Karlsruhe Wettbewerb in Tiefsee-Forschung: Karlsruher Tauchdrohnen auf Erfolgskurs

Zwei Drittel unseres Planeten ist mit Meeren bedeckt, jedoch ist über die Tiefsee weniger bekannt als über den Mars. Das will das Team ARGGONAUTS des Karlsruher Fraunhofer-Instituts ändern. Sie erforschen den Meeresboden mit autonomen Tauchdrohnen und stehen nun im Finale des "Shell Ocean Discovery XPRIZE".

Das Karlsruher Team Arggonauts des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) hat sich kürzlich in dem mehrjährigen, mit sieben Millionen Dollar dotierten Forschungswettbewerb Shell Ocean Discovery XPRIZE, für das Finale qualifiziert. In diesem Wettbewerb ist es das Ziel, mit Hilfe von selbstentwickelten, autonomen Unterwasserfahrzeugen, 3D-Karten vom Meeresboden zu erstellen. Seit 2015 läuft der Wettbewerb bereits.

Fraunhofer IOSB/Fotosassa
Die ARGGONAUTS bestehen aktuell aus zirka zwanzig Personen. Es besteht sowohl aus erfahrenen internationalen Mitarbeitern als auch aus vielen Studierenden. | Bild: Fraunhofer IOSB/Fotosassa

Die Zukunft der Meere schützen und nutzen

Doch welche Ziele werden mit dieser Art von Tiefsee-Forschung verfolgt? "Die Erkundung der Meere und des Meeresbodens ist wichtig für die Menschheit, um in der Zukunft die Meere sowohl zu schützen als auch effizient nutzen zu können. Wir möchten neue Lösungen zur bezahlbaren, flächendeckenden Vermessung des Meeresbodens entwickeln. Zudem wollen wir mit der Teilnahme am XPRIZE Wettbewerb als einziges deutsches Team eine globale Sichtbarkeit für deutsche Hochtechnologie schaffen", erklären die Arggonauts.

 

Finale im Oktober

Die schwimmenden Drohnen werden am Ufer gestartet und müssen dann selbstständig agieren, ohne dass Bedienpersonal eingreift. Bereits im Halbfinale mussten die 32 Teams nachweisen, dass ihre Systeme binnen 16 Stunden 100 Quadratkilometer Meeresgrund in 2.000 Meter Tiefe kartieren können.

Das Finale, das voraussichtlich im Oktober stattfindet, wird den Schwierigkeitsgrad noch einmal erhöhen. Hier werden die übrigen neun Teams in einem Feldtest in direkter Konkurrenz gegeneinander antreten. Sie müssen dann innerhalb von 24 Stunden mindestens 250 Quadratkilometer Boden in einer Tiefe von 4.000 Metern vermessen, ein Objekt finden und Bilder aufnehmen.

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