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Karlsruhe Erster E-Helikopter lernt fliegen: Karlsruher Firma revolutioniert Luftfahrt

Still und leise hebt er ab: Der weltweit erste E-Hubschrauber ging am Mittwoch im Rahmen einer Pressevorführung in der fächerstädtischen dm-Arena in die Luft. Nach zwei Jahren konnte die Produktion des ersten Modells "Volocopter" nun mitsamt Testflügen fertiggestellt werden. Karlsruhe = Hauptstadt der Mobilität: Für die Weltneuheit in Sachen Luftfahrt ist ein Drei-Mann-Unternehmen aus der Fächerstadt verantwortlich.

Am Sonntag, 17. November, hatte er sein erstes Mal: In der 22 Meter hohen dm-Arena ging der erste "grüne" Hubschrauber auf der Welt in die Luft - der "Volocopter" ist ein emissionsfreier, elektrisch betriebener Privathubschrauber, entwickelt von der Karlsruher Drei-Mann-Firma E-Volo.

"Volocopter" bringt frischen Wind in die Luftfahrt

Nach zwei Jahren Entwicklungs-, Design- und Fertigungsarbeiten in Kooperation mit einigen deutschen Spezialisten - darunter auch die Hochschule Karlsruhe -, lernt ihr Baby nun zum ersten Mal fliegen: Geschäftsführer Alexander Zosel und sein Team konnten am Wochenende die ersten Tests mit dem fertigen Volocopter durchführen - den Raum dafür bot ihnen die Messe-und Kongressgesellschaft. "Bereits vor einem Jahr haben wir erstmals probiert, mit einem Entwurfsmodell in die Luft zu gehen - illegal, auf dem Segelflugplatz Forchheim", lacht Zosel. Damals wurden die Unternehmer erwischt und verwarnt - nun, da der erste E-Hubschrauber kein bloßer Entwurf mehr ist, wollte man die Testflüge professioneller angehen.

"Die Messe ist nicht nur das Schaufenster für die Stärken der Technologieregion, wir unterstützen hier ganz konkret Pioniere auf dem Gebiet der Luftfahrt", so KMK-Geschäftsführerin Britta Wirtz. Tatsächlich sprechen die Projektentwickler von einer waschechten Revolution, die von ihrer Erfindung ausgeht - "seit 60 Jahren gibt es nichts Neues mehr auf dem Markt - der Volocopter ist der erste seiner Art und einzigartig nicht nur aufgrund der E-Mobilität", betont Zosel. Auch das Ziel, im Betrieb leiser als die fliegenden Kollegen zu sein, habe sich mit der Fertigstellung des ersten Volocopters erfüllt.

Zosel und Co. wollen auch in Zukunft hoch hinaus: Der weiße Elektro-Hubschrauber aus Carbon soll mit je zwei Sitzen schon bald in Serienproduktion gehen. Bis dahin wolle man weiter an der Technik feilen: "Wir sind dabei einen Akku zu entwickeln, der eine Flugdauer von einer halben Stunde möglich macht", so E-Volo-Unternehmer Stephan Wolf. Noch habe der Volocoopter keine Verkehrszulassung - nach bestandenen Tests sollte der Traum von einem zunehmenden Luftverkehr mit weißen Mini-E-Hubschraubern jedoch in wenigen Jahren in Erfüllung gehen, davon gehen alle Beteiligten am Mittwoch aus. Erste Bürgermeisterin Margret Mergen zeigte sich stolz und zuversichtlich: "Karlsruhe - hier entsteht die Mobilität der Zukunft."

 

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  • unbekannt
    (2134 Beiträge)

    21.11.2013 17:42 Uhr
    Vielleicht
    hätte diese Leute besser die Bundeswehrdrohne gebaut,dann hätte man den GrünInen auch besser verkaufen können das man Terroristen auf ökologische Weise entso...streichelt.
    Vielleicht in einer neuen Version sogar mit eingebauten Photovoltaik,sozusagen während dem Flug aufladen und in der I-Version mit Tabletsteuerung.
    Oder das Modell Ströbele mit Hanfverbrennungsmotor,fly higher !
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    21.11.2013 17:50 Uhr
    Das Ströbelemodell
    wird noch effizienter mit dem sogenannten Snowden Nachbrenner. zwinkern
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  • unbekannt
    (2134 Beiträge)

    21.11.2013 17:55 Uhr
    Und noch das Modell
    Mario Barth,da muß die Freundin in die Pedale treten. zwinkern
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  • unbekannt
    (2134 Beiträge)

    24.11.2013 15:10 Uhr
    In meinem Geheimlabor
    arbeite ich gerade selbst an einem Ökocopter (Boco)
    [img=http://abload.de/thumb/bocoa5s15.gif]
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  •   Makamabesi
    (3025 Beiträge)

    25.11.2013 11:25 Uhr
    .....
    Geil-O-Mat! grinsen grinsen
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    21.11.2013 17:58 Uhr
    Ein
    klassischer Quotenmotor. Ist leider noch nicht serienreif und eher eine Totgeburt. zwinkern
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  •   Wuehlmaus
    (3488 Beiträge)

    21.11.2013 19:14 Uhr
    Mit so einer Einstellung
    würde der Mensch sich immer noch vor den Hyänen auf Bäume fliehen, anstatt aus dessen Ästen Hütten, Fackeln und Speere zu machen zwinkern
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  • unbekannt
    (2134 Beiträge)

    21.11.2013 19:25 Uhr
    Einstellung
    wie hetfield schon betonte wäre die Sache anders wenn es wirklich eine neue Erfindung wäre (erste Heli allgemein z.B.).
    Die Einstellung jede minimale Neuerung (Elektromotoren gibt es schon gefühlte Ewigkeiten) zu bejubeln bringt die Menschheit auch nicht weiter.
    Wenn Leute mit ihren I-was-weiß-ich triumphierend die Kasse verlassen ist es eher zum Fremdschämen,dann investiere ich wirklich lieber Zeit meine Wohnung gegen Hyänen zu verteidigen.(Mit einem spitzen Stock - was zur wichtigsten Meldung des Tages passt)
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    21.11.2013 22:16 Uhr
    Ok,
    ich war schon ein bissel grob eingangs. Geb ich ja zu. Trotzdem bleibe ich dabei, dass hier nichts Revolutionäres erfunden wurde. Nehmen wir mal an wir können irgendwann federleichte Akkus entwickeln mit einer Kapazität von mehreren Stunden Vollgas. Das wär top.
    Aber das wär dann die eigentliche Erfindung und nicht der Copter. Ein E-Auto ist ja auch kein neu erfundenes Auto. Es wird eben anders angetrieben als mit der 'herkömmlichen' Methode.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    21.11.2013 22:31 Uhr
    Der Akku
    ist und bleibt bei E-Antrieben die Schwachstelle. Reichweite, Gewicht, Auflade/Entladezyklen, Dauer des Aufladens, Feuergefahr, Kosten - mit der heutigen Technik kommt man nicht wirklich weiter. Da ist noch ein richtiggehender "Quantensprung" nötig, damit das so richtig praxistauglich wird.

    Dennoch ist es nie verkehrt, weiter zu denken und zu probieren, auch wenn nicht aus jeder zuerst verrückt anmutenden Idee etwas wird.
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