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Stuttgart/Karlsruhe Arbeitslosenzahlen im Land unter der Marke von 200.000 Menschen: So niedrig wie seit 1992 nicht mehr

Der Aufschwung der Wirtschaft, er scheint im vergangenen Jahr auch in Baden-Württemberg angekommen zu sein. Das zeigen die Arbeitslosenzahlen: Gegenüber zum Vorjahr hat sich die Zahl um 18.000 verringert und liegt unter 200.000. Das ist der beste Wert seit 1992.

Diese Zahlen machen schon zu Jahresbeginn optimistisch: Die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg hat sich im Schnitt im vergangenen Jahr um 18.000 verringert. Das teilt das Wirtschaftsministerium des Landes in einer Pressemeldung mit. 

Arbeitslosenquote bei 3 Prozent

"Der konjunkturelle Aufschwung der vergangenen Jahre ist auch 2018 auf dem Arbeitsmarkt angekommen. Mit rund 195.000 Arbeitslosen hat das Land erstmals seit 1992 wieder die Grenze von 200.000 unterschritten", erklärt Arbeits- und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Die Ministerin zieht eine "überaus positive Jahresbilanz".

Agentur für Arbeit
(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Im Dezember 2018 waren in Baden-Württemberg mit 185.480 Arbeitslosen etwa 10.500 Personen beziehungsweise 5,4 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verringerte sich binnen Jahresfrist von 3,2 Prozent auf 3,0 Prozent. Die Arbeitskräftenachfrage der Wirtschaft bewegte sich mit derzeit fast 109.000 offenen Stellen auf hohem Niveau.

"Vollbeschäftigung erreicht"

Von der guten Arbeitsmarktentwicklung haben 2018 alle Personengruppen profitiert. "Ganz besonders freut mich, dass der Arbeitsmarktaufschwung auch bei den Langzeitarbeitslosen angekommen ist. Seit Monaten geht die Zahl der Langzeitarbeitslosen - mit teilweise über zwölf Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten - deutlich stärker zurück als die Zahl aller Arbeitslosen," so die Ministerin in der Pressemitteilung weiter.

Nicole Hoffmeister-Kraut
Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) spricht während einer Veranstaltung. | Bild: Sebastian Gollnow/Archiv

Vor dem Hintergrund der positiven Arbeitsmarktbilanz für das Jahr 2018, bei der "wir unser Ziel der Vollbeschäftigung erreicht haben", blicke sie optimistisch in das Jahr 2019. Die aufgrund der globalen Unsicherheiten nach unten korrigierten Wachstumserwartungen für das neue Jahr dürften nach Einschätzung der Ministerin zu einer zyklischen Abschwächung des langfristigen Wachstums, nicht aber zu einer Rezession führen: "Durch die anhaltend hohe Arbeitskräftenachfrage vor allem aus dem Dienstleistungsbereich erwarte ich für das Jahr 2019 einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit um etwa 10.000 und eine Zunahme der Beschäftigung um etwa 90.000", zeigte sich die Arbeits- und Wirtschaftsministerin optimistisch.

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Kommentare (22)
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  •   Joerg_Rupp
    (2462 Beiträge)

    07.01.2019 16:17 Uhr
    die tatsächlichen Zahlen sehen anders aus:
    Tatsächlich sind 9833 Menschen in KA ohne Beschäftigung, in BW sind es 269.849.

    Relevant sollte aber die geleisteten Arbeitsstunden sein.
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  •   Propagandahilfskraft
    (1227 Beiträge)

    10.01.2019 18:07 Uhr
    Das ist ja Optimismus ...
    Ich habe gerade nachgesehen: Die Zahlen für Ba-Wü sind von der BA und das ist die Zahl der Unterbeschäftigten. Aber auch diese erfasst nur einen Teil der Erwerbslosen, weniger als die Hälfte. Auf Bundesschnitt ist der Faktor der registrierten Arbeitslosigkeit nach SGB-III zur realen Arbeitslosigkeit bereits über 3,5. Bei dem Schnitt waren die in den Daten der BA angegebenen 185 Tsd. Arbeitslose dann real mindestens 650 Tsd. Für den Bundesschnitt kann man das sehr leicht mit den Daten aus der Arbeitskräfteerhebung des Statistischen Bundesamtes Destatis ausrechnen. Die Länderschnitte habe ich mir aber nie genauer angesehen, sondern einfach den Bundesschnitt genommen. 2017 gab es in Deutschland rund 8½ Mio. Erwerbslose, was einer Quote von rund 18½% entspricht, sagt Destatis in seinen (eigenen) Daten, auf der Basis des Mikrozensus. Man vergleiche diese Zahl mit den monatlichen Endsiegmeldungen gegen die Arbeitslosen von der BA, das waren für Dezember 2017 nur 2,44 Mio. Faktor 3,5!
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  •   Propagandahilfskraft
    (1227 Beiträge)

    10.01.2019 18:18 Uhr
    Kleiner Nachschlag ...
    Auch die Zahlen für Karlsruhe sind aus den Fake News der BA in Nürnberg. Hier gilt erst mal die gleiche Kritik und vermutlich 23 Tsd. Erwerbslose. Da es in Karlsruhe sicherlich weniger als 230 Erwerbspersonen gibt, das wäre eine utopische Erwerbsbeteiligung von 75%, haben wir also auch hier mindestens 10% Arbeitslosigkeit. Betrachtet man nun auch noch die Besonderheit der Demografie mit den vielen Studenten, welche Nichterwerbspersonen sind, dann würde ich mit weit unter 200 Tsd Erwerbspersonen rechnen, also mindestens mit 12%.

    Wer soll diese Fake News denn noch glauben? Auf der einen Seite die Propaganda von der Vollbeschäftigung, auf der anderen Seite Arbeitslose im Freundes- und Bekanntenkreis, ggf. ist man sogar selber davon betroffen. Und dann vielleicht noch die Erinnerungen an die letzte Suche ... welche alles andere als auf eine Mangelsituation hindeutet.
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  •   Mili
    (1075 Beiträge)

    07.01.2019 15:54 Uhr
    Wer sammelt denn zur Zeit hauptsächlich Flaschen
    Studenten, Hartz'ler oder 'Neudeutsche' ? Es sind leider viele darunter die 40 und mehr Jahre gearbeitet haben.
    Deutschland sammelt auch Flaschen, aber auf die gibt's kein Pfand.
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  •   Hartz4Bomber
    (485 Beiträge)

    06.01.2019 16:36 Uhr
    Hier kommt der Todesstoß
    für Sozialromantiker:

    https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Monatsberichte/2016/04/Bilder/b01-abb02-Entwicklung-Sozialausgaben-Bundeshaushalt.html

    Schachmatt. zwinkern
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (1054 Beiträge)

    05.01.2019 22:30 Uhr
    Hach wie gehts uns gut
    da braucht sich keiner mehr Sorgen zu machen oder gar beunruhigt sein.
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  •   Winston_Smith
    (465 Beiträge)

    05.01.2019 19:01 Uhr
    Im Zeitalter der Relotiusierungen™ glaube ich da eher
    ...an die beliebten Begriffsumdeutungen - das, was man glauben soll, ist in Wirklichkeit ganz anders. Und würde man jemanden festnageln, hiesse es: "Das, was Sie da hineininterpretiert haben, hat niemand jemals behauptet."
    Die Älteren, die es theoretisch noch könnten, wollen nichts hinterfragen, und jede Menge Jüngere können es gar nicht mehr. Und viele mitten im Berufsleben haben Angst um ihre Karriere.
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  •   Propagandahilfskraft
    (1227 Beiträge)

    05.01.2019 13:04 Uhr
    Die Formulierungen sind vorsichtiger geworden!
    Hallo,

    vor einem Jahr wurde in solchen Endsiegmeldungen gegen die Arbeitslosen statt der registrierten Arbeitslosen nach SGB-III immer Menschen ohne Job geschrieben. Das war natürlich grottenfalsch. Die Formulierung Arbeitslose statt registrierte Arbeitslose nach SGB-III ist zwar immer noch falsch, aber sprachlich wurden da nur ein paar genauere Definitionen ausgelassen, es gibt da also nur eine Lücke und keine Lüge mehr. Da hat unsere Ministerium für Propaganda und Wahrheit also dazu gelernt, ist vorsichtiger geworden.

    Das ändert aber alles nichts an den realen Zahlen, welche man aus den Zahlen des statistischen Bundesamtes Destatis raussuchen kann. Deutschlandweit wäre die Erwerbslosenquote etwa 18½%, statt der offiziellen 5,2%. Das unkritische und ungeprüfte Verbreiten der Endsiegmeldungen gegen die Arbeitslosigkeit aus Nürnberg hat nicht unerheblich zum Vertrauensverlust der Medienkonsumenten in die systemrelevanten Medien beigetragen.
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  •   Chris23
    (197 Beiträge)

    05.01.2019 18:45 Uhr
    Jein
    Es ist sicher nicht gut, das Leute in Massnahmen und ich glaube auch ältere Langzeitsarbeitlose als Frührentner geführt werden.
    Trotzdem muss man nicht jede Hausfrau/mann, als Arbeitslosen zählen wenn diese nicht Arbeiten will da der Partner genug verdient und man keine Haushaltshilfe einstellen möchte zwinkern Ok die die finanziell gut genug versorgt werden, und trotzdem lange suchen fallen auch raus - aber die verschwimmen teilweise auch mit der zuvor genannten Gruppe.
    Dazu kommen sicher noch einige Haushaltshilfen, Handwerker mit geregelten Einkommen - sowohl von Amt als auch von ihren "Arbeitgeber".
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  •   Consigliere
    (293 Beiträge)

    05.01.2019 14:19 Uhr
    Gelaber
    ist schon klar das solche guten Meldungen der AfD nicht passen, die Braunen würden lieber im Trüben fischen und Deutschland schlecht reden.
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