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Bruchsal/Weiterstadt Die Saison beginnt: An Ostern kann der erste Spargel auf den Tisch!

Der Spargel sprießt schon: Die Saison beginnt in Hessen und Rheinland-Pfalz rund zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr. Ostern wird es nach Einschätzung der Bauern genug von dem Kaisergemüse geben.

Der erste Freiland-Spargel ist da. In der Pfalz und in Rheinhessen sind bereits einige Stangen unter mehrfacher Folie geerntet worden, in Südhessen wird am Mittwoch gestochen. Im Badischen soll das beliebte Frühlingsgemüse aus mehrfach abgedeckten Folientunnel am kommenden Wochenende auf den Markt kommen, wie eine dpa-Umfrage ergab.

"Wir sind 14 Tage früher dran als letztes Jahr", sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Spargel Südhessen, Rolf Meinhardt, vom Tannenhof in Weiterstadt. Er will an diesem Mittwoch den ersten Spargel stechen und rechnet wie viele andere Erzeuger mit einem guten Jahr. "Zu Ostern haben wir eine absolute Vollernte."

Der Spargel in Rheinhessen und der Pfalz ist auch etwa zwei Wochen früher dran als im Vorjahr, wie Andreas Köhr vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd sagt. Mitte bis Ende nächster Woche werde es voraussichtlich richtig los gehen. Deutlich zweistellige Temperaturen kurbelten das Wachstum in den kommenden Tagen an. In der Pfalz wird schon seit einigen Tagen Freiland-Spargel unter der Folie geerntet. In Dudenhofen etwa wurden seit dem 15. März bereits rund 100 Kilo gestochen.

In Baden werden seit Ende Februar bereits die ersten Spargelstangen von beheizten Feldern verkauft. An der südhessischen Bergstraße wurde das Gemüse auch schon auf beheizten Feldern gestochen. In Rheinland-Pfalz gebe es die nicht, sagte Köhr.

Zu Saisonbeginn ist das Gemüse noch vergleichsweise teuer: zwischen 16 und 20 Euro kostet das Kilogramm in der Handelsklasse I, wie die Erzeuger berichten. "Die Preise werden mit zunehmendem Angebot sehr schnell nach unten gehen, so ist unsere Erfahrung", sagte der Geschäftsführer der Obst- und Gemüse-Absatzgenossenschaft Nordbaden (OGA), Hans Lehar, im nordbadischen Bruchsal.

Die Stürme der vergangenen Tage haben nach Lehars Angaben erhebliche Schäden an Minifolientunneln angerichtet. Das verzögere auf den betroffenen Flächen den Erntebeginn. "Es gibt keinen Ausfall, nur eine zeitliche Verzögerung."

Wegen des Mangels an Erntehelfern reduzieren viele Anbieter inzwischen ihre Anbauflächen für den arbeitsintensiven Spargel. Denn es kämen deutlich weniger Saisonarbeitskräfte aus den osteuropäischen EU-Staaten, sagte Lehar. "Das merken wir ganz massiv."

Eine Prognose zum Spargeljahr 2019 wagt der Geschäftsführer nicht. Sicher sei aber: "Wenn es jetzt warm wird und bleibt, wenn die Sonne mehrere Tage scheint, dann wird es relativ schnell beginnen." Denn die Spargelpflanze habe über die Wintermonate ihren so genannten Kältereiz bekommen und wenn die Sonne scheine, gehe die Wärme über die Folientechnik schnell in den Boden.

Spargel gedeiht besonders gut in sandigen, leichten Böden und braucht sonnige Standorte. Bundesweit ist die Anbaufläche nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 23.000 Hektar groß. Das entspricht einem Quadrat von gut 15 mal 15 Kilometern. Die Hauptanbauflächen sind in Niedersachsen - gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg.

In Hessen wird auf rund 2.000 Hektar Spargel geerntet, davon liegen etwa rund 1.700 Hektar rund um Darmstadt. In Baden-Württemberg wird Spargel hauptsächlich in der südlichen Rheinebene rund um Freiburg und in Nordbaden zwischen Baden-Baden und Mannheim auf einer Fläche von gut 2.200 Hektar angebaut. In Rheinland-Pfalz wächst das Gemüse vor allem in der Vorderpfalz sowie in den Kreisen Alzey-Worms und Mayen-Koblenz auf insgesamt mehr als 1200 Hektar.

Schluss mit der Spargelernte ist am Johannistag, dem 24. Juni, oder kurz danach. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt nach Darstellung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung bei rund 1,6 Kilogramm.

Geerntet werden in Deutschland den Statistikern zufolge 129.600 Tonnen im Jahr. Davon 10.800 in Hessen, 10.600 in Baden-Württemberg und 7.600 in Rheinland-Pfalz. Die Zahlen stammen von 2018.

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  •   Peacemaker
    (423 Beiträge)

    28.03.2019 21:46 Uhr
    Das muss erst mal ein paar Tage "Wachswetter" sein,
    also warm und sehr feucht. Dann gibts auch guten Spargel. Den Unterschied schmeckt man, sofern man nicht alles mit einer Hollandaise zukleistert.
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  •   Lipa
    (813 Beiträge)

    28.03.2019 13:29 Uhr
    Da dieser frühe
    Spargel NUR unter der Folie wächst, bekommt er einen etwas eigenartigen Geschmack, und daher nichts für einen Gourmet.
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  •   andip
    (9795 Beiträge)

    28.03.2019 15:49 Uhr
    Warum?
    Der Spargel wird doch schon geerntet bevor er aus der Erde und eventuell mit der Folie in Berührung kommt.
    Oder gehen irgendwelche Stoffe aus der Folie in die Erde und damit in den Spargel über?
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  •   HerrNilson
    (1094 Beiträge)

    28.03.2019 17:22 Uhr
    Natürlich
    geht PCB zum Bleistift aus Plastik direkt in das Lebensmittel über. Bestes Beispiel Wasser in Plastikflaschen. Keine Behauptung von mir sondern erwiesener Fakt. Und Spargel wird nun mal auch bewässert und der Mist löst sich dann aus der Folie und geht in die Erde. Nee nee kein Spargel aus Folienernte. Ich kann warten.
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  •   Kiwi
    (293 Beiträge)

    29.03.2019 09:34 Uhr
    Nee nee kein Spargel aus Folienernte. Ich kann warten.
    Ich warte lieber bis "Biospargel" aus China auf den Markt kommt zwinkern
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  •   Lipa
    (813 Beiträge)

    29.03.2019 10:49 Uhr
    von China
    kauf ich schon lange GAR NICHTS mehr, keine Kleidung, nichts.
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  •   HerrNilson
    (1094 Beiträge)

    29.03.2019 14:43 Uhr
    denn
    aus China kann kein Bio kommen, da das ganze Wasser verseucht ist.
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  •   Lipa
    (813 Beiträge)

    29.03.2019 17:54 Uhr
    denn
    einhundert pro
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  •   Kiwi
    (293 Beiträge)

    29.03.2019 17:33 Uhr
    Chinaspargel
    Ich habe doch am Ende meiner Worte zwinkern
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  •   Peacemaker
    (423 Beiträge)

    28.03.2019 22:32 Uhr
    Lesen Sie mal den Artikel über Verschwörungstheorie
    Auch Sie dürfen lernen
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