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Karlsruhe Anpassung der Tarife: Diese KVV-Karten werden ab Dezember teurer

Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 passt der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) seine Tarife an. Das kündigt der Verkehrsverbund in einer Pressemitteilung an. Mit einer Preiserhöhung von durchschnittlich 2,36 Prozent reagiert der KVV nach eigener Aussage vor allem auf die gestiegenen Personalkosten.

Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst im April dieses Jahres hätten zu einer Lohnsteigerung von 2,4 Prozent geführt, so der KVV. Für das kommende Jahr hätten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf eine weitere Lohnerhöhung von 2,35 Prozent verständigt, also insgesamt 4,75 Prozent.

Aber auch im Hinblick auf den barrierefreien Ausbau von Haltestellen im KVV-Gebiet, die Modernisierung der Fahrzeugflotten und die Qualitätssicherung der Infrastruktur seien die Tarifänderungen erforderlich. Der Aufsichtsrat des KVV hatte den entsprechenden Beschluss in seiner jüngsten Sitzung im Juli gefasst.

Die wichtigsten Tarifänderungen im Überblick:

Karte Preis
Einzelfahrkarten

Sie bleiben im Stadtgebiet von Karlsruhe und Baden-Baden unangetastet und kosten weiterhin 2,40 Euro. Auch Tickets für ein bis drei Tarifwaben werden nicht teurer.

Für vier und fünf Tarifwaben bezahlen Kunden zehn Cent mehr, bei sechs oder mehr Tarifwaben steigt der Preis um 20 Cent an. Die Preise für Kinderkarten bleiben bis einschließlich der fünften Wabe unverändert, ab der sechsten Wabe kosten die Karten dann ebenfalls zehn Cent mehr.    

Keine Preiserhöhung wird es auch bei den Übergangs- und Ergänzungsfahrkarten geben. Lediglich für einen Zuschlag für die erste Klasse müssen die KVV-Kunden ab Dezember zehn Cent mehr bei einem Einzelticket und einen Euro beim Monatstarif bezahlen.

4er-Karten Über gleichbleibende Preise können sich Kunden beim Kauf von 4er-Karten freuen. So kostet beispielsweise eine 4er-Karte im Stadtgebiet von Karlsruhe oder Baden-Baden (zwei Waben) weiterhin 9,50 Euro, eine 4er-Karte für fünf Waben kostet auch nach dem 11. Dezember 2016 unverändert 18,20 Euro. Lediglich für den Geltungsbereich von drei Waben steigt der Preis einer Fahrkarte um 30 Cent auf 12,30 Euro bei Erwachsenen, bei Kindern um zehn Cent auf 6,10 Euro.
Citykarte

Die Citykarte wird um zehn Cent teurer und kostet zukünftig 6,30 statt 6,20 Euro. Um 20 Cent steigt der Preis für die Regiokarte, der ab Dezember dann bei elf Euro liegt.

RegioXsolo Für die Karte RegioXsolo müssen KVV-Kunden mit dem Fahrplanwechsel 30 Cent mehr bezahlen. Beim Tagesticket RegioXplus, die Gruppenreisen im KVV-Netz und auf den gesamten Strecken der angrenzenden Verbundpartner (VPE, VGF, VGC sowie ausgewählter Schienenanschlusstrecken) ermöglicht, steigt der Tarif um 80 Cent auf 29,60 Euro.  
Regio quattro Wer sich die Tageskarten in der Quattro-Variante kauft, also für vier beliebig wählbare Tage, kann noch sparen. Der Preis für die Viertageskarte "City quattro" (3 Waben) steigt um 40 Cent auf 23 Euro. Die Karte "Regio quattro" (Netz) kostet neu 40 Euro (bislang 39,40 Euro).
Umwelt-Monatskarte Der Preis für die übertragbare Umwelt-Monatskarte steigt je nach Anzahl der benötigten Waben um 1,50 Euro bis 2,50 Euro. Für den Geltungsbereich Baden-Baden oder Karlsruhe (das entspricht jeweils zwei Waben) kostet die Umwelt-Monatskarte statt 58 Euro künftig 59,50 Euro. Nutzer einer Umwelt-Jahreskarte oder eines AboFix müssen künftig je nach Preisstufe zwischen 1,50 Euro und zwei Euro pro Monat mehr bezahlen.
Jahreskarte KombiCard Die Jahreskarte KombiCard, die sich gut für längere Fahrten im gesamten KVV-Netz eignet, kostet im Abonnement künftig 82,80 statt 80,75 Euro pro Monat. Für die KombiCard Partner, bei der Lebenspartner von Inhabern einer KombiCard eine Ermäßigung erhalten, steigt der monatliche Preis von 60,60 auf 61,80 Euro.
9-Uhr-Monatskarte Die 9-Uhr-Monatskarte mit einem Geltungsbereich für drei Waben wird um zwei Euro teurer, sie kostet dann 48 Euro. Wer ab 9 Uhr im gesamten KVV-Netz unterwegs sein möchte, bezahlt zukünftig 69 Euro.
Karte ab 65 Der monatliche Preis für die Karte ab 65, die gegen Vorlage des eigenen Rentenbescheids bereits ab dem 60. Lebensjahr erworben werden kann und die zur Mitnahme der eigenen Kinder und/oder Enkelkinder berechtigt, steigt von 42 auf 44 Euro.
Monatskarten für Schüler, Auszubildende  und Studierende Diese Monatskarten bleiben von der Tarifanpassung im Dezember 2016 zunächst ausgenommen. Erst zum 1. September 2017 kommt es hier zu Preisanpassungen.
Firmenkarten Auch für Unternehmen und deren Mitarbeiter hält der KVV seit 2014 spezielle Angebote bereit und räumt je nach Anzahl der abgenommen Karten Rabatte in Höhe von fünf, zehn oder zwölf Prozent ein. Mit dem Tarifplanwechsel werden auch für Firmenkarten die Preise zwischen 1,9 und 3 Prozent angehoben.

Vor der Tarifanpassung gekaufte und noch nicht genutzte Einzel- und 4er-Karten sowie Tageskarten können laut KVV bis zum 30. Juni 2017 aufgebraucht werden. Danach berechtigen sie nicht mehr zur Fahrt. Es besteht die Möglichkeit, die abgelaufenen Fahrkarten gegen eine Gebühr von zwei Euro in den KVV-Kundenzentren in Baden-Baden, Bruchsal, Ettlingen, Karlsruhe und Rastatt umzutauschen oder erstatten zu lassen.

Alle Änderungen für Ihre Strecke finden Sie hier (Link führt auf externe Seite).

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Kommentare (35)
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11184 Beiträge)

    25.08.2016 18:47 Uhr
    was bin ich doch wieder froh,
    dass ich nicht auf den ÖPNV - und vor allem nicht auf KVV/VBK/AVG angewiesen bin!

    grinsen
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  •   andi-b7
    (2890 Beiträge)

    25.08.2016 07:07 Uhr
    KVV es reicht ! Vordere hiermit alle die können zu Boykott auf!
    Leistung Halbierung auf allen Strecken und dann wollen die mehr Geld? Ich glaube die spinnen! Also geht hin Beschwerd euch ; kackt sie mit Mails zu und wenn möglich sucht euch eine andere Möglichkeit zum fahren. Wehrt euch endlich Karlsruhe!😲
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  •   dipfele
    (5361 Beiträge)

    25.08.2016 13:44 Uhr
    Schuld am ganzen Dilemma....
    ...ist nicht der KVV, sondern die Wähler, also die Steuerzahler und Fahrgäste: Die wollten doch die Tunnelbahn. Und alles momentan Negative ist doch das Ergebnis des Tunnelbaues, unter dem alle zu leiden haben.
    Dazu kommt noch, das KVV-AVB-VBK als Geheimorganisation wirken und demokratischen Handlungen entzogen sind. Gleiches gilt übrigens für alle städtische Gesellschaften.
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  •   malerdoerfler
    (5328 Beiträge)

    24.08.2016 22:26 Uhr
    Hier kann man noch lernen
    Was es bedeutet nicht kundenorientiert zu arbeiten.
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  •   badesalz
    (481 Beiträge)

    24.08.2016 20:21 Uhr
    Stellt sich die Frage
    um wie viel Prozent die Preise steigen,wenn man die Sollzahl der Fahrer erreicht hat.Dürfte dann im zweistelligen Bereich liegen.
    Ich finde es schon lächerlich wenn man immer wieder auf die gestiegenen Lohnkosten anspielt,obwohl diese Rechnung so nicht stimmt.
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  •   dipfele
    (5361 Beiträge)

    25.08.2016 13:30 Uhr
    ein kaum merklicher Kostentreiber....
    ... sind auch die verlängerten Fahrzeiten !!! Z. B. auf der S 5 =15 Minuten ! und dann noch die unnötigen und lauten Schiebetritte.
    Ein- und Ausfahren mindestens 10 sec. bei 20 Halten einer Tour sind das 200 sec. Fährt die Bahn 30 mal am Tag hin und her sind das schon
    6.000 sec. am Tag = 1,6 h. Bei 365 Tagen = 600 h, gerundet 80 Tage Mehrarbeit nur bei einer Linie ! In Strassburg und anderswo haben die Strabas einen Abstand Wagenkasten-Bahnsteig von 5 bis max. 10 cm und brauchen daher die Schiebetritte nicht.
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  •   badesalz
    (481 Beiträge)

    25.08.2016 20:01 Uhr
    Wenn wir schon
    bei den kaum merklichen Kostentreibern sind fällt mir dazu auch was ein.Die Mitarbeiter des KVV fahren umsonst mit der Bahn.Wenn ich den Preis für eine Jahreskarte zu Grunde lege und mit der Zahl der Beschäftigten multipliziere,kommt da auch ein stattliches Sümmchen zusammen.Zudem sind Speisen und Getränke in deren Kantinen subventioniert,heist der normale Kunde zahlt mehr als der Mitarbeiter.
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  •   blaujoggel
    (2 Beiträge)

    24.08.2016 17:31 Uhr
    verkehrte Welt
    Toll eigentlich: mit allem runter ( Leistung, Angebot, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Service, Freundlichkeit der Mitarbeiter, Sauberkeit der Bahnen usw ) aber mit den Preisen ´rauf !! Es lebe das Monopol.
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  •   Route66
    (1756 Beiträge)

    24.08.2016 16:31 Uhr
    Liebe KVV
    Ich fahre jetzt gar nicht mehr mit Euch. Schlechter oder kein Service und ständig Preiserhöhungen. Danke, aber Nein Danke.
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  •   Insider
    (746 Beiträge)

    24.08.2016 14:31 Uhr
    Preiserhöhung durch Aufsichtsrat/Politiker abgesegnet!
    Und im AR sitzen Politiker, die sich in der Öffentlichkeit nie für ihr Abstimmungsverhalten rechtfertigen müssen. Das sollte man ändern. KVV/VBK sind öffentliche Verkehrsbetriebe! Sie gehören quasi den Steuerzahlern!
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