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Karlsruhe IT-Sicherheitskonzept vorgestellt: KIT soll Anlaufstelle fürs ganze Land werden

Wirtschaftsminister Nils Schmid und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer haben am Dienstag im Ministerrat ihre Pläne zur Umsetzung des Strategiekonzepts "Forward IT" vorgestellt. Das gemeinsam von Wirtschaft und Wissenschaft entwickelte Strategiekonzept wurde im September 2013 von den 34 Partnern der IKT-Allianz unterzeichnet. Dies teilt baden-württembergische Wirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung mit.

Die IKT-Allianz (Allianz für Informations- und Kommunikationstechnik) Baden-Württemberg vereint 34 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft, um den IKT-Standort Baden-Württemberg erfolgreich für die kommende Dekade auszurichten. Wirtschaftsminister Schmid berichtete über die Ergebnisse des umfangreichen Dialogs mit den Allianzpartnern. Insgesamt wurden 38 Projektskizzen mit weit über 100 beteiligten Partnern eingereicht.

KIT spielt künftig zentrale Rolle

In diesem Zusammenhang sagte Wirtschaftsminister Schmid: "Wir wollen gemeinsam mit unseren Forschungsinstituten dafür sorgen, dass gerade die kleinen und mittleren Unternehmen mit sicheren IT-Lösungen versorgt werden. Dadurch werden ihre guten Ideen und ihr wertvolles Know-How vor Hackern und Spähattacken geschützt."

Wissenschaftsministerin Bauer erklärte: "Die Forward IT-Initiative setzt wesentliche Impulse für intensive Kooperationen von Hochschulen mit kleinen und mittleren Unternehmen. Gerade der ressortübergreifende strategische Ansatz wird sich dabei in der Kommunikation zwischen Stakeholdern aus Wirtschaft und Wissenschaft bewähren."

Eines der zentralen Projekte ist der Aufbau einer Sicherheitsagentur am wirtschaftsnahen Forschungszentrum Informatik (FZI) am KIT. Die Agentur soll zu einer zentralen Anlaufstelle vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg werden. Sie soll etablierte Sicherheitstechnologien anwendergerecht aufbereiten und für den Transfer in die Unternehmen sorgen.

Wirtschaft und Wissenschaft wollen Kosten teilen

Das Zentrum wird vor allem durch aufzubauende Mediatoren-Teams den Transfer neuester Erkenntnisse der IKT-Sicherheit in die Wirtschaft des Landes übernehmen. Durch geeignete Plattformen wird der Zugang der vor allem kleinen und mittleren Unternehmen zu aktuellem Wissen sichergestellt. Mittel- bis langfristiges Ziel ist der Aufbau einer vertrauenswürdigen unabhängigen Einrichtung, die die Rolle eines "IKT-TÜV" für zertifizierbare Software und Sicherheitssysteme für baden-württembergische Unternehmen übernimmt.

Zur Umsetzung des Strategiekonzeptes Forward IT wollen Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium mehrere Maßnahmen fördern. Mit den Fördermaßnahmen werden die drei Handlungsfelder des Strategiekonzeptes Forward IT, im Rahmen der vorhandenen finanziellen Handlungsmöglichkeiten, abgedeckt. Die Vorhaben sollen um mindestens 50 Prozent von den Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft mitfinanziert werden. Über das Fördervolumen wird im Rahmen des Doppelhaushalts 2015/16 entschieden. Am 8. Oktober 2014 kommen die Partner beim IKT-Gipfel erneut zusammen.

Zum vollständigen Strategiekonzept geht's hier (Link führt zur Seite des Wirtschaftsministeriums).

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  •   bartola
    (531 Beiträge)

    02.08.2014 12:25 Uhr
    Nein, das KIT soll schrumpfen, statt zu wachsen!
    Es gibt auch andere Orte in Deutschland, wo etwas hinverlagert werden kann!

    In Karlsruhe ist die Wohnraumsituation mittlerweile über-angespannt, die Infrastrukturen (Strassen, Schulen, medizinische Versorgung, usw.) gibt auch nicht mehr her. Wegen profilierungssüchtigen Universitätsdirektoren, Profs und Politikern muss der Rest der Bevölkerung leiden?

    Bin total dagegen. Bürger und Steuerzahler wacht auf!!!!

    Ach ja, ich gehe auch davon aus, dass bei Hereinholen weiterer Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die Personalkapazität des KIT NICHT verstärkt wird, allenfalls werden noch ein paar mehr miserable und befristete Teilzeitstellen (ehrenamtliche Aufrundung auf Vollzeit wird vorausgesetzt!) geschaffen und, wie üblich mit Hiwis, dem Zeitarbeitsersatz im Hochschulbereich, die Feldarbeit erledigt werden muss. Allenfalls werden Stellen für Amigos geschaffen, die versorgt werden sollen und dann schnellstens auf hohem Niveau beamtet werden. :P
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    02.08.2014 18:20 Uhr
    die Personalkapazität des KIT NICHT verstärkt wird
    Und damit verschärft sich auch Wohnraum- und Infrastruktursituation nicht.

    Wenn es Dir in Karlsruhe zu voll für die verfügbare Infrastruktur und den vorhandenen Wohnraum ist, dann musst Du an anderer Stelle ansetzten. Könnte aber sein, dass das nicht politisch korrekt wäre.
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  •   bartola
    (531 Beiträge)

    02.08.2014 19:13 Uhr
    Es nutzt
    Die Grundstückspekulanten, Baufirmen, Vermietern und Banken sind die lachenden Gewinner! Dem Durchschnittswissenschaftler oder Dozent, ganz zu schweigen vom Studierenden, ist auch eher geschadet, da die meisten eher wenig verdienen.

    Was dagegen tun? Ich finde, das teure, wenn auch historisch begründete, deutsche Föderalsystem sollte endlich mal auf den Prüfstand gestellt werden. In Zeiten totaler interner Mobilität, wo es sowieso kaum mehr eine Familie gibt, in der Alle seit wenigstens 2 Generationen aus derselben Gegend kommen, ist das Festhalten an Länderstrukturen bei so übergreifenden Themen absolut überflüssig und schadet der Bevölkerung viel mehr mehr, als das es ihr nutzt.

    Aber klar, die Nutznießer sind ja nicht "die Bevölkerung"! Als erstes wären auch viele Politiker auf Landesebene arbeitslos. Ob das den Parteien gefiele?

    Jedoch eine bessere Verteilung der, mit öffentlich Mitteln bezahlten Einrichtungen, wäre ein Segen für alle Bewohner Deutschland' s!
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  •   bartola
    (531 Beiträge)

    02.08.2014 18:41 Uhr
    Gar nicht wahr!
    Das KIT u. sein Vorläufer, das Ka'her Polytechnikum, hat einen wesentlichen Anteil an diesem ungezügeltem "Tumorwachstum", das natürlich nicht von heute auf morgen erscheint, jedoch u. a. über die Matrikulationszahlen der letzen 2 1/2 Jahrzehnte gut dokumentiert ist (jedes Jahr 5- 10 % mehr). Such' Dir doch mal die Statistiken raus!

    Ein großes Problem ist, meiner Meinung nach, dass jedes Bundesland seine eigene Bildungshohheit und Finanzhaushalt hat und dementsprechend macht, was es will, sprich "Wettkampf" gegen andere B-Länder. Wie in jedem Kampf gibt es aber Verlierer ... im Endeffekt sind wir das Alle. Sowohl die Bürger in den "verlassenen" Ländern, in denen sich Fuchs und Has "Gute Nacht" sagen, sich keine Unternehmen ansiedeln, die vorhandenen Infrastrukturen nicht genutzt werden, die jungen Leute trotz preiswerter Wohnmöglichkeiten abwandern sind geschädigt, aber hier im Süden drängt es sich, es gibt Lohndumping, Immoabzocke und alles wird überteuert. Wem nutzt das?
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  •   bartola
    (531 Beiträge)

    02.08.2014 18:29 Uhr
    Gar nicht wahr!
    Das KIT, sein Vorläufer, hat einen wesentlichen Anteil an diesem "Tumorwachstum", das natürlich nicht von heute auf morgen geschieht, jedoch u. a. über die Matrikulationszahlen der letzen zweieinhalb Jahrzehnte sehr gut nachzuvollziehen ist (jedes Jahr 5- 10 % mehr), such die Mal die Statisten aus.

    Ein großes Problem ist meiner Meinung nach, dass jedes Bundesland seine eigene Bildungshochheit hat und dementsprechend macht, was es will, sprich "Wettkampf" gegen andere B-Länder. Wie in jedem Kampf gibt es aber Verlierer ... im Endeffekt sind wir das Alle. Sowohl die Bürger in den "verlassenen" Ländern, in denen sich Fuchs und Has "Gute Nacht sagen", keine J
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  •   Meiksel
    (548 Beiträge)

    02.08.2014 09:42 Uhr
    Lächerliches Ansinnen
    Nachdem das KIT bereits mit der NSA bereits kooperiert hat? Der Dummpöbel soll besänftigt werden. "Die da oben machen schon was, seht ihr!"

    Nähere Infos siehe hier: IT-Sicherheit: Baden-Württemberg mach den Bock zum Gärtner
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  •   Exil-Hohenzoller
    (561 Beiträge)

    04.08.2014 17:51 Uhr
    Na vom KIT hat Danisch wohl wenig Ahnung
    Mehr als Rumgeplärre eines verbitterten in die Jahre gekommenen Informatikers hört man von dem auch nicht. Weiß nicht, wer den eigentlich noch ernst nimmt.

    Er projeziert sein Privatproblem, das er vor mehr als 10 Jahren hatte, in einer Endlosschleife auf alles, was mit Uni/KIT zu tun hat. Nur dreht sich in 10 Jahren die (Wissenschafts-)Welt auch ohne ihn weiter. Und Profs sterben (speziell einer der ihn betreffende), andere gegen in Ruhestand, andere werden berufen,...
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  •   barlou
    (2555 Beiträge)

    01.08.2014 17:53 Uhr
    Ich bin verwirrt...
    Irgendwie werden KIT & Co. immer mehr zur lästigen Konkurrenz für die Privatwirtschaft auf Kosten des Steuerzahlers.
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