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Stuttgart Auch Karlsruher Angestellte dabei: Wieder Warnstreiks im Südwest-Einzelhandel geplant

Der Tarifkonflikt des Einzelhandels schwelt seit Monaten. Die Gewerkschaft Verdi erhöht nun den Druck und ruft vermehrt zu Warnstreiks auf.

Im Tarifkonflikt des baden-württembergischen Einzelhandels verstärkt die Gewerkschaft Verdi ihre Proteste. In Stuttgart ist am Freitag (11.30 Uhr) eine Kundgebung mit bis zu 1.000 Beschäftigten geplant. Verhandlungsführer Bernhard Franke teilte mit: "Der Sommer wird heiß. Wir machen ihn für den Einzelhandel noch heißer. Uns reicht es. Die Beschäftigten warten schon viel zu lange auf mehr Geld." Außerdem werden Beschäftigte von Betrieben in den Regionen Mannheim-Heidelberg, Heilbronn, Schwäbisch Hall und Umland, Karlsruhe, Pforzheim, Fils-Neckar-Alb und Friedrichshafen zu Warnstreiks aufgerufen.

Der Handelsverband Baden-Württemberg hatte die befristeten Arbeitsniederlegungen immer wieder kritisiert. "Warnstreiks dieser Art treffen vor allem die Verbraucher und gefährden in einer Zeit, in der sich der Handel in der größten Transformation seiner Geschichte befindet, noch mehr Arbeitsplätze."

Die Tarifverhandlungen für die etwa 490.000 Beschäftigten im baden-württembergischen Einzelhandel waren am 12. Juni ohne Ergebnis vertagt worden. Die Arbeitgeber hatten ihr Angebot etwas nachgebessert und wollen nun eine Lohnerhöhung von 1,7 Prozent im ersten und 1,2 Prozent im zweiten Jahr gewähren. Verdi wies das als zu niedrig zurück und blieb bei der bisherigen Forderung von 6,5 Prozent. Die Verhandlungen werden am 8. Juli fortgesetzt.

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Kommentare (4)
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  •   AlterMann
    (20 Beiträge)

    21.06.2019 13:13 Uhr
    Online-Handel
    Das Gehalt im Einzelhandel kann ich nicht beurteilen, mag sicher nicht sonderlich hoch sein.
    Ob ein Streik aber die richtige Lösung ist bezweifle ich.
    Denn wenn ein Laden zu hat gehe ich in einen anderen. Und wenn es zu aufwändig ist einen Laden zu finden der das bietet was ich brauche und gerade nicht bestreikt wird, dann bestelle ich die Sachen online.
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  •   ALFPFIN
    (6693 Beiträge)

    21.06.2019 10:10 Uhr
    Zweifellos
    hätten die Beschäftigen im Einzelhandel ein höheres Einkommen verdient. Ich frage mich allerdings, was bringt das noch, Einzelhandelsbetriebe zu bestreiken im Zeitalter von online Handel. Darüber müssen die Gewerkschaften nachdenken und ihre Verhandlungstaktik wohl auch umstellen.
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  •   Heisenberg
    (89 Beiträge)

    21.06.2019 14:31 Uhr
    Quatsch
    Die Streiks haben eine sehr große Wirkung da den Arbeitgebern durch die Streiks sehr hohe Umsatzeinbußen drohen,
    und das ist das einzige was in unserm Land und bei den Konzern zählt, nämlich Euros. Übrigens ist nicht nur der Einzelhandel sondern auch der Groß- und Außenhandel mit den Tarifverhandlungen betroffen. Somit kommt die Ware teilweise durch die Streiks erst gar nicht in den Supermärkten na. Heute streikt zum Beispiel das Edeka Fleischwerk in Rheinstetten also nicht Wunder wenn es morgen bei den gesamten Edeka Märkten im Südwesten kein Grillzeugs zu kaufen gibt.
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  •   todi01
    (1092 Beiträge)

    21.06.2019 21:47 Uhr
    Schön, dann schadet man den kleinen Edeka-Kaufleuten,
    bei denen es die Angestellten eher noch gut haben, und fördert die Unternehmen, die die Gründung von Betriebsräten systematisch behindern. Operation gelungen, Patient tot.
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