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Karlsruhe Für 7 Millionen Euro: Neues Zentrum für Kreative im Alten Schlachthof

Seit der offiziellen Stilllegung des Schlachthofes vor knapp elf Jahren befindet sich das Areal an der Durlacher Allee im Wandel. Neustes Projekt ist der Neubau eines sieben Millionen Euro teuren "Kreativwirtschaftszentrums". Jetzt wurden die Pläne vorgestellt.

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Seit 2006 verwandelt sich das sieben Hektar große Schlachthofareal in Karlsruhe in ein Zentrum für die Kultur - und Kreativwirtschaft. Neben der Sanierung von denkmalgeschützten Gebäudekomplexen und den Schlachthallen wird der Gebäudebestand auch durch Neubauten ergänzt. Das neuste Projekt ist ein "Kreativwirtschaftszentrum". 

Blick vom Messplatz aus: Das Existenzgründerzentrum "Perfekt Futur" liegt hinter dem "Festigungs- und Wachstumszentrum" und dem "Kreativwirtschaftszentrum". | Bild: Melanie Hofheinz

"Raumbedarf gerecht werden"

Das Nutzungskonzept des Areals ist in drei Bausteine unterteilt, die den jeweiligen Entwicklungsstatus der Start Ups angepasst sind: Neu gegründete Unternehmen kommen in das Existenzgründerzentrum "Perfekt Futur", das sich in der ehemaligen Schweinemarkthalle befindet. Bereits gewachsene Start Ups werden im "Festigungs- und Wachstumszentrum", das aktuell gebaut wird und 2018 fertiggestellt werden soll, unterkommen. Noch größere Start-Ups sollen im geplanten "Kreativwirtschaftszentrum" angesiedelt werden.

Die beiden Neubauten werden im östlichen Teil des Alten Schlachthofs, im sogenannten Viehhof zu finden sein, grenzen direkt an den Messplatz und haben eine identische Kubatur. "Die Gebäude sollen zukünftig sowohl einen vergrößerten Raumbedarf der Firmen gerecht werden die schon seit Jahren auf dem Areal zu Hause sind, als auch Unternehmen beherbergen die sich auf dem Alten Schlachthof neu niederlassen möchten", erklärt die Stadt Karlsruhe.

Die Frontseite des Kreativwirtschaftszentrums mit den Rundbögen im Erdgeschossbereich. | Bild: Melanie Hofheinz

Ein Blick auf das neue Kreativzentrum 

Für den Neubau des Kreativwirtschaftszentrums hat die Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG (KFE) als Bauherrin im Frühjahr 2017 einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Der Siegerentwurf wurde am gestrigen Mittwochnachmittag von Bürgermeister Michael Obert vorgestellt: Die Steimle Architekten GmbH aus Stuttgart hat laut Jury das beste Architekten-Konzept für den geplanten Neubau entworfen.

Demnach soll der Neubau schlicht und modern aussehen und durch ein kraftvolles, robustes Volumen und  helle Betonelemente, die den Baukörper gliedern werden, geprägt sein. "Eine industrielle Betonfassade mit  zeitlosen Materialien werden für einen loftartigen Charakter sorgen", erklärt Architekt Thomas Steimle seinen Entwurf.

Die Rückseite des Kreativwirtschaftszentrums vom Messplatz aus betrachtet. | Bild: Melanie Hofheinz

200 bis 250 Arbeitsplätze im neuen Zentrum

"Durch die skelettartige Außenfassade werden vielfältige Einblicke in die Ideenschmiede und das Geschehen hinter der Fassade freigegeben und eine offene Architektursprache vermittelt, die den Gedanken eines Kreativwirtschaftszentrums entsprechen", informiert Steimle weiter. Zehn bis 13 Unternehmen, beziehungsweise 200 bis 250 Menschen, sollen nach der Fertigstellung, die für Oktober 2020 geplant ist, auf der 39.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche des Kreativwirtschaftszentrums einen Arbeitsplatz finden.

Diese Arbeitsplätze können in dem Neubau sehr variabel gestaltet werden. So erklärt Steimle: "Die Hauptflächen bestehen aus flexibel nutzbaren Bürobereichen, die als offene, maximal große, zusammenhängende, lichtdurchflutete Campusflächen kreatives und teambildendes Arbeiten ermöglichen. Es sind äußert flexible Unterteilungen von ein bis vier Büroeinheiten pro Geschoss möglich."

Bild: Melanie Hofheinz

"Der Unterschied zu anderen Entwürfen liegt insbesondere in den Rundbögen des Erdgeschossbereichs. Die Jury hält diesen Entwurf für städtebaulich herausragend", erklärt Obert. Die Bögen, deren Formensprache an die Eingänge der alten Schlachthofgebäude angelehnt sind, akzentuieren die Erdgeschosszone mit dem tief eingeschnittenen Eingang und Studionutzungen, so die Beschreibung des Siegerentwurfs.

Die Ausstellung mit allen eingereichten Arbeiten sowie der Juryentscheidung kann bis 20. Oktober zu den Öffnungszeiten des "Perfekt Futur" (montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr) angeschaut werden. 

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Kommentare (13)
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  •   karlsruher1955
    (896 Beiträge)

    11.10.2017 14:10 Uhr
    Unglaublich
    Für die Sicherheit in Straßenbahnen ist angeblich kein Geld da, aber für solch einen Schwachsinn schon.
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  •   haku
    (3813 Beiträge)

    11.10.2017 16:43 Uhr
    Gott sei Dank...
    ...gibt es immer wieder so umfassend informierte Mitbürger, dass diese uns definitv sagen können, was Schwachsinn ist und was nicht.
    Es ist natürlich völliger Schwachsinn dass eine Stadt sich bemüht, an ihren Hochschulen ausgebildete Leute dabei zu unterstützen, in der Stadt zu bleiben und dort Firmen zu gründen. Auf zukünftige Steuerzahler können wir gerne verzichten, das Geld kommt ja von der Bank.
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  •   karlsruher1955
    (896 Beiträge)

    12.10.2017 06:15 Uhr
    Was hat Gott damit zu tun ?
    Wenn jemand eine Firma gründen will dann soll er das tun, aber selbstständig und ohne die Unterstützung aus Steuergeldern. Kann er das nicht, dann soll er es lassen.
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  •   andip
    (8304 Beiträge)

    12.10.2017 08:47 Uhr
    ??
    Wo steht da was, dass da jemand mit Steuergeldern finanziert eine Firma gründen soll?
    Da wird ein Gebäude hingestellt, in dem neue Firmen ihre Räume mieten sollen, bringt also sogar Geld in die Kassen.
    Aber typisch halt, irgendwas in einen Artikel reininterpretieren, was da überhaupt nicht steht und auch nie so gedacht war und dann darüber motzen.
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  •   Irgendwas_mit_Medien
    (604 Beiträge)

    11.10.2017 20:04 Uhr
    Ja - sind vielleicht auch bald die letzten
    Guckst du hier - BW's Kinder verblöden zusehends. Üble Studie

    Wer ist nochmal seit einigen Jahren zuständig für die Bildung im Ländle? Na?
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  •   andip
    (8304 Beiträge)

    12.10.2017 08:51 Uhr
    Die verblöden sich selber
    genauso wie auch die Erwachsenen, weil die ausschliesslich bestimmte Medien konsumieren anstatt mal auf das zu achten, was man in der Schule beigebracht bekommt.
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  •   likeka
    (178 Beiträge)

    11.10.2017 18:35 Uhr
    Danke!
    Diese ständige Skandalisierung und dieses "Wie können die da oben nur" geht mir sowas von dermaßen auf den Geist, weil die mehrzahl dieser Kommentare sich bei kurzem Überlegen und etwas Hintergrundwissen erledigen würden. bevor sie getippt wären.

    So zum Beispiel diese ach so skandalöse Haltestelle in Daxlanden. Dass dieses System laut der STVO ausdrücklich vorgesehen ist und auch in anderen Städten, so zum Beispiel in Berlin funktioniert, ist wieder einmal in diesem Skandal-Getöse untergegangen.
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  •   diwd
    (542 Beiträge)

    11.10.2017 14:18 Uhr
    Auch bei Schwachsinn
    muss man Prioritäten setzen. Und die sind in Karlruhe ganz weit oben angesetzt.
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  •   betablocker
    (936 Beiträge)

    11.10.2017 14:03 Uhr
    Das Wort
    Kreativwirtschaft kann ich so langsam auch nicht mehr hören...

    Das Gebäude sieht aus wie ein Schuhschachtelferienwohnungskomplex am Mittelmeer.
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  •   Badner1969
    (11 Beiträge)

    11.10.2017 11:47 Uhr
    Warum immer nur dieses öde Beton-Grau???
    Weshalb könnt Ihr nicht die neuen Gebäude - die ja vom Baustil von den anderen Gebäuden abheben - nicht auch in einem schönen Sandsteinrot bauen?? Oder weshalb kann man diese Gebäude nicht in rotem Sandstein verkleiden?
    Gerade am Stadteingang Durlacher Allee sollte man auch auf die optische Gestaltung achten.
    Ein Negativbeispiel wird auch das zu weit an die Tullastraße hingebaute VBK-Gebäude auf der anderen Seite. Dort hätte man auch auf die Blickachse mit den wunderschönen Jugendstilhäusern achten können. Also liebe Planer strengt Euch an und baut passend Umgebungstypisch!!!
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