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Rheinstetten/Karlsruhe Cloudzone: Frank Roth - Datenwolken-Macher aus Karlsruhe

Über Karlsruhe schwebt seit Donnerstag eine riesige Datenwolke. Denn die zweite Fachmesse Cloudzone findet bis Freitag, 11. Mai, in der Messe Karlsruhe Stadt. Rund 60 Aussteller stellen ihre Ideen vor. Zum Beispiel wie kleine und mittelständische Unternehmen und deren Mitarbeiter von überall auf der Welt sicher und leicht auf ihre Daten zugreifen können. Auch viele Karlsruher Unternehmen präsentieren sich auf der Messe. So auch Frank Roth mit der Firma AppSphere.

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"Cloud Computing kann man sich wie das Leasen eines Auto vorstellen", sagte Frank Roth auf der Cloudzone im Gespräch mit ka-news. "Wir bieten Full Service Leasing." Eben all das, was der Kunde sich wünsche, so der Geschäftsführer der AppSphere AG aus Ettlingen.

Clouds: Unternehmen dürfen nicht vor Veränderungen zurückschrecken

Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Start Ups biete eine Cloud optimale Voraussetzungen. Denn um schnell durchstarten zu können, müssten die Unternehmen keine großen Investitionen für interne Server auf sich nehmen, so Roth weiter. "Man kann die Kapazitäten einfach bei einem Provider mieten und hat bei einer Cloud sogar die Möglichkeit, fast monatlich zu kündigen oder kurzfristig aufzustocken."

Zudem gebe es sehr flexible Preismodelle mit viel Spielraum für die Unternehmen. "Bisher sind die Clouds in den Unternehmen leider nicht so angekommen", bedauert Roth. Das liege unter anderem daran, dass in vielen Unternehmen eine interne IT bereits existiere und die Unternehmer deshalb vor einer Veränderung zurückschrecken - zumal wenn alles laufe. Als anfängliches "greenfield", eine leere grüne Wiese, bezeichnete Roth die AppSphere AG, die 2010 gegründet wurde. Natürlich gingen die fünf Gründer mit gutem Beispiel voran und setzten bei ihrer IT auf eine Cloud, so Roth.

"Wir haben bei Null begonnen und verschiedene Anbieter getestet, bis wir uns für das Angebot von Microsoft entschieden haben." Und das vermitteln Frank Roth und die 30 Mitarbeiter nun an ihre Kunden. Zusätzlich zu den Microsoftangeboten biete die AG auch SAP-Lösungen an, die dezentral auf sicheren, deutschen Servern liege. Vom Mailprogramm bis hin zu diesen SAP-Anwendungen sei alles über Clouds machbar, so Roth.

Rösler: "Forschungsdenken statt Zukunftsangst"

Dabei stehe das Thema Sicherheit immer im Vordergrund, wie auch Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe und Kongress GmbH (KMK) bei der Eröffnung der zweiten Cloudzone in der Messe Karlsruhe betonte. Karlsruhe sei eine wunderbare Umgebung, um zu diesem Thema und zum Cloud Computing allgemein zu "netzwerken." Sie betonte zusätzlich die Vorteile für kleine und mittlere Unternehmen und appelierte, die Potentiale der Clouds für sich zu nutzen.

Auch Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), der Schirmherr der Messe, betonte per Videobotschaft die Wichtigkeit dieser großen Chance für Wachstum und Beschäftigung: "Forschungsdenken statt Zukunftsangst" forderte der Bundesminister. Die Wichtigkeit und den Stellenwert im internationalen Vergleich betonte Bernd Becker, Vorstandsmitglied von EuroCloud Deutschland, die einen von zwei Kongressen während der Messe zum Thema Cloud Computing ausrichtet.

Server in Deutschland bieten Sicherheitsstandard nach Datenschutzgesetz

Diese Zukunftsangst versucht Frank Roth und AppSphere den Unternehmern zu nehmen. Vor allem im Bereich des mobilen Bedarfs durch Handys und Pads sieht Roth eine große Chance für das Cloud Computing. Denn auf seine Cloud, und damit auf die Daten, kann man von überall auf der Welt mittels eines Internetzugangs zugreifen, bekräftigte er.

Um die Bedenken zum Thema Sicherheit zu entkräften, verweist Roth auf die von ihm gegründete Initiative "Cloud Services Made In Germany", unter deren Dach sich deutsche Provider sammeln, die sich dem nationalen Datenschutz verschreiben. Somit seien die Daten in Clouds genauso sicher, wie auf eigenen Servern, sagte Roth weiter. "Alles, was ein Unternehmen dann noch braucht, ist eine starke und leistungsfähige Internetleitung. Um den Rest kümmert sich die Cloud und der Provider", so der Datenwolken-Macher.

Die KMK ist am Donnerstag zudem für ihr Messekonzept Games@Learntec als Preisträger im bundesweit ausgetragenen Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" ausgezeichnet worden. Die Learntec ist eine Messe für professionelle Bildung, Lernen und IT.

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Kommentare (34)
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  • unbekannt
    (15 Beiträge)

    11.05.2012 10:33 Uhr
    Dropbox und Co.
    Bevor jeder hier es als "Dunstwolke" verteufelt, sollte man so einen Dienst mal selber ausprobieren.Sind kostenlos in den Basic.

    Die Kostenlosen habe ich Ja auch schon zum Teil genannt.

    Privat wird Dropbox benutzt , vom Arbeitergeber nutzen wir die.......

    Alles ist nur eine Frage der Einstellung und des Umgangs mit Persönlichen Daten.

    Aber wer bei Facebook ist oder auch eine Googlemail hat, Bilder bearbeitet mit Picasa usw.

    Der kann besten Gewissen ruhig seine Daten in eine Cloud schieben, hier sind die Daten Sicherer als bei den mit dem Großen "G".
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  •   soisches
    (532 Beiträge)

    11.05.2012 10:16 Uhr
    Es wird
    noch dauern. Aber irgendwann bemerkt auch der Letzte das es sich nur um ein Duftwölkchen also um einen F U R Z handelt.
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  • unbekannt
    (8066 Beiträge)

    11.05.2012 10:27 Uhr
    Das
    sagten viele auch bei W-Lan WiFi HotSpot......

    Selbst beim Internet an sich dachten viele
    "des sin neimodische Ferz" zwinkern
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  •   soisches
    (532 Beiträge)

    11.05.2012 16:42 Uhr
    Der ganze Rammel
    ist in meinen Augen überbewertet , Rest s.o. zwinkern
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  • unbekannt
    (8066 Beiträge)

    11.05.2012 07:45 Uhr
    Es ist nur eine Frage der Zeit wann KMU, GU aber auch z.B. Finanzinstitute die IT Cloud nutzen werden. Und dort liegen unser aller Daten. Gerade bei Banken kam es auch schon zum Datenklau, auch ohne Cloud. Wenn jemand gezielt Daten abgreifen will, wird ihm das auch gelingen.
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  •   80er
    (5525 Beiträge)

    11.05.2012 08:07 Uhr
    Ja, gut,....
    ....aber wo liegen die Daten der Banken jetzt und wer hat heute schon Zugriff auf diese Daten? Macht dies nun ein Unterschied wenn die Banken keine eigenen Server mehr hat? Ich glaube die Finanzämter dürfen heute schon auf jedes deutsches Konto zu greifen. Schlimmer kann es also nicht mehr werden, oder?
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  •   silberahorn
    (9341 Beiträge)

    11.05.2012 08:41 Uhr
    >
    Sie dürfen nicht zugreifen, was Kontostand und Kontoeingänge und kontobewegeungen angeht, solange es nicht ausreichend Verdachtsmomente für Betrug gibt. Allerdings habe ich schon selbst erlebt (Jahre her), dass auf angeblichen Anruf einer Sozialbehörde in einer Bank jemand bereitwillig telefonische Auuskünfte zu Zahlungseingängen gab. Wie hat man geprüft, ob das tatsächlich jemand vom Amt war? Gar nicht! Damals gab es in der Bank auch noch noch keine Telefone, bei die Anrufernummer gezeigt wird.

    Risikofaktor Mensch ist auch bei Banken gegeben. Ihr habt gar keine Ahnung wo und wie Menschen überall Einblick in Daten nehmen können und, falls sie beschränkt sind, auch falsche Schlüsse ziehen.

    Derzeitiger Stand Finanzamt:
    Über Ottonormalo erfahren sie nur , welche Konten vorhanden sind.
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  •   80er
    (5525 Beiträge)

    11.05.2012 09:06 Uhr
    Und das genau...
    ....reicht schon. Sie wissen wo du ein Konto hast. Und dann fragen sie dich, was drauf ist und wenn du keine Antwort gibst, dann ist der Verdacht da und sie holen sich die Antwort selber. Die Finanzbehörden haben andere rechtliche Möglichkeiten als die Justizbehörden. Teilweise sogar schärfer.
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  •   silberahorn
    (9341 Beiträge)

    11.05.2012 10:03 Uhr
    Vor allem hat dort auch manch einer die Möglichkeit Konten einfach sperren zu lassen. Auch wenn es nur ein Versehen z.B. ein Zahlendreher war, dann trifft es Unschuldige.
    Dann geht sofort ohen Vorwarnung NICHTS mehr: keine Abhebung, keine Überweisung, keine Abbuchung (z.B. Miete). Und schon ist der Kreis der Betroffenen noch größer geworden.
    Je nachdem wie hoch die unberechtigten Forderungehn sind, wegen derer gesperrt wurde, kann das Wochen dauern bis es sich geklärt hat. Zahlen ist der schnellste Weg, selbst wenn zu Unrecht gefordert wurde.
    Bei Privatleuten würde man derartiges Verhaltens anders bezeichnen. Und dort käme eventuell sogar eine freiwillig eine Entschudligung für das Versehen.
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  • unbekannt
    (8066 Beiträge)

    11.05.2012 08:25 Uhr
    Stimmt,
    das wollte ich damit ausdrücken.
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