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Karlsruhe Einhub des 400-Tonnen Koloss: Erste Coke-Drum bei der Miro eingesetzt

Am Mittwochmorgen wurde im Zuge des Großprojekts "Austausch der Kokskammern" in der Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO) die erste von zwei neuen Kammern in die Koker-Anlage eingebaut. Gut eine Stunde dauerte der Vorgang, bis die 35 Meter hohe Kammer im Inneren der Anlage verschwunden war.

Die Zahlen sind schwindelerregend: Mit Hilfe eines 135 Meter hohen und 2.000 Tonnen schweren Ringkrans war die etwa 400 Tonnen schwere Kokskammer in die Anlage der MiRO eingebaut worden. Aus Sicherheitsgründen wurde der Arbeitsbereich rund um den Kran großräumig abgesperrt. Die Kammer ist die erste von zwei neuen "Coke Drums" in der Karlsruher Mineralölraffinerie. Schwere Rückstände aus der Rohöldestillation sollen in den Kammern in marktgerechte Gas- und Benzinkomponenten, Dieselkraftstoff oder Heizöl umgewandelt werden.

Die Verantwortlichen der MiRO sprechen von einem "Meilenstein" des Großprojekts. Am Mittwochmorgen war es dann soweit: In rund einer Stunde wurde die 35 Meter hohe Coke Drum aus Spezialstahl mit dem Ringkkran in die Anlage gehievt und damit der sichtbare Teil der Arbeit beendet. Die zweite Coke Drum soll in den nächsten zwei Wochen eingebaut werden. Der verantwortliche Projektleiter Frank Wischniewski zeigte sich gegenüber ka-news zufrieden mit dem Ablauf nachdem die Kammer im Inneren der Anlage verschwunden war. "Der sichtbare Teil ist damit weitestgehend abgeschlossen, es folgen jetzt noch Anschlussarbeiten wie Rohrleitungsarbeiten." Im April soll die Koker-Anlage der MiRO wieder in Betrieb gehen. 

Fast 35 Jahre waren die alten Kammern in der Mineralölraffinerie im Einsatz, 1984 wurden sie eingebaut. Der hohe Verschleiß veranlasste den Konzern deshalb dazu die Behälter zu erneuern. Der Austausch wird im Zuge einer Großinspektion der MiRO genutzt, bei der die Anlagen still stehen. Die Planungen für den Austausch der Koker dafür begannen bereits 2013, wie Projektleiter Wischniewski erläutert. Dann galt es die Gesellschafter zu überzeugen um in die genaueren Planungen gehen zu können. Die MiRO hofft darauf, dass die neuen Kokskammern eine noch längere Betriebslaufzeit haben werden als die alten Coke Drums. Etwa 75 Millionen Euro wurden bei dem Projekt in die Anlage investiert. 

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Kommentare (4)
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  •   Darth_Vader
    (779 Beiträge)

    07.03.2018 17:52 Uhr
    Coce-Drum
    Kokskammer reicht völlig. Es ist weder notwendig alles zu verenglischen, noch sieht es gut aus.
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  •   betablocker
    (3128 Beiträge)

    07.03.2018 18:41 Uhr
    Wobei
    man zur Verteidigung sagen muss, dass das auch intern so heisst. Also das ist jetzt keine ka-news übliche Sprachverschönerung.
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  •   Consigliere
    (278 Beiträge)

    07.03.2018 18:17 Uhr
    jaja
    der "Darth_Vader" ein kerniger teutscher Name...
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  •   Darth_Vader
    (779 Beiträge)

    07.03.2018 18:36 Uhr
    Wenn es nicht in dein Intelligenzspektrum passt,
    hier den Unterschied zu erkennen, dann akzeptiere ich das. Macht nichts, es scheint ja nicht zu schmerzen.
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