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Karlsruhe/Stuttgart Irreführende Werbung: Verbraucherzentrale mahnt "Karlsruher Apfelsaft" ab

Mit dem Karlsruher Ortsschild und dem Titel "Der Karlsruher Apfelsaft" warb Schlör Bodensee-Fruchtsaft für ihren Apfelsaft. Das Problem: In dem Saft war kein einziger Apfel aus Karlsruhe oder Region. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat diese irreführende Werbung nun erfolgreich abgemahnt.

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Hersteller von Produkten werben häufig mit der Regionalität ihrer Produkte. "Ist dieser Regionalitätsbezug nicht vorhanden, ist das klar rechtswidrig," erklärt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in diesr Woche in einer Pressemitteilung.

Und genau solch ein Fall lag nun vor: Obwohl laut Verbraucherzentrale nachweislich keine Äpfel aus der Region Karlsruhe verarbeitet wurden, erweckte der "Karlsruher Apfelsaft" der Firma Schlör genau diesen Eindruck.

"Verbraucher, die ein regionales Produkt aus Äpfeln eines bestimmten Landkreises kaufen wollten, wurden vom Hersteller über die Herkunft der Äpfel getäuscht," sagt Christiane Manthey, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

"Eindeutig falscher Ortsbezug"

Das Problem: Der Begriff "regional" ist unscharf und rechtlich nicht geschützt. Bei eindeutig falschem Ortsbezug kann die Verbraucherzentrale rechtlich gegen die Anbieter vorgehen. Sie hat die Firma Schlör daher nach eigener Aussage wegen irreführender Werbung abgemahnt.

"Der Hersteller gab eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ab," erklärt die Verbraucherzentrale. Er darf nun nicht mehr mit dem Ortsbezug zu Karlsruhe und der Produktion des Apfelsaftes mit Karlsruher Äpfeln werben, wenn diese tatsächlich nicht aus den beworbenen Anbaugebieten oder dem Landkreis stammen.

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Kommentare (13)
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  •   Laetschebachschorsch
    (2819 Beiträge)

    12.11.2017 08:21 Uhr
    Werbung?
    " Oh, sieh mal, welche Fürsorge, Lebensmoittel aus unserer Heimat" sagte der Ausländer.
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  •   myopinions
    (787 Beiträge)

    12.11.2017 00:03 Uhr
    ...................was ist das
    für ein Drama!
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  •   Malerdoerfler
    (3644 Beiträge)

    11.11.2017 15:33 Uhr
    Ist diese Erkenntnis
    nicht schon ein paar Wochen alt?
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  •   dipfele
    (4178 Beiträge)

    11.11.2017 16:00 Uhr
    Wenn nicht sogar....
    .....Monate. Aber mal ehrlich, sind in den Wienerle auch Wiener drin? Oder in der Alpenbauernbutter Älpler?
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  •   betablocker
    (733 Beiträge)

    11.11.2017 23:20 Uhr
    Wiener
    kennt der Wiener nicht, dort heisst es Frankfurter (in USA auch). Aber da sind auch keine Frankfurter drin. grinsen

    Aber da gibts neben den Alpenbauern auch noch weiteren Marketingblödsinn. ZB Gutsleberwurst vom Gut xy. Soll Hochwertigkeit vorgaukeln und dass es keine Massenware ist. Diese ganzen Güter auf den Markenbezeichnungen gibts gar nicht, bis auf wenige Ausnahmen vielleicht.
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  •   MaryCarefree
    (419 Beiträge)

    12.11.2017 10:34 Uhr
    Ich kaufe manchmal auf dem
    Gut Günstig ein. Geht so.
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  •   teflon
    (2328 Beiträge)

    11.11.2017 10:53 Uhr
    Sollte man den Markennamen
    eher als Warnhhinweis verstehen, dass es sich bei dem Produkt um die letzte Qualitätsstufe handelt? Sicherlich schmeckt der Saft unterirdisch nach Kies und Beton.
    Clever , wie der Bodenseekreis seine Produkte vermarktet
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  •   M.S.
    (222 Beiträge)

    10.11.2017 21:25 Uhr
    wieder mal toll
    wie die Werbetrommel gerührt wird.
    Karlsruhe: Viel vor, nix dahinter !
    Und dabei hätte es sehr vieleÄpfel in Karlsruhe und Umland gegeben, die nicht geerntet wurden.
    Schade drum.
    Da könnte die Stadt Karlsruhe mal was gutes tun!
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  •   cc91
    (126 Beiträge)

    10.11.2017 23:06 Uhr
    Kompett
    sinnbefreiter Beitrag.
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  •   Waldbronner2017
    (53 Beiträge)

    11.11.2017 08:01 Uhr
    So siehts aus
    Was kann die Stadt Karlsruhe dafür wenn der Hersteller einen Etikettenschwindel betreibt?
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