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Karlsruhe Drogeriemarktkette dm wächst weiter und will expandieren

1,6 Millionen Kunden täglich, 40 Jahre Unternehmensgeschichte und Pläne für eine neue Konzernzentrale an der Durlacher Allee. Die Karlsruhe Drogeriemarktkette dm blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück: Während der fast 70-Jährige Gründer Götz W. Werner seine Autobiographie veröffentlichte, eröffnete dm im letzten Jahr 135 neue Märkte weltweit.

Der Drogeriekonzern ist weiter auf dem Vormarsch. Foto: Uli Deck
Der Drogeriekonzern ist weiter auf dem Vormarsch. Foto: Uli Deck |

Die Drogeriemarktkette ist sogar auf Wachstumskurs und will ihr Filialnetz kräftig ausbauen.

1.500 dm-Filialen deutschlandweit

Allein in Karlsruhe gibt es 14 Märkte - deutschlandweit hatten zum Stichtag 30. September 1.480 Filialen ihre Türen geöffnet. "Das sind aber inzwischen ein paar mehr geworden", erläuterte dm-Chef Erich Harsch am Donnerstag in Karlsruhe. Mitte November eröffnet in Nürnberg der 1.500. dm-Markt. Bei dm arbeiten derzeit rund 34.000 Menschen. Der Konzern legt nach eigenen Angaben besonderen Wert auf selbstbestimmtes und sinnerfülltes Arbeiten. Fester Bestandteil der Lehre ist deshalb inzwischen "Abenteuer Kultur", was mit 120 Workshops etwa 10.000 Stunden Kulturschaffen und Persönlichkeitsbildung umfasst.

Im gerade beendeten Geschäftsjahr wurde erneut ein Rekordumsatz erzielt. Die Erlöse stiegen konzernweit um 11,9 Prozent auf 7,69 Milliarden Euro. In den 1.480 deutschen Märkten erwirtschaftete dm 5,842 MIlliarden und steigerte den Vorjahresgewinn um 14,3 Prozent. Das Karlsruher Drogerieunternehmen - seit der Schlecker-Pleite Branchen-Primus - führt das stetige Wachstum nur zum ganz geringen Teil auf den Fall des ehemaligen Konkurrenten zurück. Konsumenten setzten verstärkt auf kompetente Beratung und würden deshalb mehr Fachmarktzentren aufsuchen, so das Unternehmen. Das andauernde Wachstum ist für dm-Chef Erich Harsch vor allem ein Zeichen der Kundenzufriedenheit. Unter dem Strich plant dm für das nächste Jahr 150 neue Märkte und Investitionen in Höhe von 230 Millionen Euro.

Noch im gerade angebrochenen neuen Geschäftsjahr will dm mit dem Bau der neuen Zentrale an der Durlacher Allee beginnen. Im Juli genehmigte der Karlsruher Gemeinderat den Verkauf eines 50.000 Quadratmeter großen Grundstücks an der Alten Karlsruher Landstraße, wo sich derzeit auch ein P+R-Platz mit 45 Plätzen befindet. 30 Plätze will die Firma dauerhaft erhalten und unentgeltlich zur Verfügung stellen. Ein ebenfalls dort angesiedelter Bolz- und Spielplatz wird verlegt. Das vor 40 Jahren in Karlsruhe gegründete Unternehmen "dm" verteilt sich derzeit auf sieben Standorte. Diese verschiedenen Unternehmensbereiche sollen nun in einer neuen Hauptverwaltung zusammengeführt werden.

Neue Zentrale soll keine sichtbare Landmarke werden

"Unsere neue dm-Zentrale soll nicht als weithin sichtbare Landmarke hervorstechen, sondern wir wollen einen Gebäudekomplex errichten, der sich harmonisch in sein Umfeld einfügt", betonte Harsch. Dort sollen mindestens 1.500 Menschen arbeiten, außerdem sind eine Kindertagesstätte und ein dm-markt geplant sowie Parkmöglichkeiten für 1.000 Fahrzeuge. Sechs Architekturbüros im deutschsprachigen Raum hatten Entwürfe eingereicht - am Ende siegte der Entwurf des Stuttgarter Büros Lederer+ Ragnarsdóttir+Oei. Das Büro hat in Karlsruhe bereits mehrere Objekte verwirklicht.

"Wir wollen unser Bauvorhaben in Karlsruhe zügig realisieren. Alle erforderlichen Voraussetzungen sind erfüllt, Vorgaben seitens der Kommune sind ebenso berücksichtigt wie nachbarschaftliche Belange, sodass wir nun unsere Kollegen in die Konkretisierung der Bauplanung einbeziehen können", führte Harsch aus. Die Investition werde sich auf drei Geschäftsjahre verteilen. "Für das laufende Jahr rechnen wir mit einer Investitionssumme von 25 Millionen Euro - insgesamt werden wir an der Durlacher Allee rund 90 Millionen Euro investieren."

Mehr zur Karlsruher Drogeriemarktkette dm:

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  •   coleman0234
    (422 Beiträge)

    26.10.2013 11:41 Uhr
    Einfach
    Sehr gute Arbeit geleistet.
    Und ich hoffe DM tut das weiterhin, das nicht irgendwann ein Geldgeiler Spekulant diese vorbildliche Firma kaputt macht. Denn leider ist Werner nicht unsterblich.
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  •   80er
    (6159 Beiträge)

    24.10.2013 16:47 Uhr
    An dm....
    ....kann man erkennen, dass man seine Leute gut behandeln und gut bezahlen kann und dennoch einen Gewinn einfahren kann. Warum erkennen das Lidl und Co nicht?
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  •   Smallwood
    (1506 Beiträge)

    25.10.2013 14:07 Uhr
    dm schafft es kapitalismus mit menschlichkeit
    zu verbinden und ich finde man sieht es allein schon an den mitarbeitern, welche bei lidl, aldi, rossmann und co extrem gestresst wirken und immer unter zeitdruck zu stehen scheinen und fast vor den kunden flüchten, um nicht von der arbeit aufgehalten zu werden.
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  •   Ingo1958
    (294 Beiträge)

    24.10.2013 16:36 Uhr
    dm-Wildpark
    das wärs, dm Markt der Namensgeber fürs neue Stadion
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  •   Smallwood
    (1506 Beiträge)

    25.10.2013 14:05 Uhr
    der ksc ist zu wenig "mensch."
    das ganze showgeschäft im fussball, samt der übertriebenen gehälter passen nicht zu einem unternehmen, welches anthropologische ansätze verfolgt, mit einem gründer, welcher das bedingungslose grundeinkommen fordert und vorrechnet, dass eigentlich produkte in großer stückzahl gekauft teurer sein sollten und stattdessen belohnt wird, wer wenig verbraucht. z.b. beim wasserverbrauch.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    24.10.2013 17:03 Uhr
    Wer würde
    sich das nicht wünschen? Aber auch wenn Götz Werner nicht mehr im operativen Geschäft ist, er wird noch was zu sagen haben. Und ein Engagement im Fussball hat er ja schon vor Jahren kategorisch ausgeschlossen.
    Im Nachhinein wäre eine dm Arena im Wildpark (oder sonstwo) aber sicher die bessere Wahl gewesen als eine kahle ungenutzte Messehalle im Niemandsland mit einem Werbeffekt von genau Null.
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