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Karlsruhe Karlsruher FDP hakt nach: Wie viel Plastikmüll aus Karlsruhe wird verbrannt?

Sobald die Wertstofftonne vor der Haustür steht, sorgen wir uns nur noch wenig darum, was mit unserem Plastikabfall passiert. Wird er recycelt oder doch nur verbrannt? Und wenn ja, wie umweltfreundlich geht es dabei zu? Diese Fragen hat sich auch die FDP-Fraktion des Karlsruher Gemeinderats gestellt - und wendet sich damit nun an die Stadt.

Müllentsorgung  und -verwertung sind derzeit heiß diskutierte Themen in der Fächerstadt. Kritische Stimmen kommen in einer ka-news Berichterstattung dabei unter anderem von Seiten der Bürgerinitiative Müll und Umwelt: Da Karlsruhe keine eigene Müllverbrennungsanlage besitzt, müssen andere Städte die Entsorgung übernehmen.

Biomüll muss daher nach Flörsheim-Wicker in Hessen transportiert werden, der Restmüll in die Müllverbrennungsanlage nach Mannheim und die Plastikabfälle ins Zementwerk nach Wössingen. "Aus den Augen, aus dem Sinn", ärgert sich der Vorsitzende Horst Babenhauserheide über diese Art der Müllentsorgung.

Falsche Mülltrennung
Falsche Mülltrennung | Bild: Gustav Holzwarth

Besonders die Verwertung des Plastikmülls lässt nun auch die Karlsruher FDP-Fraktion hellhörig werden. Daher wenden sie sich in einer Anfrage an die Stadt Karlsruhe. Ihre Kritik: "Nicht immer ist hier davon auszugehen, dass bei der Verbrennung auch alle notwendigen Filtermaßnahmen eingesetzt werden."

Sie fordern daher Aufklärung darüber, wie viel und vor allem in welchen Anlagen Plastikabfälle der Verbrennung zugeführt werden. "Bevor der Eindruck entsteht, dass der Karlsruher Müll die Luft im Umland verschmutzt", begründen die Fraktionsmitglieder ihre Anfrage. Die Stellungnahme der Stadt Karlsruhe wird im Zuge der Gemeinderatssitzung Ende November erwartet.

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Kommentare (7)
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  •   Malerdoerfler
    (4652 Beiträge)

    14.10.2018 23:55 Uhr
    Zu viel!
    Eindeutig.
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  •   Freigeist1
    (664 Beiträge)

    14.10.2018 22:43 Uhr
    Müll vermeiden sollte an 1. Stelle stehen, z.B.
    mittels Verpackungssteuer nach Gefährlichkeit für die Umwelt sowie nach Gewicht. Da würden die Hersteller schnell erfinderisch werden und Verpackungsvolumina einsparen bzw. auf verträgliche Materialien umstellen. Ist die FDP aber leider dagegen...
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  •   Svetogor
    (258 Beiträge)

    14.10.2018 13:44 Uhr
    .
    Lieber verbrennen als ins Meer kippen.

    Noch besser wäre es auf jedes Plastikteil eine 500%ige Steuern zu erheben. Dann reduziert sich der Berg von ganz alleine.
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  •   yokohama
    (3316 Beiträge)

    13.10.2018 00:31 Uhr
    Findet überhaupt ein
    Kunststoff-Recycling statt, abgesehen von "thermischer Verwertung"? Offenbar nicht. Dann kann man Plastik gleich in die Restmülltonne werfen, der Inhalt wird auch verbrannt.
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  •   dipfele
    (4958 Beiträge)

    14.10.2018 19:42 Uhr
    Platikkunststoffe....
    … sind zwar sehr praktisch, wie Einweggeschirr, Einkaufstüten,Getränkeflaschen,Lebensmittelverpackungen oder Gerätegehäuse, aber bei der PVC-Herstellung entstehen schon gravierende Umwelt- und Gesundheitsprobleme. Beim Verbrennen entstehen Salzsäure und Dioxine. Beim Polycarbonat ist die hormonell wirkende Substanz Bisphenol A enthalten, die Gehirn- und Sexualentwicklung stören kann.
    Lieber wieder zum guten alten Einkaufsnetz oder Stoffbeutel greifen und Lebensmittel lose oder in Papierverpackungen kaufen. Auch die Lebensmittelindustrie und der Handel müssten umdenken.
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  •   Sackgesicht
    (182 Beiträge)

    13.10.2018 11:12 Uhr
    Ja, aber
    Wössingen liegt näher zu Karlsruhe. Da spart man fossile Brennstoffe für den Transport ein...
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  •   Makamabesi
    (3023 Beiträge)

    13.10.2018 09:54 Uhr
    Was
    ist denn wohl sinnvoller? Verölung von Alt--Kunststoffen zu Dieselkraftstoff oder direkt verbrennen?
    Also recyclen und verbrennen oder verbrennen.
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