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Karlsruhe Die Karlsruher Innenstadt soll attraktiver werden: Stadt will Reklametafeln ab 2020 einheitlicher gestalten

Ein geordnetes Stadtbild ohne blinkende Leuchtreklame - so soll die Karlsruher Innenstadt einmal aussehen. Um das Erscheinungsbild der Kaiserstraße und die dortige Aufenthaltsqualität aufzuwerten, soll die Verwaltung einen Entwurf für eine sogenannte Werbeanlagesatzung ausarbeiten. Das teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit.

Die Satzung soll regeln, welche Reklame an den Fassaden in der Innenstadt angebracht werden darf und welche nicht. Hintergrund ist nach Angaben der Verwaltung eine deutliche Zunahme großformatiger Reklame an Fassaden mit bewegtem Licht und wechselnden Motiven.

Reklame macht Innenstadt unattraktiv

Das hätte mehr leerstehende Läden und weniger Kunden zur Folge. "Im Zuge der Innenstadtumgestaltung durch die Kombilösung soll deshalb die Chance ergriffen werden, den Charme des Stadtkerns zu erhöhen", so die Stadt weiter. "Hierzu reichen Bauordnungs- und Planfeststellungsrecht derzeit nicht aus."

Mit der neuen Satzung soll die Werbung im Stadtbild den Gebäuden, Plätzen und Stadträumen untergeordnet und einheitlicher gestaltet werden - so könnte beispielsweise blinkende Werbung ausgeschlossen werden. Zusätzlich soll eine weitere Satzung auch die Gestaltung von Markisen, Automaten, Fenstern und Schaufenstern regeln.

Neue Satzung könnte 2020 in Kraft treten

Schon im Beteiligungsprozess zum City-Gutachten sei laut Stadtverwaltung eine Werbeanlagensatzung gefordert und diskutiert worden. Auch aus einer nicht repräsentativen Online-Befragung auf dem Beteiligungsportal der Stadt sei der Wunsch nach der Eindämmung bewegter Reklame laut geworden.

Einen ersten Entwurf für die Satzung möchte die Verwaltung im Oktober vorstellen. Die Satzung könnte dann 2020 gültig werden.

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"Zukunft Innenstadt": Wie geht es in Karlsruhe nach der Kombilösung weiter?

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  •   malerdoerfler
    (5899 Beiträge)

    29.03.2019 19:13 Uhr
    positiv denken?
    schneller durch die City? Um dann in Mühlburg oder Wörth einzukaufen?

    Da bleibe ich lieber im Osten und stärke den Standort Durlach.
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  •   Beiertheimer
    (1031 Beiträge)

    29.03.2019 10:26 Uhr
    Als weite Möglichkeit
    bietet sich ein Dresscode an. Am Mittwoch ist Casual-Day und Dienstags gibt's die Standarduniform bei betreten der Stadt für die Besucher.
    Das ganze im Gleichschritt und unter Standardbäumen führt zu einer weiteren Steigerung des Wohlfühlpegels. Akkurat nach Süd-Süd-Ost ausgerichtete Außenbestuhlung ist dann natürlich Pflicht.
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  •   andip
    (9915 Beiträge)

    29.03.2019 08:44 Uhr
    Wieso ist Reklame unattraktiv
    und soll dazu führen, das Geschäfte leer stehen?
    Reklame soll doch dazu dienen, die Leute anzulocken, eben damit die Läden nicht leer stehen.
    Und wo in der Innenstadt gibt es massenhaft Werbetafeln, vor allem blinkende oder irgendwie bewegte?
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  •   Malaika
    (202 Beiträge)

    29.03.2019 08:33 Uhr
    Jetzt wären wir wieder
    bei der Diskussion um die bösen Internetkäufer... Das erinnert mich immer an die Frage was zuerst da war: Das Huhn oder das Ei! Ich erinnere mich an die Innenstadt vor 10, 15 Jahren, als ich dort oft mit meinen Mädels zum shoppen unterwegs war. Dort eine nette kleine Boutique mit Kleidung, die es nicht an jeder Ecke gibt. Da ein toller Vintage-Laden, hier ein Haushaltswaren-Geschäft mit guter Beratung und toller Auswahl, daneben schöne Lederwaren. Zum Abschluss in ein nettes Straßencafé/Restaurant. Diese Läden gibt es hier einfach nicht mehr ! Und ein nettes Straßencafé? Höchstens mit Ausblick auf Bauzäune und Lärm, der dich aus dem Stuhl hebt. Läden wie Piefki, Plimski, Prima und Konsorten, Dönerbuden und Handyläden locken mich nicht in die Innenstadt, das ist Ramsch, kein Einkaufserlebnis. Deswegen kaufe ich im Internet. Bleibt nur zu hoffen, dass sich nach der Baustellenära wieder höherwertige Geschäfte etablieren, dann klappt's auch wieder mit dem Einkaufsbummel!
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  •   silberahorn
    (9999 Beiträge)

    29.03.2019 06:02 Uhr
    .
    Nachdem ich wirklich einige Vergleichsmöglichkeiten mit Städten und ihren innerstädtischen Einkaufsmöglichkeiten auf der ganzen Welt habe: Karlsruhe hat ein verhätnismäßig gutes Angebot und auch günstigere Preise der gleichen Marken als andernorts. Die Frage bleibt eben wirklich, wie gut ein Kunde sich betreut fühlt (außer Preisvorteilen).
    Karstadt Karlsruhe hat hier bei Karstadt Sports noch gute Kenner und Berater. Interessant ist immer, wie Ware, wenn sie anderswo keine Käufer fand, in den diversen Häusern rotieren können. SALE wirkt.
    (Für alle Zweifler an meinen Worten, z.B. in Graben-Neudorf : ALDI in Sydney habe ich nicht getestet, aber Woolworth habe ich im Vergleich zu Sydney in Afrika erkundet)

    Lustig ist eher, dass ich das Thema der Außenwerbung hier gerade vor Tagen im Kopf hatte. Saturn kann man sehr weit erkennen, weil die offenbar entweder von einer Straßenkrümmung profitieren (die gibt es aber nicht) oder das Schild etwas weiter vorne sitzen haben.
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  •   Großgosch
    (57 Beiträge)

    28.03.2019 23:07 Uhr
    In der Innenstadt
    fühle ich mich nicht mehr wohl. Ergo bestelle ich bei Amazon und lasse es mir vom DHL-Boten die Treppe hochtragen. Scheinbar ist es ja so gewollt.
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  •   melotronix
    (2938 Beiträge)

    29.03.2019 08:00 Uhr
    das ist wirklich witzig..
    ..in der Innenstadt fühlen sie sich nicht mehr wohl...wohl aber bei Amazon.

    Ein Beispiel von vielen:

    amazon
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  •   Peacemaker
    (423 Beiträge)

    28.03.2019 21:52 Uhr
    Normierung der Reklametafeln ...
    Und dadurch wird Karlsruhe attraktiver. Genial. War das wieder diese Beratungsfirma aus Berlin?
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  •   Großgosch
    (57 Beiträge)

    28.03.2019 19:48 Uhr
    Die wissen halt,
    wo der Schuh drückt. Respekt.
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  •   Route66
    (1907 Beiträge)

    28.03.2019 19:36 Uhr
    Wenn es daran hängen würde...
    dann wäre ja alles gut.
    Ich war heute nach einigen Monaten mal wieder im Karstadt. Na ja...wenn man in der Haushaltswarenabteilung im UG ist, dann sieht man, auf welches Niveau Karstadt sinkt. Schlimm.
    Und eine Verkäuferin meinte dann auch: hier gibt es keine guten Geschäfte mehr, gehen Sie doch mal die Kaiserstrasse entlang. Da ist nichts mehr.
    Genau so sehe ich das auch. Nur noch Billig- und Chinaschrottläden, neben Handyläden.
    Und jetzt sollen einheitliche Reklameschilder das Niveau heben und zum Bummeln und Einkaufen einladen?
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