfälle und Bauarbeiten könnten kundenfreundlicher und effektiver gemanaged werden, zukünftige Ergänzungen oder Netzänderungen wären bei Bedarf machbar. Ein rein in Tunnel-Beton gegossenes, maximal starres City-Liniennetz -von dem ja noch nicht einmal feststeht, da sind Enttäuschungen mancher Stadtteile vorgrogrammiert- ist wie eine Selbst-Amputation. Keep it flexible.
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  •   Prof.Baerlapp
    (521 Beiträge)

    20.06.2018 10:33 Uhr
    Mal das Liniennetz abwarten
    wenn auch die Kriegsstraße fertig ist. Man kann z.B. die Linie(n) aus der Ludwig-Erhard-Allee an die neue Trasse in der Kriegsstraße anbinden, dann ist das auch eine schnelle umsteigefreie Verbindung in die Innenstadt. Innenstadt heißt ja nicht nur Marktplatz oder Herrenstraße, vom ECE/ Kriegsstraße her ist auch alles erreichbar.
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  •   Hüttenkäse
    (314 Beiträge)

    19.06.2018 22:45 Uhr
    Nee klar ... wir buddeln ein Loch für die Bahnen in der Kaiserstraße...
    ... um dann wieder Schienen für ein paar fußlahme Innenstädtler oben drüber zu legen - geht's eigentlich noch?

    Ziehen Sie einfach nach Heilbronn, wenn Sie bequem in die Karlsruher Innenstadt kommen wollen: Das ist ja wohl die Quintessenz des Ludwig'schen Fluches .. sorry Vermächtnis zwinkern
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  •   Freigeist1
    (550 Beiträge)

    20.06.2018 08:52 Uhr
    Nee, die total verkorkste Tunnelstümperei ist aber eher das Vermächtnis von Fenrich,
    oder? Heute muss es heißen: Rettet, was zu retten ist, Scheuklappen ablegen, macht das beste aus dem "Murks" (immer noch kein Linienplan nach mehrjähriger Bauzeit!) . Das heißt auf jeden Fall: Bahnen oben müssen bleiben (2 Linien, Nachtverkehr, bei Bedarf für Umleitungen , Baustellen, Pannen, Unfälle...).
    Um mich persönlich geht es hier glaube ich weniger, ich fahre aktuell meist Fahrrad, wg. der derzeit sehr mäßigen Leistungen des KVV. Ihnen geht es anscheinend nur um "weg das Zeug", aus den Augen in den Untergrund, Sie sind vermutlich ein "heavy Autonutzer". Kluge Verkehrsplanung sollte aber für alle Menschen einer Stadt erfolgen, eine Gesamtbetrachtung kann nicht schaden (Relevanz der Optionen bzgl. Platzbedarf, CO2/Klimaziele, Lärm, Gefahr, Kosten, Effektivität/Kapazität, Komfort, Fahrzeiten/Staus....)
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  •   ulika
    (169 Beiträge)

    19.06.2018 18:01 Uhr
    Was ist Innenstadt?
    Gehört der Euro schon nicht mehr dazu, wo er doch zum Einkaufsdreieck Europa-, Marktplatz, Ettlinger Tor gehört?
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  •   Freigeist1
    (550 Beiträge)

    19.06.2018 00:03 Uhr
    Beeindruckend, aber ganz schön tief und damit
    für die Nutzer extrem umständlich. Weite Wege, kompliziertes Umsteigen - der Trend, dass den ÖPNV nur diejenigen nutzen, die keine andere Wahl haben (z.B. Senioren, Schüler, Autolose...), wird sich leider verschärfen.
    Ein Gegenmittel wäre, die Schienen auch oben zu belassen und ab 20 h alle Bahnen generell nur oben fahren zu lassen. Wer oben die Schienen rausreißt macht dem Straßenbahnverkehr den garaus (Umleitung bei Unfällen, Bauarbeiten, wg. Sicherheit bei Nacht, zusätzliche Kapazität für höhere Frequenz und besseres Liniennetz).

    Wichtige Weichenstellungen stehen an.

    Eigentlich hätte der finale Liniennetzplan mit -frequenz ganz am Anfang des Projekts stehen müssen. Dass ein solcher in 2018 noch nicht vorliegt -lt. "Info"-Stand- zeigt, dass es hier nicht so richtig um ein Projekt FÜR besseren Schienenverkehr geht. Bitte die schlimmsten Versäumnisse und Fehler jetzt noch korrigieren!
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