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Karlsruhe Autonom über die Straßen: "Zukunft der Mobilität" startet in Karlsruhe

Seit Donnerstag wird in Karlsruhe offiziell autonom gefahren. Das Testfeld ist am Morgen mit einem symbolischen Knopfdruck an den Start gegangen. In den nächsten Jahren können Firmen und Forschungseinrichtungen ihre Techniken auf der ausgebauten Strecke testen.

In der Karlsruher Oststadt wurden am Donnerstag die Weichen für die Mobilität der Zukunft gestellt: Nach fünfmonatigem Probebetrieb wurde das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF BW) in Karlsruhe feierlich eröffnet. Der Startschuss wurde vom stellvertretenden Ministerpräsidenten und Digitalminister Thomas Strobl, Verkehrsminister Winfried Hermann, Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup und weiteren Vertreten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gegeben.

Das Testfeld verfolgt einen klares Ziel: "Wir wollen schauen, ob und unter welchen Bedingungen das autonome Fahren in der Praxis durchsetzungsfähig ist", so Mentrup in seinem Grußwort vor den rund 200 geladenen Gästen. Wichtig sei dabei der Test nicht nur in einem theoretischen Raum, sondern unter realistischen Bedingungen mitten in der Stadt.

Um das zu gewährleisten, wurden zwei Jahre Planungszeit und über sechs Millionen Euro investiert. Das Geld kommt dabei zu einem Großteil aus den Kassen des Landes und von wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Einrichtungen. Ein Teil der Vorbereitungen war unter anderem, Sensoren und Kameras an verschiedenen Stellen in Karlsruhe, Bruchsal und Heilbronn zu installieren. Dieses Gebiet umfasst das Testfeld Autonomes Fahren.

Pionier-Arbeit in Karlsruhe

"Die Mobilität wird gerade noch einmal neu erfunden. Und Baden-Württemberg ist vorne mit dabei", sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl. "Heute, am Geburtstag der baden-württembergischen Auto-Pionierin Bertha Benz, bringen wir in Karlsruhe das Testfeld für autonomes Fahren an den Start – und die Mobilität der Zukunft im Realbetrieb auf unsere Straßen. Wir waren Pioniere bei der Motorenentwicklung, dem Herzstück des Automobils. Wir wollen und werden Pioniere auch im digitalen Zeitalter sein. Das Auto-Automobil ist die Zukunft Baden-Württembergs."

 

"Autoland soll zum Mobilitätsland übergehen"

Auch Verkehrsminister Winfried Hermann ist angesichts der Eröffnung des Testfelds hocherfreut: "Wir wollen bestimmt und mutig die Zukunft angehen", sagt er in seinem Grußwort. In seiner Vision sieht er bereits das Autoland Baden-Württemberg zum Mobilitätsland übergehen. "Ich bin gespannt, was auf dem Testfeld gefordert wird und welche Erkenntnisse wir gewinnen", so Hermann weiter.

"Besonders stolz macht mich, dass ab sofort der Karlsruher Verkehrsverbund als Testfeld-Betreiber fungieren wird. Perspektivisch soll hier vor Ort auch an der Entwicklung neuer ÖPNV-Konzepte wie etwa der Nutzung autonom fahrender Mini-Busse gearbeitet werden", sagte Alexander Pischon, Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV).

Was ist das autonome Testfeld?

Betrieb in den nächsten Jahren

"Ich freue mich, dass wir mit dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg genau die Rahmenbedingungen schaffen konnten, die sicheres Testen ermöglichen. Damit haben wir nun ideale Voraussetzungen, um die Mobilität technologisch, wirtschaftlich und vor allem auch gesellschaftlich weiterzuentwickeln," sagt FZI-Vorstand und KIT-Professor Johann Marius Zöllner bei der feierlichen Eröffnung am Donnerstag.

Was folgt nun? Auf dem Testfeld können Firmen und Forschungseinrichtungen die Infrastruktur nutzen, um ihre Entwicklungen im Straßenverkehr zu testen. Damit will man dem Ziel, dass bald nur noch autonome Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind, noch ein Schritt näher kommen. Bis es aber soweit ist, vergehen wohl noch viele Jahre.

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Kommentare (6)
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  •   dipfele
    (6033 Beiträge)

    04.05.2018 05:40 Uhr
    Es kommt draufan....
    ... für welche Zwecke die Autonomen eingesetzt werden. So wie es zunächst aussieht, soll es ja beim MIV mit verstopften Strassen, langen Staus und Asphaltwüsten bleiben, d.h. in den Köpfen der Macher lebt die Ideologie des totalen Autowahnes weiter. Nur eben ohne aktiven Fahrer. Da stellt sich die Frage, was das soll?
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    04.05.2018 21:11 Uhr
    Für was
    Autonome im allgemeinen gut sind kommt öfters mal in den Nachrichten. zwinkern
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  •   dramutie
    (1539 Beiträge)

    03.05.2018 20:38 Uhr
    fein
    bin gespannt, wie lange es dauert, bis r2d2 in ein baustellenloch plumpst.
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  •   schoenix
    (560 Beiträge)

    04.05.2018 13:20 Uhr
    Auch nicht autonom möglich
    Wenn ich mir verschiedene Ereignisse der letzten Jahre (teilweise wurde auch hier bei KA-News darüber berichtet) so ansehe bekommen das menschliche Fahrer auch ganz alleine hin.
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  •   107
    (767 Beiträge)

    03.05.2018 19:50 Uhr
    ein Mentrup läßt sich mit einem 7er BMW Plug-In Hybrid
    durch die Stadt chauffieren.
    Dieses Vehikel läßt er an den 6 E-Ladestationen mit Strom betanken, welche wir im Karlsruher Rathausinnenhof
    finden.
    Derselbe weigert sich immer noch mir einen Brief zu schreiben, warum, wieso, weswegen meine Stadverwaltung Karlsruhe eine simple Steckdose auf einem Taxi-Halteplatz nicht installieren kann.

    Seit 26. April 2013 warte ich auf eine Stromlademöglichkeit auf dem Taxi-Halteplatz.

    Wer nicht will, der hat schon.
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    (4089 Beiträge)

    03.05.2018 17:49 Uhr
    ....
    Bis es aber soweit ist, vergehen wohl noch viele Jahre.

    Ich hoffe mindestens 30. Und genauso viele bis es keine Verbrennungsmotoren mehr gibt.
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