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Karlsruhe Das Baujahr im Raum Karlsruhe fällt mager aus: 2.385 Wohnungen neu gebaut

Im Landkreis Karlruhe sind im vergangenen Jahr 1.729 Neubauwohnungen entstanden – 737 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern. 2017 wurden damit 5 Prozent weniger neue Wohnungen gebaut als noch im Vorjahr. In der Stadt Karlsruhe waren es 656 Neubauwohnungen – 147 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern.

Insgesamt haben die Bauherren in Karlsruhe demnach im vergangenen Jahr 247 Millionen Euro, im Landkreis Karlsruhe 501 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. "Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn der Raum Karlsruhe seinen Beitrag zur Wohnraum-Offensive der Bundesregierung leisten will. Denn der Neubau von bezahlbaren Wohnungen ist die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, von denen auch Baden-Württemberg betroffen ist", sagt Andreas Harnack vom Verbändebündnis Wohnen.

Insgesamt seien bundesweit im vergangenen Jahr nicht einmal 285.000 Wohnungen neu gebaut worden. Dabei habe die Große Koalition von CDU/CSU und SPD eine ganz andere Messlatte gelegt: 1,5 Millionen Neubauwohnungen bundesweit bis 2021 – also 375.000 pro Jahr. "Das bedeutet, dass der Wohnungsneubau schon in diesem Jahr um satte 32 Prozent zulegen müsste. Danach sieht es allerdings bislang weder in Baden-Württemberg noch bundesweit aus", so der Regionalleiter der IG BAU in Baden-Württemberg, Andreas Harnack.

Wohnen müsse weiter gefördert werden

Auch das Wohneigentum in Stadt und Kreis Karlsruhe müsse endlich wieder effektiv gefördert werden. "Es müssen sich wieder mehr Menschen die eigenen vier Wände leisten können – vom Maurer bis zur Industriekauffrau. Handwerker, die Wohnungen bauen, sollten auch in der Lage sein, sich eine eigene Wohnung anzuschaffen", so das Bündnis Wohnen.

Im Verbändebündnis Wohnen setzen sich die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen beim Wohnungsbau ein.

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Kommentare (13)
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  •   Hüttenkäse
    (421 Beiträge)

    05.07.2018 10:26 Uhr
    Fast 900 EFH- und ZFH-Wohnungen im Landkreis Karlsruhe?
    Ich dachte wir hätten ein Flächenproblem?

    Gibt es eigentlich eine Speckgürtel-Gemeinde, die ernsthaft über die Ausweisung von Mehrgeschoss-Neubaugebieten nachdenkt?
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  •   Bimbo
    (187 Beiträge)

    04.07.2018 20:47 Uhr
    Eigentum und "durschnits Bürger"
    @Svetogor
    Das was du von dir gibst ist eine unverschämtheit und beleidigunt für sehr, sehr viele Menschen!!!!
    Wenn es dir nicht klar ist ein durschnitts Einkommen ist weit unter 3000€ Netto!
    @all
    Ein Facharbeiter - ich betone Facharbeiter - ohne zusätzliche Einkünfte (z.b. Erbschaft usw.) kann von einer Eigentumswohnung nur Träumen! Alternativ ein hoch riskantes Finazielles Spiel. Stichwort Zinssteigerung!

    Aber macht euch keine Sorgen sollange Mentrup mit Öko-Faschisten in dieser Stadt das sagen haben, wird sich kein "duschnits Bürger" sowas leisten können.
    Mentrup und Öko-Faschisten hört mir endlich auf von Nachverdichtung zu labern!!!!
    Das hatte, hat und wird keine Wohnungsnot in dieser Stadt lösen.
    Aber für Öko-Faschisten war es wertvoller für einige Wenige den Flugplatz zu Naturschutzgebiet zu erklären als Wohnungen zu bauen. Es ging um die luxus Villen am Rande! Vermutlich ist der Flugplatz eher eine Sondermülldeponie... Die Naturschutz Gründe kann man Manipulieren!!!
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  •   Mondgesicht
    (2122 Beiträge)

    05.07.2018 08:52 Uhr
    Dass sich heute aber
    "Durchschnittsbürger" wie Facharbeiter kein Wohneigentum leisten können, liegt ja an der Preisexplosion auf dem Immoblienmarkt. Selbst für schimmelige Altbauwohnungen werden doch aktuell Höchstpreise gezahlt.

    Und man kann es nicht abstreiten: das ist zu großem Teil eine Folge der Nullzinspolitik von Mario Draghi. Wer Geld hat, steckt es in Immobliien. Das Einzige, was heute noch Ertrag bringt.
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  •   Hüttenkäse
    (421 Beiträge)

    05.07.2018 10:16 Uhr
    Aber "Durchschnittsbürger" profitieren auch...
    Beim Verkaufen oder Vermieten seines Eigentums vergisst so mancher "Durchschnittsbürger", wo er herkommt - Facharbeiter, Handwerker, und so...

    Wenn man so kuckt, welche Mondpreise derzeit im KA-Umland für irgendwelche geerbten Hexenhäuschen auf einem Hemdchen Bauland aufgerufen werden.
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  •   Bimbo
    (187 Beiträge)

    05.07.2018 09:42 Uhr
    Nicht nur Null Zins....
    Nicht nur die Nullzins Politik....
    sondern auch:
    - die von Öko-Faschisten beschworene Schrumpfung der Bevölkerung ist nicht eingetretten
    - der nicht vorhandene Neubau
    - künstlich erzeugter mangel an Baugrund
    - schwachsinge Energie Politik (alleine hier >700€ m2 mehr)
    - Deutschland ist seit 2015 um mehr als 2 Millionen Menschen gewachsen - Diese Menschen müssen auch irgendwo wohnen!!!
    - Karlsruhe Kommunal Politik - garantierte verknapung des Baulandes für Jahrzehnte
    - Witschaftliche Entwicklung hat sehr viele Menschen aus der EU nach Deutschland gezogen incl. Familie

    und wenn wir schon über Draghi sprechen. Ohne seine Handlung wäre der Euro schon längst um die Ohren geflogen. Weil Politik nicht im stande war dieses Problem zu lösen!
    Kein Land in der € Gruppe wird duch den Zerfall von Euro mehr verlieren als Deutschland!!!!
    Kein Land in der € Gruppe hat seine Wirtschaft so sehr auf Export ausgerichtet.
    Draghi ist ergebniss des Politik Versagens!!!!
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  •   bier2
    (884 Beiträge)

    05.07.2018 09:04 Uhr
    als die Zinsen noch hoch
    waren konnte es sich ein Durschnittsbürger wegen den Zinsen auch nicht leisten. Die Preise sind nur in den Zuzugsregionen so hoch. Es gibt viele Gegenden da ist es günstig weil da keiner hinwill.
    München ist das beste Beispiel. Zuzug von Arbeitnehmer die sehr gut verdienen und sich die Preise leisten könnnen. Zu wenig Wohnraum läßt die Preise steigen. Geringverdiener müssen ins Umland ziehen.
    In KA ist es zwar (noch) nicht so extrem aber ähnlich.
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  •   bier2
    (884 Beiträge)

    05.07.2018 07:10 Uhr
    zieh ind den Osten oder
    nach Nordhessen oder Norddeutschland (ausser hamburg) da kriegt man Wohnung und Häuser hinterhergeschmissen. In Städten mit guten Jobs ziehen die Leute hin, verdienen gut und können sich eben die Preise leisten.
    Häts halt was gescheites studiert dan gehts auch in KA..
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  •   Bimbo
    (187 Beiträge)

    05.07.2018 07:17 Uhr
    Nachdenken....
    @bier2
    Trinke etwas weniger Bier, dann wirst du Augen aufmachen...
    Menschen ziehen dorthin wo Arbeit ist!
    Es gibt genügend Menschen in dieser Stadt die Studiert haben und sich kein Eigentum leisten können.
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  •   andip
    (9795 Beiträge)

    04.07.2018 15:37 Uhr
    Tja
    Wie sollen denn all diese Neubauten entstehen, wenn jedesmal, wenn irgendwo was Neues gebaut werden soll oder neue Baugebiete ausgewiesen werden sollen, alle aufschreien und das verhindern wollen.
    So nach dem Motto: Ich will keine neuen Nachbarn, hier ist es schon zu voll, sollen die doch sonstwo bleiben aber nicht hier.
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  •   Svetogor
    (322 Beiträge)

    04.07.2018 12:43 Uhr
    .
    Wenn die Leute nicht 5. im Jahr in Urlaub fliegen würden, könnten sich jeder ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung leisten. Wer das nicht will, muss halt weiterhin die verlangten Mieten zahlen.
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