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Karlsruhe Abschaltung geplant: Kraftwerk im Rheinhafen soll stillgelegt werden

Das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (RDK 4S) der EnBW im Karlsruher Rheinhafen soll zum gesetzlich nächstmöglichen Zeitpunkt außer Betrieb genommen werden. Die Entscheidung des EnBW-Vorstands steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des EnBW-Aufsichtsrats und des Aufsichtsrats der Stadtwerke Karlsruhe, die mit einem Eigentumsanteil von 25 Prozent an RDK 4S beteiligt sind.

Insbesondere durch das anhaltend niedrige Strompreisniveau stehen konventionelle Kraftwerke in Deutschland unter starkem wirtschaftlichem Druck, so die EnBW in einer Pressemeldung. Der Konzern prüfe daher seinen gesamten konventionellen Kraftwerkspark regelmäßig auf Wirtschaftlichkeit und hat seit 2014 bereits sechs Kraftwerksblöcke in Marbach, Walheim und Heilbronn (Block 5 und 6) wegen fehlender Wirtschaftlichkeit zur Stilllegung angemeldet.

Nach Zustimmung der Gremien wird die geplante Außerbetriebnahme des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) und dem Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW angezeigt werden.

Der Entscheidung zur Außerbetriebnahme von RDK 4S ist eine eingehende Analyse über den kompletten Zeitraum bis zum technischen Lebensdauerende der Anlage vorausgegangen. Hierbei wurden auch alle potenziell möglichen Alternativen zu einer Außerbetriebnahme geprüft.

Die übrigen Kraftwerksblöcke am Standort (RDK 7 und RDK 8) sind von dem Außerbetriebnahmebeschluss nicht betroffen. Da RDK 4S nicht der Fernwärmeversorgung dient, ist diese am Standort Karlsruhe unverändert gesichert.

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Kommentare (7)
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  •   Schwarzer_Kater
    (65 Beiträge)

    21.11.2016 10:44 Uhr
    Trauerspiel
    Es ist ein Trauerspiel, dass ausgerechnet das Gaskraftwerk abgeschaltet werden soll und die alte Dreckschleuder RDK7 weiter läuft. Die EnBw hatte seinerzeit bei den Infoveranstaltungen die Daxlander Bürger brutal belogen, indem die von Abschaltung dieser Giftschleuder redeten. Dieses läuft zusammen mit dem "modernen" RDK 8 weiter und macht die Bevökerung krank. Auch darf man nicht vergessen, dass während der Petitionsphase gegen das RDK8-Kraftwerk die EnBw bereits mit den Grundierungsarbeiten anfing. Sowas macht eigentlich nur die Mafia, die sich einen Dreck um Gesetze kümmert. Jeder normale Bauherr hätte da Besuch vom Bauordnungsamt bekommen. Die EnBw darf aber anscheinend alles, deshalb soll man dafür kämpfen dass die alte Giftschleuder RDK7 SOFORT abgeschaltet wird.
    Vergleicht man auch die Werbung der EnBW so muss einem diese wie Propaganda aus Nordkorea vorkommen. Da sind (im Internet) Bildchen mit einem kleinen Rauchfähnchen abgebildet. Schaut euch mal die Realität an.
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  •   malerdoerfler
    (6056 Beiträge)

    20.11.2016 13:57 Uhr
    Anhaltend niedriges Strompreisniveau?
    Davon habe ich aber wahrlich noch nichts gemerkt.
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  •   giggls
    (315 Beiträge)

    19.11.2016 15:47 Uhr
    Aus Umweltgesichtspunkten so ziemlich die schlechteste Entscheidung
    Gaskraftwerke sind flexibel zuschaltbar und können helfen Leistungsengpässe bei erneuerbaren auszugleichen. Diese möchte man jetzt vom Netz nehmen. Die unflexiblen Kohlekraftwerke hingegen, die nur Grundlast liefern können und dadurch den weiteren Ausbau erneuerbarer hemmen will man weiterhin betreiben.
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  •   Berty87
    (851 Beiträge)

    19.11.2016 00:22 Uhr
    Nicht Al zu lang her
    Erst neu Aufgemacht und nun wird es wieder Zugemacht
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  •   Matthiashase
    (34 Beiträge)

    19.11.2016 19:51 Uhr
    Es wird nur ein Teil "zugemacht"
    Das Kraftwerk dort besteht aus mehreren Blöcken. Hier geht es nur um die Abschaltung das Gaskraftwerkblocks. Die beiden noch betriebenen Kohleblöcke (darunter auch der neue von 2014) werden weiterlaufen.
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    19.11.2016 03:02 Uhr
    Du hast den
    Artikel aber schon gelesen, oder?
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  •   malerdoerfler
    (6056 Beiträge)

    20.11.2016 13:58 Uhr
    Sicher nur ganz grob
    überflogen!
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