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Karlsruhe Arbeitsmarkt in Karlsruhe: Arbeitslosenzahl ist weiter im Sinkflug

Große Freude bei der Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt: Die positiven Zahlen auf dem Arbeitsmarkt in Karlsruhe und Baden-Württemberg halten auch im November an.

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Im vergangenen Monat waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt 18.930 Personen ohne Arbeit. Im Vergleich zum Vormonat entspricht das erneut einer positiven Veränderung der Arbeitslosenquote. Im November liegt diese bei 3,3 Prozent.

In acht der neun Geschäftsstellen im Bezirk Karlsruhe-Rastatt wurden im November demnach weniger Arbeitslose gezählt. Nur in Ettlingen stagniere die Arbeitslosenzahl, so die Arbeitsagentur in einer Pressemitteilung.  

Aktuelle Lage in Karlsruhe

In Karlsruhe hat sich die Arbeitslosigkeit von Oktober auf November um 94 auf 8.416 Personen verringert. Die Arbeitslosenquote veränderte sich nicht und liegt weiterhin bei 3,7 Prozent. In den vergangenen vier Wochen konnten in Karlsruhe 2.976 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden und gleichzeitig 2.889 Personen in der Karlsruher Hauptagentur arbeitslos gemeldet werden. Das seien laut Arbeitsagentur 63 mehr als im Vormonat.

1.106 neue Arbeitsstellen konnte der Karlsruher Arbeitgeberservice im vergangenen Monat aufnehmen. Das Gesamtangebot an freien Arbeitsplätzen liegt im Hauptagenturbezirk Karlsruhe bei 3.751 Stellen. Gesucht werden unter anderem männliche und weibliche Fachkräfte im Bereich Altenpflege, Gastronomieservice,  Büro- und Sekretariatsbetrieb sowie Medizinische Fachangestellte, Helfer für Lagerwirtschaft, Fachkräfte und Helfer im Verkauf, Berufskraftfahrer für Güterverkehr sowie Reinigungkräfte.

Arbeitslosenzahlen Karlsruhe-Rastatt
Bild: Screenshot Arbeitslosenzahlen

 

Ingo Zenkner, Vorsitzender der Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt, sieht die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt positiv. Beim ersten Wintereinbruch rechne er jedoch mit "frostigeren Bedingungen" am Arbeitsmarkt. "Die jahreszeitlich bedingten Einflüsse könnten die Arbeitslosigkeit wieder leicht ansteigen lassen", so Zenkner in einer Pressemitteilung. 

Um den witterungsbedingten Anstieg so gering wie möglich zu halten, rät Zenkner den Betrieben der Garten- und Landschaftsbaubranche sowie dem Dachdecker-Handwerk, die Möglichkeit des so genannten Saison-Kurzarbeitergeldes zu nutzen. Dabei handelt es sich um eine Leistung die zum Ziel hat, Arbeitnehmer bei saisonalen Arbeitsausfällen in der "Schlechtwetterzeit", vorrangig in den Wintermonaten,  nicht in die Arbeitslosigkeit zu entlassen, sondern sie im Betrieb zu halten und damit die Beschäftigungsverhältnisse zu stabilisieren.

Schwerbehinderte profitieren von guter Konjunktur

Einen merklichen Rückgang bei der Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten ist aus Zenkners Sicht besonders erfreulich. Im Jahr 2017 konnten rund 420 Menschen mit Behinderung, durch Unterstützung des Reha-Teams der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt, erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Zenkner hofft darauf, dass Unternehmen in der Region auch weiterhin soziale Verantwortung übernehmen und Menschen mit einer Behinderung beschäftigen. "Häufig sind Behinderte gut ausgebildet, besonders hoch motiviert und für bestehende Teams eine Bereicherung", wird der Vorsitzende der Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt zitiert.

Regionale Unternehmen offener für Neu-Einstellungen

Die Arbeitslosenquote wird nach Angaben der Agentur für Arbeit auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen berechnet. Diese veränderte sich im Vergleich zum Vormonat im Gesamtbezirk um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 3,3 Prozent. Wie die Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt in ihrer Pressemitteilung bekannt gab, meldeten sich in den vergangenen vier Wochen 6.198 Personen arbeitslos. 6.454 Männer und Frauen konnten ihre Arbeitslosigkeit wieder beenden.

Arbeitsmarkt Gesamtbezirk
Bild: Screenshot Agentur für Arbeit

Die Einstellungsbereitschaft der regionalen Unternehmen habe sich aus Sicht der Agentur für Arbeit gegenüber dem Vorjahr positiv verändert. Arbeitgeber meldeten dem Arbeitgeberservice im November 2.542 neue Arbeitsstellen. Das waren 186 mehr als im Vorjahr. Seit Januar 2017 konnte der Arbeitgeberservice etwa 28.250 neue Stellen aufnehmen und damit 1.764 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Gesamtangebot im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt liege aktuell bei 8.741 Stellen.

Jugendliche profitieren von hoher Arbeitskräfte-Nachfrage

Der Arbeitsmarkt bleibt auch im landesweiten Trend positiv und ist laut Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut auf dem Weg zur Vollbeschäftigung. Der Südwesten nehme mit einer Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent damit erneut eine Spitzenposition im Bundesvergleich ein, so Hoffmeister-Kraut.

Im November 2017 waren in Baden-Württemberg knapp 198.000 Menschen ohne Arbeit. Das sind rund 2.400 Personen weniger als im Oktober und ist der niedrigste Wert in einem November seit 1991. Vor allem Jugendliche konnten im November von der hohen Kräftenachfrage profitieren. Die Firmen des Landes hatten den Agenturen der Bundesagentur für Arbeit im November fast 108.000 offene Stellen zur Vermittlung angeboten. Das waren knapp 12.700 mehr als im Vorjahr.

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Kommentare (16)
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  •   Malerdoerfler
    (3670 Beiträge)

    03.12.2017 16:43 Uhr
    Hartz IV
    wird es dann ja bald nicht mehr geben, weil es mehr Bedarf als Angebot geben wird.
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (703 Beiträge)

    02.12.2017 09:21 Uhr
    Die Unmengen an arbeitslosen
    Herzchirurgen, Physiker und Maschinenbauingenieure tauchen gar nicht erst in dieser Statistik auf. grinsen
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  •   Propagandahilfskraft
    (1104 Beiträge)

    03.12.2017 11:46 Uhr
    Das ist aber schon seit vielen Jahren so!
    Spätestens seit Hartz-IV werden Qualifikationen wegen des Berufsschutz kaum noch erfasst. Der bürgerbratende promovierte Chemiker läuft da als Bürgerbrater und nicht als Chemiker. Bereits in der Mitte des letzten Jahrzehnt wurde nur noch 1 von 6 Physikern von der BA als Physiker erfasst, so eine Sonderauswertung des Mikrozensus aus der Mitte oder der zweiten Hälfte des letzten Jahrzehnt. Sobald ein Arbeitsloser Akademiker in einem anderen Bereich gearbeitet hat fliegt er aus der Zählung. Glaubt die BA den Arbeitslosen wegen des Überangebots nicht mehr verwerten zu können fliegt er auch aus der Zählung. So konvergiert die Arbeitslosenquote, welche aber rechnerisch eine reine Substitutionsquote ist, ganz automatisch gegen die Friktionsarbeitslosigkeit bei Vollbeschäftigung. Bei den Rechenvorschriften der BA ist das Ergebnis alternativlos, hat aber keinerlei statistische Bedeutung mehr.
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  •   betablocker
    (932 Beiträge)

    03.12.2017 12:55 Uhr
    Für das Braten
    eines Bürgers oder Döners können Vorkenntnisse in Chemie sicher nicht schaden...
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  •   yokohama
    (3179 Beiträge)

    02.12.2017 13:46 Uhr
    Alles brotlose Kunst
    diese Fächer gehören sofort abgeschafft. E-Technik, Medizin, Chemie, Wing, Berufschancen und Verdienst gehen in Deutschland gegen Null, Hartz4 bis zum Lebensende garantiert!
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  •   betablocker
    (932 Beiträge)

    02.12.2017 15:14 Uhr
    Wenn du
    weiter so fleissig trainierst wirds vielleicht irgendwann mal witzig. Ist aber schwer, frag den zahlenbeutler. Der schaffts auch nicht. grinsen
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  •   Propagandahilfskraft
    (1104 Beiträge)

    03.12.2017 11:38 Uhr
    Bei der bisher gezeigten Begabung ...
    ... wird weit vor einer ausreichenden Aneignung von den notwendigen Fähigkeiten unsere liebe Posterin sicherlich wegen Altersschwäche beim Üben vor dem Rechner sanft entschlummern. Der Versuch von unserer allerwertesten Posterin erscheint mir ähnlich sinnvoll wie ein Versuch von mir Balltetanzen zu üben.
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  •   yokohama
    (3179 Beiträge)

    02.12.2017 00:54 Uhr
    Alles Lüge!!!
    Deutschland hat 80 Mio. Einwohner, nur die Hälfte geht arbeiten, also Arbeitslosigkeit = 50 %. Wenn man in Karlsruhe die Beamten rausrechnet (Däumchen drehen und nichts tun), Arbeitslosigkeit = 90 %. Beim KIT werden 90 % der Absolventen arbeitslos, der Rest Taxifahrer.
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  •   Propagandahilfskraft
    (1104 Beiträge)

    03.12.2017 11:24 Uhr
    Alles Dummschwatz!
    Von den etwas über 81 Mio. Menschen in Wirtschaftswunderschland waren 2016 nur 45½ Mio. auf Erwerbspersonen. Und nur auf diese bezieht sich die Arbeitslosigkeit, Nichterwerbspersonen wie Kinder (Schüler), Studenten und Rentner haben in den Rechnungen nichts zu suchen. Allerdings bezieht die Bundesagentur für Arbeit rund 4,1 Mio. Nichterwerbspersonen in die Rechnung ein um die Zahlen besser aussehen zu lassen. Es sind etwas über 3 Mio. Schüler und Studenten sowie etwas über 1 Mio. Rentner. Dazu kommt dann noch ein Bilanzbetrug von irgendwas um die 3½ Mio. Erwerbslose die zuerst nicht als Arbeitslose registriert und dann als Erwerbstätige umgebucht werden. Ganz grob waren 2016 etwa 19% (8,5 Mio.) aller Erwerbspersonen (45½ Mio.) Vollzeitarbeitslose. Das sind die Zahlen des Statistischen Bundesamtes Destatis aus seiner Arbeitskräfteerhebung (Mikrozensusauswertung) und der Genesis Datenbank. So, das war jetzt genug Schlauschwatz um Dich hemmungslos zu überfordern.
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  •   Eckfaehnchen
    (1972 Beiträge)

    03.12.2017 13:34 Uhr
    Was schließen wir daraus ?
    Die Agentur für Arbeit hat wieder eine Märchenstunde abgehalten. Wir werden ganz offensichtlich verarscht
    wie es nicht schlimmer geht.
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