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Philippsburg "Gute Entscheidung": Stromkonverter wird in AKW Philippsburg gebaut

Die Entscheidung ist gefallen: Der benötigte Stromkonverter für die "Ultranet"-Trasse soll auf dem Gelände des Kernkraftwerks Philippsburg gebaut werden. Das hat die Firma TransnetBW den örtlichen Gemeinderäten verkündet. Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein begrüßt die Entscheidung, da der Standort einen größeren Abstand zu einer Siedlung hat.

Der viel diskutierte Stromkonverter soll nun auf dem Gelände des Kernkraftwerkes Philippsburg gebaut werden. Das hat die Firma TransnetBW vor den Gemeinderäten von Oberhausen-Rheinhausen und später in Philippsburg verkündet. Vorangegangen war ein Widerstand der Anwohner und Naturschützer, die Auswirkungen für die Umwelt befürchten.

"Für den Regionalverband war und ist das der Wunschstandort", kommentiert Verbandsdirektor Gerd Hager die Entscheidung. Entsprechend habe sich der Verband bereits frühzeitig für diese Standortoption ausgesprochen und sich mit einem Schreiben an die Bundesnetzagentur dafür eingesetzt.

Entgegen der ebenfalls in Betracht gezogenen Standortalternative am Altrhein seien auf dem Kraftwerksgelände keine regionalplanerischen Festlegungen betroffen und ein größerer Abstand zum nächsten Siedlungsgebiet gegeben, so Hager. Durch den dortigen Bau des Konverters können Frei- und Erholungsflächen erhalten und das Kraftwerksgelände sukzessive in eine Nachnutzung überführt werden.

Mehr Kosten, aber auch mehr Vorteile

Nach langen Vorplanungen für die Standortfindung hat sich die Tochtergesellschaft des Energieversorgers EnBW nach eigenen Angaben trotz erhöhter Kosten für den Standort auf dem Kernkraftwerksareal entschieden. Die Bundesnetzagentur hatte bereits im Vorfeld, auf Anfrage des Regionalverbandsvorsitzenden Landrat Schnaudigel, Gesprächsbereitschaft in Bezug auf erhöhte Investitionskosten signalisiert.

Hintergrund für den Bau des rund zehn Hektar beanspruchenden Stromkonverters ist die Ertüchtigung der Stromnetze im Zuge der Energiewende. Der Konverter ist Bestandteil des Netzausbaus und wandelt den Gleichstrom der Hochspannungsleitungen in haushaltsüblichen Wechselstrom um. Als nächsten Schritt wird der Netzbetreiber TransnetBW im Rahmen des Bundesimmissionsschutzgesetzes ein Verfahren einleiten, bei dem sich auch der Regionalverband wieder einbringen wird.

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