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Karlsruhe Fusion offiziell: Volksbank Karlsruhe übernimmt Spar- und Kreditbank

Lange hat es sich abgezeichnet, nun ist die Fusion in trockenen Tüchern: Die Volksbank Karlsruhe eG und die Spar- und Kreditbank eG (SKB), Karlsruhe, werden rückwirkend zum 1. Januar 2017 unter dem Dach der Volksbank Karlsruhe zusammengeführt.

Dies haben die Mitgliedervertreter beider Häuser in ihren jüngsten ordentlichen Versammlungen am vergangenen Freitag, 23. Juni (SKB), und Montag, 26. Juni (Volksbank Karlsruhe), mit überzeugendem Votum beschlossen. Das verkündet die Volksbank am Montagabend in einer Pressemeldung.

Es soll keine Kündigungen geben

Damit sind die zu Beginn des Jahres aufgenommenen Fusionsverhandlungen nun auch formell zu einem Abschluss gekommen. Das gemeinsame Institut verfügt fortan laut Volksbank Karlsruhe über eine Bilanzsumme von über 2,8 Milliarden Euro und beschäftigt in der Fächerstadt rund 450 Mitarbeiter.

Der bisherige Sitz der Spar- und Kreditbank in der Lauterbergstraße 1 soll den Kunden als "Regionalfiliale am Zoo" der Volksbank Karlsruhe erhalten bleiben. Beide Seiten schließen fusionsbedingte Kündigungen aus: Einsparungen im Personalbereich könnten schon jetzt aus der internen Besetzung freier Stellen sowie Angeboten zur Altersteilzeit realisiert werden.

Was ändert sich für Kunden?

Die technische Fusion, also die Zusammenlegung der Bankdaten und der IT-Landschaft, ist für das letzte Oktoberwochenende vorgesehen. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt für die Kunden der bisherigen Spar- und Kreditbank alles wie gehabt. Danach jedoch gelten Bankleitzahl und BIC der Volksbank Karlsruhe und somit auch neue IBAN-Nummern, die sich ja unter anderem aus der Bankleitzahl und der Kontonummer zusammensetzen.

Wegen möglicher Überschneidungen mit bestehenden Kontonummern der Volksbank Karlsruhe könnte sich für einige Kunden zudem die gewohnte Kontonummer ändern. Beide Häuser sichern zu, die SKB-Kunden rechtzeitig und umfassend über die mit der Fusion verbundenen Umstellungen zu informieren.

Aufsichtsrat der Volksbank vergrößert sich

Die Vertreterversammlung der Volksbank Karlsruhe hat in ihrer Sitzung am Montag, 26. Juni, den bisherigen Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Spar- und Kreditbank, Ralf Wiebe, sowie Aufsichtsratsmitglied Roland Rühl ergänzend in den Aufsichtsrat der Volksbank Karlsruhe gewählt. Beide waren zuvor von der Vertreterversammlung der Spar- und Kreditbank eG für diese im Verschmelzungsvertrag vereinbarte Zuwahl nominiert worden. Damit setzt sich das Aufsichtsgremium der Volksbank Karlsruhe künftig aus elf Mitgliedern zusammen.

Für weitere fünf Jahre im Amt des Aufsichtsrats hat die Vertreterversammlung der Volksbank Karlsruhe zudem Elmar Buschlinger bestätigt. In der konstituierenden Sitzung des Kontrollgremiums setzten die Aufsichtsräte auf Kontinuität und wählten Joachim Wohlfeil erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden, ebenso bestätigten sie seinen bisherigen Stellvertreter Karl-Peter Niebel.

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Kommentare (5)
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  •   peddersenn
    (980 Beiträge)

    27.06.2017 12:34 Uhr
    ...ich kann also...
    ... meine geänderten Kontodaten meinen Geschäftskontakten mitteilen. Meine Daueraufträge umstricken. Fehlläufer korrigieren. Meinen Geschäftsbrief ändern.

    Ich krieg das hin - und ich jammere da auch nicht. Jammern tut die Bank, die mir für 10 Überweisungen im Vierteljahr und ein bisschen elektronische Kontoführung 25 euro berechnet.

    Danke, ihr Loser.
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  •   karlsruher1955
    (1106 Beiträge)

    27.06.2017 07:14 Uhr
    Keine Kündigungen
    Ob das wohl stimmt ?
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  •   Eckfaehnchen
    (2489 Beiträge)

    27.06.2017 11:05 Uhr
    Keine Kündigungen
    Das kann stimmen, wenn es in den zwei Banken viele ältere und langgediente Angestellte gibt.
    Denen wird die Altersteilzeit schmackhaft gemacht und damit reduziert sich die Belegschaft mit der Zeit
    auf die gewünschte und notwendige Anzahl. (Wahrscheinlich billiger als Abfindungen nach langen Dienstjahren).
    Außerdem gibt es Azubis, die man nach Ausbildungsende leider nicht übernehmen kann/will, weil man
    sie gerade nicht braucht.
    Wenn diese 0-Zins-Politik noch ein paar Jahre weiter geht sehe ich für viele Banken schwarz.
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  •   myopinions
    (913 Beiträge)

    27.06.2017 00:41 Uhr
    ............was aber durchaus
    zu erwarten war.
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  •   ruejo
    (125 Beiträge)

    26.06.2017 21:28 Uhr
    SKB- Ade
    Schade, nun ist es amtlich, auch das letzte kleine eigenständige Kreditinstitut in Karlsruhe gibt auf.
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