Karlsruhe Bier - zartbitter: Brauerei Hoepfner präsentiert neue Biersorte

Bei der Bezeichnung "zartbitter" dürften die meisten Menschen eher an Schokolade als an Bier denken - und das ist nicht mal falsch. Tatsächlich empfiehlt Hoepfner Braumeister Peter Bucher Schokolade zur neuen Kreation: "Hoepfner zartbitter". Die ist das Ergebnis eines eher ungewöhnlichen Experiments und wurde am Montagnachmittag - am Tag des Bieres - in der Hoepfnerburg der Öffentlichkeit präsentiert.

Ohne die üblichen Tests im Labor und gleich beim ersten Anlauf eine völlig neue Biersorte kreieren und dabei - quasi nebenbei - die Grenzen des deutschen Reinheitsgebots ausloten: Jan Matysiak mag es gerne groß. Ursprünglich aus Karlsruhe stammend lebt Matysiak inzwischen in New York, wo er als Braumeister bei der Sixpoint Craft Ale Brewery in Brooklyn, New York, arbeitet. Dennoch zog es ihn vor gut zwei Monaten für einige Tage zurück in seine alte Heimat - um Bier zu brauen.

Die Grenzen des Reinheitsgebots ausloten

Hierbei soll es freilich nicht um irgendein Bier gehen. "Ich habe mich an Braumethoden und Biertypen der europäischen Nachbarn und aus Übersee orientiert und ein recht einzigartiges Bier kreiert", so Matysiak während seines Besuchs. Mehr wurde nicht verraten, außer dass eine besondere Hefemischung und eine spezielle Hopfensorte zum Einsatz kommen würde.

Gebraut wurde das neue Bier in der Hoepfnerburg, wo Matysiak schon während seines Studiums in Weihenstephan mehrere Praktika absolviert hatte. Hier wurde nun auch das Ergebnis präsentiert: "Hoepfner zartbitter". "Das Risiko, dass es schief geht, war sehr real", so Hoepfner Geschäftsführer Matthias Schürer. Anders als sonst üblich, habe man dieses Mal nicht zunächst im Labor probiert und das neue Bier so Stück für Stück entwickelt, sondern habe direkt mit dem ersten Sud angefangen zu brauen. Um so mehr freue man sich, dass es tatsächlich geklappt habe.

Kein Flaschenverkauf, nur Ausschank

Zu kaufen gibt es das neue Bier, von dem zunächst nur 8.000 Liter gebraut wurden, nicht in Flaschen, sondern ausschließlich in ausgesuchten Lokalen, die in den kommenden Tagen noch auf der Hoepfner-Homepage veröffentlicht werden sollen. Ob man irgendwann noch einmal nachlege, wenn die 8.000 Liter ausgetrunken seien, würde man dann sehen, so Schürer. Sichtlich zufrieden war in jedem Fall der Braumeister selbst, der aus New York per Skype-Videokonferenz zugeschaltet wurde. Das Bier schmecke wie es solle: malzig-süß, bevor sich ein herbes Hopfenaroma durchsetze - zartbitter eben.

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