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Karlsruhe 3D-Druck in der Fächerstadt: Zu Besuch in der Zukunft

Dann und wann sieht man sie: Modelle von Hochzeitspaaren auf der überdimensionierten Torte am "schönsten Tag des Lebens". Ein Hochzeitspaar eben, nicht das Hochzeitspaar selbst. Die Zukunft könnte schon bald anders aussehen: 3D-Druck sei Dank. Menschen, Tiere, Maschinen und Geräte - Es gibt nichts, was man mit dieser neuen Methode nicht digitalisieren kann. ka-news hat die zweite 3D-Druckerei Deutschlands im Herzen der Fächerstadt besucht.

Noch laufen die letzten Vorbereitungen, am Samstag steigt dann die große Eröffnung: Dann öffnet ein neuer Laden seine Pforten in eine weitere Epoche der digitalen Zukunft. Die 3D-Druckerei "Mr. Make" bringt ein neuartige Technologie mitten in die Fächerstadt. "Die meisten haben irgendwann schon mal vom dreidimensionalen Drucken gehört, die wenigsten wissen jedoch wirklich etwas darüber", sagt Mitgründer Daniel Zimmermann.

Aufnahme dauert nur eine Hundertstel Sekunde

Ein kreisrunder Apparat, bestehend aus insgesamt 64 Spiegelreflexkameras, scheint stellvertretend für die digitale Zukunft zu stehen: "In dieser Form ist ein solcher Komplex einzigartig", erklärt Zimmermann. Ohnehin sei von Beginn an klar gewesen, dass der 3D-Druck nur in seiner vollen Komplexität ins Badische gebracht werden soll. Das System wurde von einer Berliner Firma entwickelt, die den Karlsruher Kollegen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Doch: Was macht dieser Drucker eigentlich? Der 27-Jährige Informatiker erklärt: "Die Kameras nehmen in einer Hundertstel-Sekunde von allen Seiten Bilder auf, aus denen dann ein dreidimensionales Objekt entsteht." Die Modelle sehen täuschend echt aus und sind aus einer Art Keramik, die aber weitaus stabiler ist. Die Figuren gibt es in unterschiedlichen Größen, die Pose ist frei wählbar. "Die neue Technologie besticht vor allem durch eine sehr gute Tiefenschärfe", erläutert Zimmermann.

Vor allem in einem Punkt unterscheidet sich die neue Methode von den herkömmlichen Herangehensweisen, wenn es darum geht, dreidimensionale Modelle anzufertigen: "Dadurch, dass die Bilder innerhalb kürzester Zeit aufgenommen werden, kann man ohne Probleme lebende Objekte, wie Menschen oder Haustiere, aufnehmen. Das unterscheidet den 3D-Druck ganz wesentlich von den bisherigen System, bei denen per Handscanner jede einzelne Stelle des Objekts aufgenommen wird", führt er aus.

"Im Prinzip gibt es keine Grenzen"

Damit wird die Technologie auch für die 'breite Masse' interessant. Mitgründerin Kathrin Winter erklärt: "Jeder kann von sich, seinem Haustier oder etwas anderem ein detailgetreues Modell anfertigen lassen. Uns ist wichtig, dass hier jeder etwas finden kann." Deshalb bringt das Start-Up-Unternehmen weitere Neuheiten mit nach Karlsruhe: 3D-Drucker für zu Hause, die mit vergleichsweise wenig technischem Wissen bedient werden können. Diese drucken dann aus Kunststoff alle möglichen Modelle präzise aus. "Das macht diese neue Art der Nachbildung für alle interessant. So können zum Beispiel Ersatzteile, die es schon gar nicht mehr zu kaufen gibt, gedruckt werden", sagt Zimmermann.

Und was meinen die Experten zu Kunststoffwaffen, die schon gedruckt wurden? Die Fachleute relativieren: "Das kann man theoretisch schon machen, aber so etwas ist nicht leicht. Außerdem ist eine Waffe aus Kunststoff doch überhaupt nicht stabil." Viel interessanter sei die Methode für alle Bereiche des Modellbaus und der Architektur. Außerdem könnten Medizintechnik und Industrie von der Technik profitieren. "Es gibt im Prinzip keine Grenzen für den Anwendungsbereich, das kann auch die Produktion entscheidend verändern", sagt Zimmermann.

In der Zukunft, da sind sich die jungen Unternehmer einig, wird diese Technologie die Grenzen des Machbaren verschieben: "Das dreidimensionale Modell kann die Zukunft sein. Dann werden die Enkel eben als täuschend echtes Modell, statt auf dem Foto in Omas Regal stehen", sagen die Gründer. Und wer weiß: Vielleicht dauert es gar nicht mehr lange, bis das Hochzeitspaar auf der Torte das tatsächliche Hochzeitspaar ist. Für Karlsruhe jedenfalls haben sich die Gründer bewusst entschieden: "Der 3D-Druck passt wunderbar in diese Region", finden sie.

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    07.06.2014 14:07 Uhr
    Ok,
    du bist mir zuvorgekommen.

    Das Hochzeitspärchen dient der Veranschaulichung für den technisch weniger beschlagenen Bürger. Da sind ja nicht wenige.
    Für uns Formenbauer ist das eine super Sache zur Anfertigung von Musterteilen. Ist immer besser was in der Hand zu haben als es nur am Bildschirm zu sehen.
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  •   Karlsmuede
    (1387 Beiträge)

    07.06.2014 14:17 Uhr
    Hier ist
    ein Bild von meinem "Alhambratraummodell" in meinem Profil.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    07.06.2014 14:38 Uhr
    Auf
    diesen mickrigen Profilbildern kann man nichts erkennen. Kannst du es in das Fotoalbum auf deinem Profil ziehen?
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  •   Karlsmuede
    (1387 Beiträge)

    07.06.2014 15:14 Uhr
    Done
    .
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  •   Karlsmuede
    (1387 Beiträge)

    07.06.2014 14:10 Uhr
    @Hetfield
    ich gehe Hobbymäßig in Richtung Architekturmmodellbau, Kunstmodellbau und habe bisher alles manuell gemacht, in liebevoller wochenlanger Kleinstarbeit...

    Das stimmt, Hardware ist mir auch lieber zwinkern
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  •   silberahorn
    (10844 Beiträge)

    08.06.2014 06:41 Uhr
    ...und
    bei dem Traummodell musst du nur noch einen Erdhügel aus gestampftem Lehm drüber machen und dann hast du sowas, wie die Grabstätten chinesischer Kaiser.
    Schon interessant, was für "Ur"entwurfsgedanken im Menschen verankert sind.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    07.06.2014 14:33 Uhr
    Bei Architekturmodellen
    hat dieses liebevolle Gebastel (Gebastel nicht abwertend gemeint) natürlich einen ganz besonderen Charme der auch nicht verloren gehen sollte. Aber hier bieten sich natürlich enorme Erweiterungsmöglichkeiten.
    Und der Hobbybastler hat an seine Modelle ja die gleich hohen Ansprüche wie der Profi.
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  •   Karlsmuede
    (1387 Beiträge)

    07.06.2014 10:28 Uhr
    Endlich
    Ich wünsche den Inhabern viel Erfolg!

    Mr. Make in der Kaiserstrasse 99
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  •   Karlsmuede
    (1387 Beiträge)

    07.06.2014 14:01 Uhr
    An die jungen Unternehmer
    Bitte sichert Euren Laden gegen Einbruch und Diebstahl!!!
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    07.06.2014 03:17 Uhr
    Sensationell
    für Prototypen, richtig geile Sache. Aber nix Billiges...
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